Ende Februar publizierte Kazé die siebte DVD-Box der Sailor Moon-Serie. Mit dieser startet der Zuschauer in die vierte Staffel. In der letzten Box besiegte die Heldin der Geschichte in Zusammenarbeit mit Sailor Saturn Pharao 90. Alltag ist wieder eingekehrt, doch nach üblicher Magical-Girl-Manier schläft das Böse nicht, so wartet ein neuer Feind auf Bunny und Co.. Was Sailor Moon SuperS – Box 7 für euch parat hält, das verrät euch diese Review.

Das Sailor-Team muss sich mit einer neuen Gefahr auseinandersetzen, die vom »Death Moon Circus« ausgeht. Zirkonia entsendet das Amazonentrio – bestehend aus Tigerauge, Falkenauge und Fischauge – mit dem Auftrag, in den Träumen der Menschen nach Pegasus zu suchen. Denn dieser besitzt den mächtigen goldenen Kristall. Pegasus hat ausgerechnet Chibi-Usas Traum als Versteck gewählt.

Gleich zu Beginn bereiten die Feinde Sailor Moon große Probleme. Pegasus verleiht sowohl ihr als auch Sailor Chibimoon neue Mächte, mit denen sie das Vorhaben des Death Moon Circus‘ durchkreuzen sollen. Die Träume der Menschen befinden sich nämlich in akuter Gefahr. Doch was beabsichtigen ihre Feinde mit dem goldenen Kristall und welches Geheimnis verbirgt sich hinter Pegasus?

Im Jahre 1995 produzierte Toei Animation unter der Regie von Kunihiko Ikuhara die 39 Episoden lange vierte Staffel Sailor Moon SuperS. Ein kleiner grafischer Fortschritt in der Animation ist im Vergleich zu den vergangenen Serien ebenso feststellbar. Die Farben sind einen Tick kräftiger und das Design der Charaktere ist durchaus attraktiver, wobei die Qualität bei Letzterem von Folge zu Folge immer noch schwankt.

Als Vorlage für die Handlung diente Naoko Takeuchis Shojo-Manga Bishojo Senshi Sailor Moon. Für den Anime veränderten die Macher die Geschichte in einem sehr großen Maße. Die Produzenten der Serie legten mehr Wert auf Comedy und einem Hauch Fantasy sowie Romantik.

In Sailor Moon SuperS tritt die Rolle von Chibi-Usa in den Vordergrund. Die kleine Lady kämpft nun intensiver an Sailor Moons Seite, wo sie in den vorangegangenen Staffeln doch eher wie ein Klotz am Bein erschien. Pro Episode verfolgt der Zuschauer, wie die Helden der Geschichte jeweils einen Menschentraum retten und den jeweiligen Dämon des Amazonentrios erledigen. Hier erwartet euch jede Menge Situationskomik. Die Zirkusdämonen toppen nämlich wirklich alle bisher da gewesenen – in Sachen Dummheit versteht sich. In puncto Spaß steht die vierte Staffel meiner Meinung nach in Vergleich zu ihren Vorgängern an der Spitze. Durch diese ständigen Bekämpfungen gibt es im eigentlichen Geschehen nur sehr wenig Fortschritt. Dafür lernt der Zuschauer pro Folge ein neues Opfer und dessen Traum kennen. Darin beweist die Serie nach wie vor viel Herz, da jeder dieser Nebenfiguren mit einem speziellen Alltagsproblem daherkommt.

Die mythologischen Bezüge aus Takeuchi-senseis Manga finden im Geschehen Einzug. So begegnet der Zuschauer einem geflügelten Pferd namens Pegasus und wird durch die Konversationen zwischen diesem sowie Chibi-Usa in eine fantasievolle Traumwelt entführt, was der Serie Pluspunkte verleiht.

Auch in Sailor Moon SuperS sind die musikalischen Einlagen lobenswert, welche perfekt auf die gefühlsmäßigen Höhepunkte der Geschichte angepasst wurden und ebenso das Zirkus-Feeling wiedergeben. In der deutschen DVD-Fassung erklingt nach wie vor das bekannte Introlied aus den vorherigen Staffeln.  Ursprünglich ersetze man dieses in der RTL2-Fassung durch eines der Super Moonies. Moon Lips, ein Zusammenschluss aus den fünf japanischen Sprecherinnen des Sailor-Teams, steuerten den japanischen Titelsong bei.

Disc

Sailor Moon SuperS Box 7 enthält die Episoden 128 bis 147 verteilt auf fünf Discs. Diese warten mit Dolby Digital 2.0 und einem 4:3 Bildverhältnis auf. Wo Kazé die im TV nicht ausgestrahlte 89 Folge in OmU auf die vierte DVD-Ausgabe packte, sind die drei japanischen Extras nach Episode 131 in dieser Box nicht vertreten.

