Sonntags-Anime-Special: beste Anime-Endings

Auf unsere besten Anime-Openings folgen nun konsequenter Weise auch die besten Anime-Endings.

Hier gibt es ebenfalls einige Vertreter, die immer wieder in Top-Listen genannt werden. So stößt man wiederholt auf Death Note, Puella Magi Madoka Magica, Cowboy Bebop oder Psycho-Pass. Allerdings sind die Wiederholungen nicht ganz so penetrant wie bei den Openings.

Wir haben wieder einmal unsere eigene Besten-Liste erstellt, deren Endings euch hoffentlich nicht schon zig mal über den Weg gelaufen sind. Alte und neue Songs. Japanisch, englisch, deutsch. Auch hier können wir euch nicht zu jedem ein passendes Video von einer offiziellen Quelle verlinken, aber wisst ja, wie man Songs im Internet findet. Die Ausschnitte aus den Songtexten markieren unsere Lieblingsstellen. Viel Spaß damit!

HEROES von Brian the Sun – My Hero Academia

HEROES ist die Major-Debüt-Single der jungen japanischen Rockband Brian the Sun und diente der erste Season von My Hero Academia als Abspannlied.

Der Songtext passt perfekt auf das Schicksal des Protagonisten der Serie. So geht es darin um einen Menschen, welcher einen unmöglichen Traum lebt, der zu platzen droht, allerdings dennoch weiterkämpft, um sein Ziel zu erreichen und dadurch Erfahrungen zu sammeln. HEROES dürfte sich sowohl von der Rockmelodie als auch vom Lyrik schnell zum Ohrwurm entwickeln.

“korondatte ii … naitatte ii …
itsuka sono subete ga hana ni naru kara”

(Egal, ob ich verliere … egal, ob ich weine …
jede Erfahrung mag zu einer Blume erblühen!)

Hier ein Trailer mit einer Preview zu dem Song.

Flip Flap Flip Flap von T-MAS feat. Chima – Flip Flappers

Der Song Flip Flap Flip Flap entstand in Zusammenarbeit der 2015 gegründeten Band TO-MAS mit der Indie-Pop Sängerin Chima.

Nach den schrillen und bunten Abenteuern von Cocona und Papika lädt das Outro von Flip Flappers erneut auf eine kleine Märchenreise ein. Die ruhige und melodische Mischung aus Flöte, Violine und der Gesangsstimme gibt der Musik einen surrealen und melancholischen Klang, bei dem man ruhig seine Seele baumeln lassen kann. Wer genau hinlauscht, der kann außerdem kleine klangliche Details entdecken, die dem märchenhaften Ton des Songs den finalen Schliff verpassen.

Der Song hat sich mit seinem „Flip Flap“ einen besonderen Platz in meinem Herzen gelandet. Durch positive Energie, die der Song ausstrahlt möchte man sich einfach entspannten und in eine andere Welt eintauchen. Die kreative Gestaltung der Animation unterstreicht diesen Eindruck dabei erneut visuell.

“odorou! okashi na senritsu o kanadeteru sekai”

(So lass uns tanzen! Gegen die Welt, die diese fremden Töne spielt.)

Gachinko de ikou! von Buono! – Shugo Chara!

Ein Lied von der japanischen Girlgroup Buono!, die in diesem Jahr ihre Aktivitäten einstellen wird und der Anime-Umsetzung zu Peach-Pits Shugo Chara! viele Theme-Songs beisteuerte.

Gachinko de iko! ist ein rockiger Track, in dem die drei Mitglieder der Mädchenunit über positive sowie negative Erfahrungen im Leben singen. Sie vermitteln die Botschaft: Blicke stets nach vorne und meistere die Herausforderung. Sowohl die Melodie als auch der Songstext liegen sehr schnell im Ohr.

“IKU ZO (GO!!) SUSUME (OH!!) GACHINKO DE IKOU!”

(Los geht’s (Go!!) Angriff (Oh!!) Lass uns das ernsthaft austragen!)

Waga rotashi aku no hana von ALI PROJECT – Code Geass R2

Während die meisten Endings eher ruhige Töne anschlagen, drehen die Songs von ALI PROJECT noch einmal so richtig auf. Die Musik mag im ersten Moment sehr verwirrend, schrill und schräg wirken, doch passt gerade dieses Übertriebene perfekt zum nicht mit Pathos geizenden Anime Code Geass.

Auch der Songtext spiegelt das Chaos in der Welt von Code Geass wider: Er erzählt davon, dass Gut und Böse nicht so einfach auseinanderzuhalten sind und dass in jedem von uns ein Dämon schlummert, der zum Blutgemetzel auffordert.

