Schöpfer und Meister: Akira Toriyama

Er ist der Meister, der das große Dragonball-Universum erschaffen hat: Akira Toriyama. Geboren im April 1955 in der Präfektur Aichi wurde er als Kind begeisterter Comic- sowie Zeichentrickfan. Walt Disneys 101 Dalmatiner inspirierte Toriyama, eigene Werke zu kreieren. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung an einer Kaufmannsschule im Jahr 1974 arbeitete der heutige Star-Mangaka für eine Designfirma im Bereich Werbung.

1978 debütierte Toriyama-sensei mit Wonder Island in der Shonen Jump. Ein Jahr später folgte seine erste Hitserie Dr. Slump, mit welcher der Mangaka 1982 den 27. Shogakukan-Manga-Preis in der Kategorie Shonen abstaubte. Sein bisher größter Erfolgstitel ist die 42-bändige Dragonball-Reihe (1984 bis 1995). Akira Toriyama ist allerdings nicht nur Mangaka, er designt ebenso Charaktere für Videospiele – die populärsten Beispiele wären hier Dragon QuestChrono Trigger – und gründete 1983 mit Bird Studio sein eigenes Zeichenstudio.

Ein simples Konzept, das Früchte trägt

Akira Toriyamas Zeichenstil sticht aus der Masse heraus. Der Mann besitzt eine unverkennbare Art, welcher er natürlich durchweg treu geblieben ist. Dem Betrachter werden zum einen die aus Dragonball bekannten mehr als muskulösen männlichen Figuren in Erinnerung sein oder die Augen beziehungsweise das oftmals skurrile Aussehen der Charaktere. Dazu kommt die Ausarbeitung von fiktiven Autos, Robotern, Panzern, Häusern und vieles mehr. Toriyama-sensei tobt sich in seinen Werken fantasievoll aus – wobei Kenner viele seiner Ideen auch in anderen seiner Titeln wiederfinden werden.

Die Storys von Toriyama-senseis Mangas sprechen all zu oft nicht für Tiefsinn und Figuren entwickeln sich meist nur oberflächlich. Mit seinen etwas längeren Serien Dr. Slump und Dragonball legte der Mangaka jedoch Unterhaltungsgranaten hin, die mit sympathischen Charakteren, turbulenten Abenteuern und jede Menge Slapstick sowie trockenem Humor gespickt sind. Toriyama-sensei greift hier auch gerne zu Science-Fiction-Elementen. Mit Cyborgs, Aliens oder ähnlichem kann man in vielen seiner Werke rechnen. Bei Dragonball kommen dann noch die Action- und Kampfelemente dazu. Fakt ist, Toriyama-sensei hatte es nach genau diesem Erfolgsmanga schwer, einen erneuten Hit zu landen. Es blieb bei zahlreichen Oneshots. Wahrscheinlich ist es auch kein Zufall, dass der Mangaka am Erfolg der Serie festhält und das Dragonball-Franchise bis dato kein Ende findet.

Inspiration für neue Generationen an Mangakas

Was haben Eiichiro Oda, Masashi Kishimoto, Tite Kubo, Hiro Mashima und Yusuke Murata gemeinsam? Sie gehören aktuell nicht nur zu den erfolgreichsten Shonen-Mangakas, sondern sind auch von Akira Toriyamas Werken geprägt und einer der genannten Personen verdankt diesem in gewisser Weise seinen Hitmanga. Dazu gleich mehr …

In seiner Kindheit begeisterte sich der Naruto-Schöpfer Masashi Kishimoto für Akira Toriyamas Comedy-Manga Dr. Slump. Yusuke Murata ist wiederum Fan von dessen Dragon Ball und erklärte einst, die Schlachten zwischen Goku vs. Piccolo und Goku vs. Freezer seien seine Lieblingsszenen. Auch lobte Shimonishis School Libary Journal im November 2007 Murata-senseis Zeichnungen in hohen Tönen und verglich diese mit Toriyamas: Jeder Millimeter sei mit Details angereichert und kein Witz bleibt verborgen.

Für Fairy Tail-Schöpfer Hiro Mashima war Akira Toriyama gar ein Grund dafür, warum er Mangaka wurde, wie dieser in einem Interview verriet. Auch Tite Kubo lies sich von dem Star-Zeichner inspirieren. Bei ihm kommt allerdings noch eine Besonderheit dazu. Er verdankt in gewisser Weise Akira Toriyama, dass sein Hitmanga Bleach überhaupt zustande kam. Denn das Werk wurde zunächst von der Shonen Jump abgelehnt. Toriyama schickte Tite Kubo einen Brief, der ihm Mut machte dranzubleiben. Letztendlich entschieden sich die Redakteure des populären Shonen-Magazines für die Publikation von Bleach.

Zu guter Letzt wäre da noch Eiichiro Oda, der aktuell erfolgreichste Mangaka der Welt. Auch ihm inspirierte Toriyama-sensei. Seine Fanliebe können Interessierte übrigens in einem Interview zwischen den beiden Schöpfern im Artbook One Piece Color Walk nachlesen, das hierzulande bei CARLSEN MANGA! erschien. Darin meint Oda-sensei als begeisterter Disney-Liebhaber unter anderem, dass Toriyamas Dragonball noch besser sei.

Quellen: [1], [2], [3], [4], [5]

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