Shonen Jump – Toriko, Kapitel 395

Seit heute ist die 50. Ausgabe der diesjährigen Shonen Jump im japanischen Handel erhältlich. Zu Toriko erscheint das vorletzte Kapitel.

TORIKO © 2016 Mitsutoshi Shimabukuro, Shueisha Inc.

Die Analyse zum vorigen Kapitel findet sich in einem älteren Artikel.

Achtung! Wer weiterlesen möchte, sollte sich der Spoiler im Klaren sein.

Darum geht es diese Woche

Die Welt ist gerettet. Nach den vielen Kämpfen und Opfern gibt es endlich wieder etwas Fröhliches zu feiern: Torikos und Rins Hochzeit im Hotel Gourmet. Über 5000 Gäste aus der Menschen- und Gourmetwelt sind eingeladen, inklusive bekannter Gesichter aus der Welt der Verstorbenen. Natürlich darf bei so einer Festivität das passende Essen nicht fehlen, was von Komatsu und seinen Köchen zubereitet wird. Erstmals kommen die Geladenen in den Genuss von Torikos komplettem Menü. Verfeinert wird dieses mit Speisen, welche Toriko und Komatsu auf ihren vielen Reisen begegnet sind. Da kommen Erinnerungen auf.

Toriko, 395

Es ist bereits bestätigt, dass Toriko nicht in diesem Kapitel, sondern im nächsten endet. Dennoch haben die vorliegenden Seiten etwas von einer Finale-Stimmung. Schließlich ist es geradezu ein Klassiker, wenn ein Shonen-Manga mit der Hochzeit des Protagonisten endet. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich diese Vereinigung immer noch etwas seltsam finde. Natürlich ist längst bekannt, wie sehr Rin Toriko liebt – aber wie sieht es andersherum aus? Vom Delikatessenjäger gab es nie ein Anzeichen von zärtlichen Gefühlen gegenüber Rin. Das erinnert insgesamt ein wenig an die Hochzeit von Son Goku und Chichi am Ende von Dragon Ball.

Kapitel 395 hat Rückblickscharakter, da mit dem Auftragen der verschiedenen Speisen auch Erinnerungen an ihre Beschaffung gezeigt werden. Parallel tauchen damals beteiligte wichtige Personen in den Szenen auf und schwelgen ebenfalls beim Anblick der Lebensmittel in den vergangenen Abenteuern. So gesehen ist das vorletzte Kapitel so etwas wie eine Zusammenfassung der Mangahandlung. Damit erklärt sich auch die Extralänge von 31 Seiten.

Die Atmosphäre ist ausgelassen und fröhlich. Einen traurig-schönen Augenblick mit Midora und Frohze gibt es noch zum Schluss, der das i-Tüpfelchen des Kapitels darstellt. Ich mag das Kapitel nicht nur wegen der kleinen Rückblicke, sondern auch wegen des großen Charakter-Aufgebots. Endlich sieht man alte Gesichter wieder und bekommt noch mal bestätigt, wer denn nun alles noch am Leben und gesund ist. Kleinigkeiten wie Melk II. im Kleid und Störs neuer Haarschnitt bilden liebevolle Details.

Ich war ziemlich unzufrieden mit Mitsutoshi Shimabukuros GOTT-Handlungsbogen und dem Endkampf gegen Akazie/Neo. Alles war viel zu gekürzt präsentiert und zu sehr auf ein Mindestmaß konzentriert, sodass sich die Story überhaupt nicht entfalten konnte. Mit den abschließenden Kapiteln bin ich so weit aber recht glücklich. Wie es aussieht, scheint zumindest der Schluss von Toriko Fans noch gnädig stimmen zu können. Nach dieser Storyhetzerei bin ich dennoch froh, dass der Manga ein Ende findet, auch wenn sein volles Potential leider nicht ausgeschöpft wurde.

Hierzulande startete Toriko im März 2012 bei Kazé Manga. Toriko Band 29 ist am 3. November 2016 erschienen. Für Band 30 muss man sich bis nächstes Jahr, bis zum 12. Januar 2017, gedulden.

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