Rückblick: Animagic 2014

    AnimagiC
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    Das letzte Wochenende stand im Zeichen von Anime und Manga, die Animagic 2014 öffnete vom 01.08. bis zum 03.08 ihre Pforten. Und tausende begeistere Fans strömten hin, unter ihnen waren natürlich auch wir für euch da, bewaffnet mit Kamera und viel Elan, und haben uns das bunte Treiben angeschaut. Hier unser Rückblick auf die Veranstaltung.

    Outdoor:
    Wir waren ja noch nie auf der Animagic und so mussten wir als aller erstes erst einmal etwas lernen. Denn normalerweise machen wir das immer so: Wir erscheinen ein paar Stunden nach der offiziellen Eröffnung, damit wir nicht in einer Schlange an der Kasse geraten. Das ist hier aber definitiv anders, denn wir waren genau um 12 Uhr da und die Schlange am Eingang war lang. Trotzdem ging es angenehm schnell durch den Kassenbereich.

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    Und schon standen wir mitten drin zwischen vielen Cosplayern. Der Außenbereich der Animagic 2014 machte den Eindruck, ein wenig leer zu sein. So befand sich, neben dem lebenswichtigen Toilettenhaus, der Stand von Dunkelsüss, eine Bühne sowie die Essensstände von Kugelfisch und ein Stand von CoBase, in dem Man sich in seinem Kostüm ablichten lassen konnte. Es stellte sich aber sehr schnell heraus, dass der erste Eindruck täuschte. Denn so hatte man viel Platz um sich ein wenig vom Trubel zu erholen oder einfach die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Außerdem fanden interessante Shows auf der Außenbühne statt. Sehr schön war auch die, mit Straßenkreide, gezeichnete „Fanmeile“, die nach drei Tagen so viele Einträge hatte, dass ich sie nicht mehr ganz ablichten konnte.

    sumikai

    Das Essen war soweit okay, die Preise für die Portionen waren ebenfalls okay, wir haben die Pizza und die Sushi probiert und für 4 Euro, wurden einen eine gute Portionsgröße geboten. Die Getränke waren mit 3 Euro für eine 0.5 Cola +1 Euro Pfand, ein wenig hoch und der Sensha, war nicht ganz so gut, aber da bin ich bekanntlich auch sehr pingelig.

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    Was ich übrigens sehr positiv anmerken muss, überall auf dem Gelände liefen fleißige Helfer umher und sammelten Müll auf. So war das Gelände immer angenehm sauber.

    Das Bühnenprogramm bot einiges, neben vielen Musikacts, wurden einen eine Lolita Modenschau und ein Cosplay Wettbewerb geboten.

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    Unter anderem boten unSayn eine wirklich gute Show und natürlich standen am Sonntag auch die Hauptacts auf der Bühne. Gerade „milktub“ begeisterten mit ihrer Show. Der Sänger hatte keine Scheu sich unter die feiernden Leute zu mischen und so wurde das Konzert sehr schnell eine große Party. Angekündigt wurde „milktub“ als frecher Rock aus Japan und das war alles andere als übertrieben. Frech, Witzig und bereit für eine große Party und genau das wurde geboten. Dazu bekamen sie noch Unterstützung von Zwei, die während des Konzertes die Menge noch mal richtig anheizte.

    Auch das Konzert von Luna Haruna wurde gefeiert. Das Popsternchen auf Japan bot am Sonntag ebenfalls eine Show auf der Outdoor Bühne und auch hier wurde dem Zuschauer viel geboten.

    Weitere Acts waren unter anderem Mitsuki, die das Publikum mit Coverversionen von bekannten Animesongs erfreute. Ongaku no Kara, die mich wiederum erstaunten, denn sie standen auf der Bühne, als ich in der Warteschlange stand und als der Gummibär Song vorgetragen wurde, habe ich erst einmal gerätzelt, wieso gerade der Song. Passt ja eigentlich nicht zu einer Animeshow, nach dem ich aber endlich etwas von der Bühne sehen konnte, war recht schnell klar, dass der Showact damit begeisterte. Ebenfalls eine Show auf der Outdoor Bühne gab die Gruppe: Amaterasu Taiko und hier muss ich sagen, es ist ein großer Spaß gewesen, dieser Gruppe zu zusehen.

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    Natürlich liefen überall Cosplayer umher von denen viele wirklich sehr beeindruckende Kostüme trugen. (dazu hier mehr).

