Sonntags-Anime-Special: Top 10 kuriose Nachbarn und Mitbewohner

Habt ihr auch kuriose Nachbarn oder Mitbewohner, die euren Alltag etwas ungewöhnlicher machen? Unsere Anime-Helden können davon ein Lied singen. Was wäre so manch ein stinknormaler Protagonist ohne verrückte Nachbarn und lästige Mitbewohner, die die Story mit ihren Marotten ein wenig aufmischen?

Seltsame Nachbarn und Mitbewohner sind manchmal die tollsten Charaktere, vor allem wenn sie das Leben ihrer Mitmenschen (besser noch als jeder Bösewicht) zur Hölle machen. Ohne sie könnte alles so einfach und unkompliziert sein. Was macht viele von ihnen so furchteinflößend?

Der Schrecken dieser Personen besteht häufig darin, dass sie einen in peinliche/unangenehme Situationen verwickeln und durch die Wohnortnähe die Privat- und Intimsphäre bedrohen. Klar gibt es auch die hilfsbereiten, verlässlichen Nachbarn/Mitbewohner, aber die bleiben uns nicht so eindringlich im Gedächtnis wie Spanner, Parasiten, lästige Bälger, Messis, Klatschweiber etc. pp.

Doch nicht alle seltsamen Mitmenschen greifen in die Privatsphäre anderer ein. Einige von ihnen sind einfach nur verwunderlich, ganz ohne dass sie Schaden anrichten … Die Redakteure präsentieren ihre kunterbunte Auswahl an kuriosen Anime-Nachbarn und -Mitbewohnern, die den jeweiligen Anime erst recht spannend machen.

Die nachfolgenden Titelvorstellungen enthalten Spoiler. Wer die Anime noch nicht gesehen hat und sich noch überraschen lassen will, sollte die jeweiligen Beiträge nicht lesen.

Maison Ikkoku
maison ikkoku 5 französische Ausgabe
Maison Ikkoku © 1997 Rumiko Takahashi/Shougakukan Inc.

Egmont Manga brachte von 2003 bis 2004 Rumiko Takahashis Comedy-Slice-of-Life-Manga Maison Ikkoku in zehn Bänden nach Deutschland. Die Anime-Adaption gibt es hierzulande nicht. Die Serie lebt im Prinzip von ihren kuriosen Nachbarn.

Yusaku hat die Schnauze voll. Als Schulabgänger ohne bestandene Uniprüfung muss er eigentlich tagein tagaus für seine zweite Chance büffeln. Doch die Nachbarn im Maison Ikkoku (“Haus Ikkoku”) machen ihm das Lernen unmöglich, führen ihm immer wieder sein Loser-Dasein vor Augen und bringen ihn in peinliche Situationen.

Da wäre der dreiste, geheimnisvolle Herr Yotsuya, der eigentlich äußerlich wie ein anständiger Geschäftsmann wirkt. Allerdings fällt er immerzu in Yusakus Apartment ein, um durch ein Loch zum nächsten Apartment der sexy Nachbarin Akemi zu spannen.

Diese ist zwar von dem voyeuristischen Verhalten reichlich genervt, lässt es sich aber trotzdem nicht nehmen, zu Hause in knappen Negligés rumzulaufen. Die schahmlose Barkellnerin ist häufig betrunken und zieht Yusaku u. a. mit seiner Erfolglosigkeit auf.

Ihre Saufkumpanin im Maison Ikkoku ist die Klatschtante Frau Ichinose. Auch sie trinkt gern einen über den Durst, tänzelt dann betrunken durchs Zimmer und bringt damit ihren kleinen Sohn Kentaro zum Fremdschähmen.

Der kleine Bengel wiederum will die neue wunderschöne Hausmeisterin Kyoko heiraten und versucht deshalb seinen Liebesrivalen Yusaku auszustechen.