Selbst ohne den Text zu verstehen, kommt die Botschaft des Liedes sehr gut herüber. Wenn man sich erst einmal an den Musikstil von ALI PROJECT gewöhnt hat, kann man das Lied immer wieder hören. Für mich ist Waga rotashi aku no hana daher ein Ending, welches ich immer voll ausspiele und niemals vorspulen würde.
Und jetzt, wo ein neues Code Geass Projekt angekündigt wurde, werde ich diese CD garantiert noch das eine oder andere Mal rauf und runter hören!

“Gokushi no kagi shinjitsu wa ari ya
sagase domo hate mo nashi konton no ori”

(Der Schlüssel zum Gefängnis, ob die Wahrheit existiert?
Auch wenn ich danach suche, der Käfig des Chaos’ hat kein Ende.)

Link zur Hörprobe hier.

Wenn dich das Glück verlässt von Ruth Kirchner – Doremi

Der Song ist das erste Ending der Anime-Serie DoReMi. Im TV wurde er leider immer nur kurz angespielt. Die CD, die in Deutschland erschien, enthielt den Track in vollständiger Länge (erhältlich bei Amazon).

Der Song handelt davon, dass manchmal einfach alles schiefläuft und man überhaupt nichts dafür kann. Er rät einem, trotzdem nicht zu resignieren, denn ein neuer bessere Tag und liebe Menschen erwarten einen. Der Text ist so simpel, aber ich finde ihn zum Heulen schön.

Die Bilder des Outros zeigen Doremi, die im Licht der Abendsonne traurig nach Hause geht. Plötzlich tauchen Seifenblasen auf und Doremi folgt ihnen. Hier wurde der Song stets ausgeblendet. Das japanische Original enthält auch Sophie und Emilie.

“Wenn dich das Glück verlässt,
kannst du es nicht verstehn.
Halte die Hoffnung fest!
Auch das wird vergehn.”

Hanamori no Oka von FictionJunction – Fist of the North Star: The Legend of Toki

Zärtlich melancholisch erklingt der Song Hanamori no Oka der Gruppe FictionJunction am Ende der OVA Fist of the North Star – Chapter 4: Legend of Toki.

Sanft harmonieren Klavier und Violine. Fragile Klänge leiten Hanamori no Oka ein, und Kaori Oda von FictionJunction beginnt mit ihrer einfühlsamen Stimme über eine vergangene Liebe zu singen, deren Erinnerungen bis zum heutigen Tag nachhallen. Der teils japanische, teils englische Text ist gespickt mit schönen Metaphern und einer wohlklingenden Musik. Diese Komposition rundet die ernste und tragische OVA Fist of the North Star – Chapter 4: Legend of Toki perfekt ab. Dort ist das Lied übrigens nicht nur als Ending zu hören, sondern auch als Insert-Song  im Laufe der Handlung.

Der Unterton mag traurig sein, gleichzeitig hat die Melodie von Hanamori no Oka etwas Besänftigendes an sich. Daher eignet sich der Titel für entspannende Momente, um auch mal vom Stress des Alltags runterzukommen.

“Never leave me crying
alone in the dark.
I’ll be there to find you
in silent pain.”

Dear You von Yuzuki – Higurashi No Naku Koro Ni Kaku: Outbreak

Mit Dear You steuert Yuzuki ein liebliches und gleichzeitig opulentes Ending zur OVA Higurashi No Naku Koro Ni Kaku: Outbreak bei.

Im Higurashi no Naku Koro ni-Franchise, basierend auf der gleichnamigen Sound Novel vom Dojin Circle 07th Expansion, gibt es mehrere Songs mit dem Titel Dear You. Das ebenfalls so genannte Ending der Outbreak-OVA besticht durch seinen sanftmütigen Klang, getragen von Yuzukis heller, reinen Stimme. Der traurige Unterton des Stücks ist unüberhörbar und findet sich auch im Text selbst wieder, welcher in der Du-Perspektive geschrieben ist. Der Hörer wird so gesehen direkt angesprochen.

Während anfangs im Hintergrund wehmütig Streicher ihre Bögen zücken und ein Klavier ertönt, schwellt dies später durch weitere Instrumente zu einem kleinen Orchester an. Dear You ist emotional bewegend, versprüht aber gleichzeitig Kraft und Hoffnung.

“Anata wa ima doko de nani wo shite imasu ka?”

(Wo bist du jetzt, was machst du?)

Shiki no Uta von MINMI feat. Nujabes – Samurai Champloo

Shiki No Uta nennt sich das Ending des Anime Meisterwerks Samurai Champloo aus dem Jahre 2004. Die Melodie hierfür komponierte der talentierte Künstler Nujabes, der leider bereits 2010 bei einem Autounfall ums Leben kam. Stimmlich wird der Song von der Sängerin MINMI begleitet.