    Indoor:
    Hier gab es natürlich viel zu sehen und viel zu hören. Neben den vielen Verkaufsständen mit interessanten Angeboten, gab es viel Information und einige Gewinnspiele. Gerade das Gewinnspiel von EMA war sehr beliebt, denn Lose konnte ich nicht mehr ergattern. Sehr schön war übrigens das Würfelspiel von Anime House. 3x würfeln und DVD´s gewinnen. Nieten gab es nicht, also konnte man nur gewinnen. Dazu kam das sympathische Standpersonal, so das dieser Stand zu einem meiner persönlichen Highlights wurde. Wirklich beeindruckend war der Stand von Modelkit Universe. Die Figuren, die man betrachten konnte, waren beeindruckend. Auch die Manga Schule „Manga Hamburg“ beeindruckte, sie hatten auf einer Etage ihr Equipment aufgebaut und halfen den Besuchern dabei, zu zeichnen. Ebenfalls muss ich Universum Anime erwähnen, denn hier haben wir nicht nur interessante Infos bekommen, das Standpersonal war ebenfalls sehr sympathisch. Leider konnten wir uns nicht alle Stände in ruhe anschauen, denn zum Beispiel bei EMA, war drei Tage sehr viel los.

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    Aber natürlich wurde den Besucher einiges mehr geboten, es wurden viele Filme gezeigt und natürlich fanden auf der Bühne im großen Saal Konzerte und Theater statt. Neben Zwei, begeisterten milktub und Luna Haruna die Massen. Die Showgruppe Icecream killed my Cat begeisterte ebenso wie Tsuki no Sennshi, mit ihrem Stück „Neon Genesis Evangelion“ und auch Daijoubu und Replay sollte man einmal gesehen haben. Für Fans von Taiko bot Amaterasu Taiko eine großartige Vorführung.

    Außerdem fanden natürlich Signierstunden statt, neben Shinji Aramaki (Regisseur von Space Pirate Harlock), der am Universum Stand Autogramme gab, war unter anderen Mangaka Junya Inoue (BTOOOM!), Cocoa Fujiware (Secret Service – Maison de Ayakashi), George Wada (Attack on Titan) und natürlich einige deutsche Zeichner und Zeichnerinnen, vertreten. Allerdings brauchte man Geduld um ein Autogramm zu ergattern, denn es bildeten sich schnell lange Schlangen. Natürlich gaben auch die Music-Acts aus Japan Autogramme und auch hier bildeten sich recht schnell sehr lange Schlangen. Aber trotz der Wartezeit ging keiner Leer aus, denn die Gäste gaben wirklich fleißig Autogramme.

    Für die Gamer unter uns gab es ebenfalls einiges zu entdecken, überall standen Gamestationen und einige Stände boten einem Spiele zum ausprobieren. Natürlich gab es auch eine Gamezone, mit Wettkämpfen usw.

    Leider konnten wir uns nicht alles ansehen, so haben wir es nicht mehr geschafft, den Synchro-Workshop anzuschauen und der Paneling Workshop war recht schnell voll.

    Ach ja, erwähnen muss man auf jeden Fall die Tokyopop Veranstaltung. Tokyopop zeigte einige ihrer geplanten Veröffentlichungen und das so sympathisch, dass man viel zu lache hatte. Die Show war wirklich klasse und sie hat sehr viel Spaß gemacht. (und das Beste, wir durften es für euch fotografieren)

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    Fazit von uns:
    Das Programm der Animagic bot für jeden etwas, Stars zum „anfassen“ und viele Einblicke. So muss eine Convention sein. Die Stimmung war die drei Tage sehr angenehm, die Menschen feierten und was man an Cosplay geboten bekommen hat, beeindruckte. Die Organisation war wirklich durchdacht, der Outdoor Bereich wurde permanent sauber gehalten, überall sah man Helfer und auch an Rollstuhlfahrer wurde gedacht. Das Angebot der Stände war interessant und grundsätzlich war das Standpersonal freundlich. Wirklich negatives ist uns nicht aufgefallen und selbst, meine Bedenken, dass ich mit meinen 35 dort ein wenig auffallen würde, wurden sehr schnell zerstreut. Diese Veranstaltung ist definitiv ein Muss für jeden Manga und Animefan und selbst wenn man kein Cosplay macht, macht das gar nichts. Denn nicht jeder lief verkleidet herum und trotzdem kam man recht schnell in viele nette Gespräche. So habe ich einige sehr nette Menschen kennengelernt und viele tolle Gespräche geführt. Hut ab also vor den Veranstaltern, eine wirklich gut organisierte Convention, tolle Stimmung und ein sehr tolles Programm.

    Weitere Artikel:
    Rückblick: Animagic 2014 (Teil 2), die Besucher
    Rückblick: Animagic 2014 (Teil 3), die Stände

    Micha
    Ein alter Hase im Geschäft. Seit Akira 1991 in die deutschen Kinos kam, brennender Anime-Fan und noch die gute alte Zeit miterlebt als Carlsen Manga in Farbe und Bunt auf den Markt brachte. Ghost in the Shell Fan der ersten Stunde und bevorzugt mittlerweile Slice of Life Anime