Die Hausmeisterin, hach … sie ist Yusakus einziger Grund, weshalb er dem Chaoten-Haus letztendlich doch nicht den Rücken kehrt. Missverständnisse, Klatsch und Tratsch und menschliche Marotten sorgen für den Fun-Faktor der Serie, die über viele Umwege davon handelt, wie Yusaku und Kyoko zueinanderfinden.

Heimliche Blicke
Heimliche Blicke 3
Nozoki Ana © 2010 by Wako Honna/Shougakukan Inc.

Der 13-bändige Manga Heimliche Blicke ist Wakoh Honnas erste Serie, die in Deutschland erschien. Kazé verlegte den Manga über die voyeuristische Beziehung zweier Studentenkollegen hierzulande. Der Publisher hat sich auch die Rechte an der OVA gesichert und plante zuletzt eine Veröffentlichung für Herbst/Winter 2016/2017.

Emiru Ikuno. Diese Nachbarin wirkt eigentlich so unschuldig, ist aber überaus voyeuristisch und exhibitionistisch veranlagt. Ihren unmittelbaren Nachbarn, den Studenten Tatsuhiko, erpresst sie kurz nach dessen Einzug mit einem Foto. Ihre Spielregeln: Keiner bekommt das Foto zu sehen, wenn sich die beiden von nun an zu abgesprochenen Wochentagen gegenseitig durch das kleine Voyeurloch (übrgens die Bedeutung des japanischen Originaltitels Nozoki Ana) “beobachten”.

Tatsuhiko ist zwar kein Kind von Traurigkeit und riskiert auch mal einen heimlichen Blick, aber die Situation ist ihm doch reichlich unangenehm. Zumal auch seine Sexpartnerinnen, die er mit nach Hause bringt, unwissentlich in Emirus Spielchen hineingezogen werden. Zwar lernt Tatsuhiko seine Kunst-Kommilitonin allmählich auch von ihrer verletzlichen Seite kennen, dennoch überrascht sie ihn immer wieder aufs Neue mit ihrer schahmlosen, berechnenden Art.

Der Zuschauer/Leser, der ebenfalls zum Voyeur wird, hat seinen Spaß an Tatsuhikos “misslicher Lage”. Er nimmt Emiru als unentbehrliche Seme-Hauptcharakterin wahr, die für die nötige Spannung in der Story sorgt.

Barakamon
Barakamon Anime
© Satsuki Yoshino / Square Enix

Die Anime-Adaption Barakamon basiert auf dem gleichnamigen Manga von Satsuki Yoshinos und lief 2014 im japanischen TV. Für das deutsche Publikum stellt Crunchyroll die lustige Slice-of-Life-Serie bereit. Unsere Rezension könnt ihr hier lesen.

Den erfolgreichen Kalligraphie-Künstler Seishū Handa verschlägt es in die ländliche Idylle der Goto-Inseln. Sein Vater schickte ihn dorthin, um sich in Demut zu üben und sich einen eigenen Stil anzueignen, nachdem Seishu gegenüber einem kritischen Kurator handgreiflich geworden war. Seine Kalligraphie sei zu konservativ und wie aus dem Lehrbuch.

Die Kritik bestätigt sich ziemlich schnell durch die kleine Dorfgöre Naru Kotoishi. Das Mädchen ist eines von Seishus Nachbarskindern auf den Inseln und ein ziemlich lästiges Balg. Es hat das Haus von Seishu als Versteck auserkoren und spielt nun mit anderen Mädchen dort, wann und so oft sie wollen. An ernsthaftes Arbeiten ist für den Künstler aus der Stadt somit natürlich nicht zu denken. Wie oft er die ungebetenen Gäste auch vor die Tür setzt, schleichen sich diese im nächsten Moment immer wieder ins Haus ein. Generell ist Seishu verwundert über das ungezwungene, teilweise aufdringliche, aber auch hilfsbereite Verhalten der dörfischen Nachbarn.

