Capital of Flowers – Manga-Test

Im Februar 2014 publizierte TOKYOPOP Rihito Takarais Capital of Flowers, eine Nebengeschichte zu ihrem dreiteiligen Werk Only the Flower Knows, die der deutsche Verlag hierzulande ebenso herausgab. 2012 erschienen die Kapitel des Oneshots erstmals in Taiyoh Toshos ihr HertZ-Magazin, die Buchform wiederum wurde im März 2013 in Japan veröffentlicht. Der Leser darf sich auf eine tragische und dramatische Boys-Love-Erzählung mit Slice-of-Life-Elementen freuen. Was der Einzelband sonst noch parat hält, erfahrt ihr im Folgenden.

Akira Hasumi und Motoharu Tsujimura kennen sich seit ihrer Kindheit. Sie lernten sich vor Motoharus Garten kennen. Akira fand diesen so schön, dass er immer wieder davor stehen blieb. Seit da an waren die zwei unzertrennlich. Im Alter von 15 wurde Motoharu von seinem Vater zum ersten Mal zu den Geishas mitgenommen. Dort erkannte der Junge, dass er sich in Akira verliebt hat. Doch nach seinem Geständnis war nichts wie vorher und so nahm Akira Abstand. Seit da an ging Motoharu öfters zu den Geishas.

Auf der Uni kommen sich die jungen Männer nun doch wieder näher. Akira macht den ersten Schritt. Während eines Spaziergangs besuchen sie ein Tempelfest und kaufen dort Lose. Genau wie früher bekommt Motoharu ein Glückslos und Akira das genaue Gegenteil. Schließlich schenkt Motoharu ihm seines, worauf Akira ihn küsst und abhaut.

Am nächsten Tag möchte Akira nichts mehr davon wissen, was Motoharu natürlich nicht versteht. Er ist enttäuscht und wendet sich von dem Jungen ab, meint zu Akira, er hätte alles kaputtgemacht.

Danach sind beide sehr bedrückt. Motoharu macht sich auf dem Weg, um endlich mal was richtig zu tun. Zuerst meldet der junge Mann sich bei den Geishas ab, danach möchte er Akira endlich seine Gefühle gestehen. Aber bringt das darauf folgende Gespräch die zwei zusammen?

At the Heyday of Flowers erzählt die Geschichte von Akiras Enkelsohn Misaki und Yoichi Arikawa sowie das erste Zusammentreffen mit Arikawas Familie. Beide stehen vor der Frage, ob sie sich in den Zusammenhang als Paar outen oder nicht. Zudem wundert sich Misaki, ob er gut genug für Yoichi und dessen Familie ist oder sich die zwei nicht doch eine »normale« Beziehung wünschen.

Rihito Takarai bewies bereits mit Werken wie Only the Flower Knows und Seven Days, dass sie ein Händchen für emotionale Geschichten aus dem wahren Leben mit Boys-Love-Elementen besitzt. Dies bezieht sich ebenso auf den Oneshot Capital of Flowers. Mit Motoharu bekommt der Leser jemanden, der Aufmerksamkeit bei Akira sucht, allerdings im Endeffekt nicht den Mut besitzt, um seine Liebe zu kämpfen. Obwohl Akira ihn ebenso liebt, erlaubt dieser sich die Liebe zu Motoharu nicht. Denn Akira heiratet schon bald aus Dankbarkeit eine Frau, was bereits in seiner Kindheit beschlossen wurde.

In Rihito Takarais Capital of Flowers lieben sich die Protagonisten der Geschichte offensichtlich, doch ihr Leben beziehungsweise Charakter sorgt am Ende dafür, dass es kein Happy End gibt. Euch erwarten zwei intime Momente zwischen den beiden, sodass der Fokus der Erzählung allgemein auf ihre Gefühlswelt und die Ereignisse in der Story liegt. Es sei allen sensiblen Lesern geraten sich für das Schlusskapitel Taschentücher bereitzulegen. Rihito Takarais Zeichnungen widerspiegeln die emotionalen Höhe- und Tiefpunkte. Ihr Charakterdesign ist attraktiv und detailliert, während sie den Kulissen sowie Hintergründen eher weniger Beachtung schenkte. Wer realistische Boys-Love-Geschichten mag und sich auch mit einem tragischen Ende zufriedengibt, der sollte zu Capital of Flowers greifen. Ihr dürft euch am Ende des Bandes noch auf drei Mini-Erzählungen freuen – zwei die sich Misaki und Arikawa widmen und eine die sich um Akira und Motoharu dreht.

Wir bedanken uns bei TOKYOPOP für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Capital of Flowers.

Hana no Miyako © 2012 Rihito Takarai / Taiyoh Tosho
Capital of Flowers © TOKYOPOP GmbH, Hamburg 2014