Nach wie vor kann der Zuschauer zwischen der deutschen und japanischen Tonspur wählen, wobei euch hier eine unterschiedliche Qualität geboten wird. Erstere kommt mit einer unveränderten Bild- und Tonverarbeitung daher. Demzufolge sieht die Animation blass aus und kommt mit Störungen. Im Vor- und Abspann hört ihr die hierzulande bekannten Titelsongs. Die japanische Sprachfassung wartet dagegen mit einer verbesserten Bild- und Tonqualität auf. Daher entpuppt sich diese als die attraktivere Version. Des Weiteren hört und seht ihr die japanischen Originale im Opening und Ending.

Die deutsche Vertonung weiß nach wie vor zu unterhalten. Inzwischen harmonieren alle Sprecher der Hauptfiguren in ihren Rollen. Doch auch jene der Nebencharaktere können sich hören lassen. Hier griff das Synchronstudio auf erfahrene Sprecher zurück. So hört ihr Kai Taschner als Falkenauge, Simone Brahmann in der Rolle von Fischauge, Oliver Mink alias Tigerauge und Ole Pfennig spricht Pegasus. Bei Fischauge sollte erwähnt werden, die Figur ist normalerweise ein Mann und im Japanischen spricht eine männliche Stimme diesen Charakter. Hier wollten die Macher, wie im Falle von Zoisite, Shonen-Ai-Andeutungen vermeiden, die der Zuschauer in der kommenden DVD-Box entdecken wird. Sabine Bohlmann, die Sprecherin von Bunny Tsukino/Sailor Moon aus der ersten Staffel, kehrt nun in die öfter auftretende Nebenrolle der kleinen Mondkatze Diana zurück. Insgesamt ist die Besetzung zufriedenstellend.

Nach wie vor entsprechen die deutschen Dialoge nicht immer jenen des japanischen Originals. So änderten die Macher beispielsweise einige Namen von Charakteren und die Attacken- sowie Verwandlungssprüche. Nach drei Staffeln, in denen es »Macht der … mach auf!« heißt dürfte sich der Zuschauer allerdings an diese Version gewöhnt haben.

Bonus & Verpackung

Wie gehabt liegt auch der siebten Box ein Booklet bei, welches die darin vorkommenden Charaktere und Episoden vorstellt sowie Informationen rund um die Serie parat hält. Die üblichen vier Sticker packte Kazé abermals bei.

Hinsichtlich der Verpackung verändert sich nichts und so befinden sich die fünf DVDs in einer breiten, aufklappbaren Hülle aus Pappe, welche dieses Mal in Pink/Rosa gehalten wurde. Als innere Motive verwendete Kazé die Charaktere Super Sailor Chibimoon und das Amazonentrio. Die CD-Hülse liegt in einem Pappschuber. Beide genannten Verpackungen zieren Sailor Moon. Der Schuber selbst kommt nach wie vor mit ein bisschen Glitzereffekt. Auf seiner Rückseite findet ihr die technischen Details und eine Zusammenfassung der Story. Die fünf DVDs sind wiederum mit verschiedenen Charaktermotiven bedruckt worden.

Mit dem Start von Sailor Moon SuperS legt die Serie in Sachen Comedy eine Schippe oben drauf, verliert dadurch noch mehr an Ernsthaftigkeit. Man bedenke, die Staffel besteht zu gut 90 Prozent aus Material, welches nicht aus dem Originalmanga von Naoko Takeuchi stammt, und trotzdem enthält sie gewisse Folgen, über deren Inhalt ich tatsächlich immer wieder aufs Neue lachen kann. Sicherlich geht es nach üblicher Magical-Girl-Manier weiter: Die Charaktere erhalten neue Kräfte, mit denen es zunächst einmal gilt, pro Episode einen Dämon zu besiegen. Lange Verwandlungs- und Attackensequenzen ziehen sich durch jede Folge und rauben nach wie vor Zeit. All dies sorgt für sehr wenig Fortschritt in der Handlung. Dem eingefleischten Fan des Kultanimes dürfte dies alles aber ungestört lassen. Etwas schade empfinde ich, dass es die drei Extras nach Folge 131 nicht auf die Box geschafft haben. Dennoch sei Sailor Moon SuperS Box 7 jedem Liebhaber dieses Klassikers zu empfehlen.

Freundlicherweise wurde uns ein Rezensionsexemplar zu  Sailor Moon SuperS – Box 7 von Kazé zur Verfügung gestellt.

Details

Titel: Sailor Moon SuperS – Box 7
Originaltitel: 美少女戦士セーラームーンSuperS (Bishojo Senshi Sailor Moon SuperS)
Genre: Magical Girl, Romantik, Dramatik, Comedy, Fantasy
Animationsstudio: Toei Animation
Produktionsjahr: 1995
Regisseur: Kunihiko Ikuhara
Publisher: Kazé
Länge/Episoden: 500 Minuten, Folge 128-147/5 Discs
Sprachen: Japanisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch
Ton: Dolby Digital 2.0
FSK: 12+
Preis: circa 55,99 €
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Film© 1992 Toei Animation Co.Ltd © Naoko Takeuchi/PNP
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