Das Erfolgskonzept klingt einfach. Man nehme eine japanische Vocal, lege dahinter einen modernen Hip-Hop Beat, nehme eine Prise Jazz dazu, vermische das Ganze zu einem Song und man hat Shiki no Uta. Diese besondere Kombination macht das Ending zu etwas einzigartigem, das seinesgleichen sucht. Dabei spiegelt der Song perfekt den Anime wieder, die zwei gegensätzlichen Protagonisten zwischen Tradition und Moderne. Der ruhige und gelassene Beat wird dabei von der hohen und melodischen Stimme begleitet, während das Saxofon den Song musikalisch abrundet. Der Text spiegelt diese Stimmung, den Beginn einer Reise, das Verstreichen der Zeit auf der Suche nach etwas Verlorenem wieder.

Der Track hat in mir ein wahres Gefühlschaos aufgelöst. Einerseits strahlt die Musik Ruhe aus, auf der anderen Seite bleibt er jedoch, dieser eine Wunsch, der Wunsch der Vollendung des Ziels seiner Reise, auch wenn es noch so unerreichbar scheint.

“mata yo ga akereba owakare
yume wa tooki maboroshi ni”

(Wenn die Dämmerung wieder anbricht, nehmen wir Abschied.
Unsere Träume werden zu entfernten Phantomen.)

Zenryoku Shounen von Sukumi Switch – ALL OUT!!

Zenryoku Shounen von Sukima Switch ist das Ending des 2016 erschienenen Rugby-Animes ALL OUT!!. Wer jetzt denkt, dass es sich dabei um einen brandneuen Song handelt, der hat weit gefehlt. Der Song erschien bereits 2005 und wurde eigens für den Anime noch einmal neu aufgelegt.

Doch nicht nur bei ALL OUT!! findet Zenryoku Shounen seine Verwendung: 2007 erschien eine gekürzte Version für das Nintendo DS Rhythmus-Game Moero! Nekketsu Rhythm Damashii! Osu! Tatakae! Ouendan 2, in dem man als männlicher Cheerleader unmotivierten Menschen durch Tippen und Ziehen mit dem DS-Stylus auf dem Bildschirm neue Energie einflößt, damit sie ihre kleinen und großen Probleme bewältigen können. Gerade mit diesem Spiel verbinde ich besondere Erinnerungen: Abende, an denen ich gemeinsam mit meinen Freunden im Multiplayer gespielt habe oder sämtliche vier Schwierigkeitsstufen bis zum Geht-Nicht-Mehr (aka: Beschädigung des Touchscreens) ausreizen musste.

Dass Zenryoku Shounen 2016 noch einmal für ALL OUT!! remixt wurde, bringt für mich diese schöne Zeit zurück.

“Tsumiageta mono bukkowashite Minitsuketa mono topparatte”

(Reiß all den angestauten Frust ein und wisch alles weg, was dich herunterzieht.)

Yasashii Yoake von See-Saw – .hack//SIGN

Trommeln und Flöten sind die vorherrschenden Instrumente im Ending-Song Yasashii Yoake des Animes .hack//SIGN, welcher von See-Saw performt wird.

Die Melodie von Yasashii Yoake, welche so trügerisch ruhig wehklagend beginnt, schlägt kurz darauf einen anderen Rhythmus an und wechselt ihr Klanggewand. Die kräftige Melodie mit ihren dominanten Trommelschlägen und fließenden Flötenrufen wirkt wie der Aufbruch zu einer langen, beschwerlichen Reise. Tatsächlich wird auch im Inhalt von Yasashii Yoake von der Suche nach der Ewigkeit und von Träumen gesungen. Im Vordergrund bleibt dieses Ending aber vor allem ein Liebeslied.

Yasashii Yoake erlangt mit seiner eindringlichen Komposition Ohrwurm-Charakter und lädt beim Zuhören schnell zum Träumen ein.

“ichigatsu no aoi tsuki doko made ochite yuku”

(Blasser Januar-Mond, wie weit wirst du sinken?)

Days of Dash von Konomi Suzuki – Sakurasou no Pet na Kanojo

Days of Dash von Konomi Suzuki ist das erste Ending des RomCom Anime Sakurasou no Pet na Kanojo.

Mit einem leicht romantischen Touch vermittelt das Lied einem auf positive Art und Weise, stets seinen Weg zu gehen und niemals aufzugeben. Wer den Anime gesehen hat sollte auch schnell die vielen Parallelen zu der Story erkennen. Wenn man dieses Lied hört empfindet man stets ein Gefühl der Freude, egal wie man im Moment drauf ist. Und nebenbei erwähnt ist es noch einer meiner persönlichen Favoriten bei dem Rhythmus-Spiel Osu.

“EYES to EYES
kotoba iranai sekai
kimi to boku no sekai ima ga hajimatta no darou
wakarikaketeru”

(Eyes to Eyes.
Jetzt beginnt unsere Welt.
Eine Welt, wo Wörter keine Rolle spielen.
Ich fange an zu verstehen.)

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