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»Last Game« Band 2 – Manga-Test

Im letzten Volume fand sich der Leser im Prolog zu einer Liebesgeschichte zwischen zwei Studenten wieder, die kaum unterschiedlichere Persönlichkeiten beherbergen könnten. In diesem Band legt Shinobu Amano mit der Haupterzählung los, denn wir sind endlich am Schauplatz des Geschehenes angekommen: einer Universität. Es erwarten uns Clubs, Willkommensfeiern und Rivalitäten – klingt ein bisschen wie ein normaler Shojo auf der Highschool? Wir werden sehen!

Mit dem letzten Spiel zwischen Mikoto und Naoto hörte der erste Band auf und ließ einen Heiratsantrag seitens des jungen Studenten an seine Kindheitsrivalin unbeantwortet. In der zweiten Ausgabe von Last Game erfährt der Leser, dass Mikoto wie schon so oft nicht das Richtige verstanden hat und somit der Antrag im Sand verlaufen ist. Dennoch fühlt sich der reiche Schönling seinem Sieg nah, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass es zehn Jahre lang gedauert hat, bis seine Angebetete ihn als Freund wahrnimmt.

Dennoch gibt Naoto nicht auf und lädt die Schwarzhaarige auf seine Clubparty ein. Doch auf Bitten ihrer Freundin Shiori ist Mikoto in den Astronomieclub eingetreten, um dort auszuhelfen. Ein weiterer herber Rückschlag für den Studenten, der sowieso schon am Boden zerstört ist. Während seiner Feier erhält der Student einen Anruf von der besorgten Shiori, welche berichtet, dass Mikoto sich besäuft. In Panik rennt Naoto los, um dann mit anzusehen, wie seine Liebste alle gegen die Wand trinkt. Nur das letzte Bier schien zu viel gewesen zu sein und sie kippt ohnmächtig um. Der strahlende Held trägt die Studentin daraufhin nach Hause, während Naoto feststellt, dass er wohl so leicht nicht mehr von ihr loskommt, und tritt ebenfalls dem Club bei.

Die Charaktere machen eine sichtbare Entwicklung durch, so stellt Mikoto endlich fest, dass sie sich in Naotos Gegenwart am wohlsten fühlt und dieser gesteht sich ein, dass er wohl für seine Rivalin alles Erdenkliche tun würde. Im zweiten Band treten neue Figuren ins Scheinwerferlicht. So erhält Naoto Kei Soma als Rivalen, der es ebenfalls auf Mikoto abgesehen hat. Der Leser lernt des Weiteren die im ersten Band schon eingeführte Figur Shiori besser kennen, und wie in meinem Fall auch lieben. Die Studentin bringt viel frischen Wind in die Geschichte und erkennt sofort, wie sie die Menschen zu behandeln hat und welche Register zu ziehen sind, um das zu bekommen, was man möchte. Dabei ist Shiori in keinster Weise bösartig, sondern herrlich unterhaltend. Sie ist das weibliche Gegenstück, die der Protagonistin zur Seite steht und ihr versucht zu helfen.

Während des Festivals auf der Universität erhofft sich Naoto ein wenig mehr Zeit mit Mikoto, doch Kei macht ihm ständig einen Strich durch die Rechnung. Die Schwarzhaarige bekommt von all dem nichts mit und realisiert Keis wahre Absichten nicht. Auch als ihr Kindheitsfreund es Mikoto erklären will, blockt Mikoto mit der Begründung ab, dass sie von Vorurteilen nicht viel hält. Kommt es zum ersten Streit zwischen den beiden »Freunden«?

Auf dem Fest selbst erregt der Club solch eine Aufmerksamkeit, dass es danach von neuen Mitgliedern nur so wimmelt, auch wenn alle es nur auf Schönheiten abgesehen haben. Jetzt schlagen sich die Hauptpersonen nicht nur mit ihren eigenen Gefühlen herum, sondern auch mit chronischem Überfluss an desinteressierten Clubteilnehmern. Aus diesem Grund verlässt Naoto die Gemeinschaft erst einmal, damit wieder einige Mädchen austreten, was Mikoto wohl mehr zu schaffen macht, als sie es sich eingesteht. Wie wird es wohl zwischen den beiden weiter gehen?

Neben fünf Kapiteln zur zu Last Game befindet sich am Ende des Buches eine Kurzgeschichte der Mangaka und eine Bonusstory passend zur Erzählung.

Im Band legt Naoto eine Ausdauer sondergleichen an den Tag, und auch wenn er immer wieder kurz vor dem Aufgeben ist, reicht ihm Mikoto unbewusst den kleinen Finger. Schon kann sich der Student nicht zurückhalten und kämpft wieder nach allen Regeln der Kunst um ihre Gunst. Das wiederum auf sehr unterhaltsame Weise! An Humor hat der zweite Band der Reihe nichts verloren, die Handlung kommt ein wenig ins Rollen und der Leser wird gut unterhalten. Der Manga lässt jedoch nach dem gelungenen Start an Besonderheiten ein wenig nach. So bekommt der Leser nicht das Gefühl, eine Geschichte auf der Universität vor sich zu haben, sondern wieder eine Shojo-Erzählung auf der Highschool. Das wohl außergewöhnliche Setting ist kaum wahrnehmbar. Dennoch ist Last Game nach wie vor empfehlenswert, da der Humor nicht zu kurz kommt, sowie die Chemie zwischen Naoto und Mikoto im Vergleich zu anderen Mangas abwechslungsreich gestaltet ist. Auch die Erzählsicht von einem Jungen ist hier der wohl große Pluspunkt sowie mein großes Highlight: die Nebenfigur Shiori!

Wir bedanken uns bei Kazé für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Last Game, Band 2.

Details

Titel: Last Game, Band 2
Originaltitel: Last Game ラストゲーム, Band 2
Mangaka: Shinobu Amano
Erscheinungsjahr: 2011 (JP), 2014 (DE)
Verlag: HAKUSENSHA., Inc
Genre: Romance, Comedy
Preis: 6,95€ (DE), 7,20€ (AT)
Bestellen: [amazon text=Amazon&chan=animey&asin=2889212440]

Last Game, Band 2 © 2011 Shinobu Amano / HAKUSENSHA., Inc.
©2014 VIZ Media Switzerland SA

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