Und ausgerechnet der nervige Dorf-Frechdachs ist es, der ihm nun hilft, aus dem konservativen Zeichenstil auszubrechen. Naru führt Seishu vor Augen, dass jeder Grundschüler wie er schreiben kann, wenn er sich strikt an die perfekte Schrift aus den Lehrbüchern hält. Perfekt, schön, aber langweilig und nichts besonderes.

Ein Brief an Momo
© 2011 Ein Brief an Momo Produktionsausschuss

Der Spielfilm Ein Brief an Momo stammt aus dem Jahr 2011 und wurde von Universum Anime 2014 nach Deutschland geholt. Das besondere hier sind wohl die drei koboldartigen Yokai, die Momos Leben im neuen Zuhause gründlich auf den Kopf stellen. Zu unserer Rezension geht’s hier lang.

Die 11-jährige Momo zieht nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter von Tokyo in die Kleinstadt der Insel Shio. Das Mädchen fühlt sich dort jedoch überhaupt nicht wohl und denkt immerzu nur an den unvollendeten Brief ihres Vaters, der mit den Worten “Liebe Momo” beginnt.

Schließlich entdeckt Momo auf dem Dachboden ein altes Buch ihres Vaters über Kobolde und Yokai. Drei von diesen fratzenhaften Gestalten erscheinen ihr bald darauf, nisten sich im Haus ein und bringen von da an mächtig Unruhe in den Alltag des Mädchens. Zu ihrem Unglück ist außerdem Momo die einzige, die die drei Yokai sehen und somit auch mit ihnen sprechen kann. Iwa, Kawa und Mame sollen eigentlich die Familie von Momo beschützen, machen jedoch nur Ärger, plündern Vorratskammern sowie Plantagen der Inselbewohner – was irgendwann das arme Mädchen vor seiner Mutter in Erklärungsnot bringt. Alles lässt sich Momo aber nicht gefallen. Irgendwann freundet sie sich allerdings mit dem Trio an und hat seit Langem mal wieder ausgiebig Spaß.

Als die Mutter von Momo jedoch einen schlimmen Asthma-Anfall bekommt und in Lebensgefahr schwebt, müssen sich die Familienschutzgeister endlich ihrer Aufgabe besinnen und Ernsthaftigkeit beweisen.

Kuragehime
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Kuragehime/Princess Jellyfish

Besser als EIN merkwürdiger Mitbewohner ist eine komplette WG voll kurioser Gestalten. Kuragehime (Princess Jellyfish) bietet dafür das perfekte Setting.

Die 18-jährige Tsukimi lebt in der Tokyoter Wohngemeinschaft Amamizukan und träumt davon, Illustratorin zu werden. Tsukimi liebt Quallen und lernt über diese den Crossdresser Kuranosuke kennen. Der Sohn aus politischem Hause findet schnell Gefallen an den merkwürdigen Frauen in Amamizukan, die sich vor modischen Personen fürchten und ein Männerverbot über das Wohngebäude verhängt haben. Doch Sanierungsmaßnahmen sehen vor, das Zuhause der Bewohnerinnen in ein Hotel umzuwandeln. Kuranosuke möchte das Unglück mit Tsukimi und Co. verhindern.

Die elf Episoden lange Anime-Serie von Brain’s Base basiert auf der gleichnamigen 16-bändigen Manga-Reihe von Akiko Higashimura. Auch wenn in der Animation nicht die komplette Handlung der Vorlage Platz findet, bleibt dennoch das Charakterdesign der Amamizukan-Frauen erhalten. Sie sind alle NEETs, größtenteils bereits in ihren 30ern. Abgekapselt von der Gesellschaft, fürchten sich die Bewohnerinnen davor, von anderen Menschen gesehen zu werden, speziell von modischen Personen. Dann verfallen sie nämlich vor Schreck in eine Schockstarre.

Neben diesen gemeinsamen Eigenschaften besitzt jede der Amars, wie sie sich selbst nennen, eigene, sehr persönliche Vorlieben, die in der Gesellschaft nicht gerade von vielen Menschen geteilt werden. Wie bereits erwähnt, liebt Tsukimi Quallen. Die Amamizukan-Leiterin Chieko sammelt Kimonos und traditionelle japanische Puppen. Mayaya ist besessen von Die Chroniken der Drei Reiche und macht andauernd Referenzen zu darin festgehaltenen Ereignissen. Dagegen wirkt Banbas Begeisterung von Zügen eher harmlos. Zuletzt wäre da noch Mauerblümchen Jiji, die sich von alten Männern angezogen fühlt. Im Haus lebt auch Yaoi-Mangaka Mejiro, welche ihr Gesicht jedoch nie zeigt. Stattdessen barrikadiert sie sich in ihr Zimmer und kommuniziert mittels Zettel unter der Tür mit den anderen Bewohnerinnen.

Arrietty – Die wundersame Welt der Borger
Universum Film

Sind sie Nachbarn oder Mitbewohner? Schwer zu sagen, denn die eigentlichen Bewohner in Arrietty – Die wundersame Welt der Borger wissen nichts von ihrer Existenz.

Der zwölfjährige herzkranke Junge Sho zieht ins Kindheitshaus seiner Mutter. Ungeahnt lebt dort eine dreiköpfige Familie sogenannter Borger – kleine Wesen, die sich nachts durchs Haus schleichen und Dinge “borgen”. Borger dürfen sich von Menschen nicht sehen lassen, um nicht ihre Existenz aufs Spiel zu setzen. Darum nehmen sie auch nur solche Dinge, deren Fehlen nicht auffällt. Doch das Borger-Mädchen Arrietty wird von Sho bemerkt, der daraufhin versucht, Kontakt zu den kuriosen Wesen aufzunehmen.

Arrietty – Die wundersame Welt der Borger ist ein Anime-Film des berühmten Studios Ghibli, der 2010 unter der Regie von Hiromasa Yonebayashi nach der Erzählung Die Borger (1952) von Mary Norton entstand. Seit 2011 liegt der Film hierzulande in deutscher Sprachausgabe bei Universum Anime auf DVD sowie Blu-ray vor.

Die besten Mitbewohner sind oftmals diejenigen, von denen man nichts mitbekommt. Auch wenn man die Borger in Arrietty durchaus als Schmarotzer und Diebe bezeichnen könnte. Borgen ist jedenfalls etwas anderes. Dafür sind die kleinen Wesen genügsam und nehmen keinen Platz weg, weil sie es sich in den Zwischenräumen der Wände und Böden heimelig machen. Aufgrund der unterschiedlichen Körpergrößen werden zudem Gegenstände von Menschen in den Händen der Borger gern umfunktioniert. Aus einer Stecknadel wird da schon mal schnell ein Degen. So klein das Reich der Borger auch verglichen mit der Menschenwelt ist, es hält umso fantastischere Momente bereit.

Natsume’s Book of Friends
© Yuki Midorikawa, Hakusensha / Natsume Yujin-Cho Production Committee
© Yuki Midorikawa, Hakusensha / Natsume Yujin-Cho Production Committee

Ein Leibwächter, der einen vor bösen Dämonen beschützt, ist klasse. Aber es ist blöd, wenn dieser einem gleichzeitig nach dem Leben trachtet. Takashi Natsume in Natsume’s Book of Friends weiß, Nyanko-sensei in Schach zu halten.

Takashi Natsume hat die besondere Gabe, übernatürliche Wesen aller Art zu sehen. Diese Fähigkeit besaß einst schon seine Großmutter Reiko, von der Takashi einen wichtigen Gegenstand vererbt bekommen hat, nämlich das Buch der Freunde. Darin stehen Namen von Yokai, über die Reiko Macht gewonnen hat. Diese und andere Dämonen haben es nach ihrem Tod nun auf Takashi abgesehen, so etwa auch der zufällig befreite Inugami Madara. Die beiden können jedoch einen Handel abschließen. Takashi möchte jedem Dämon seinen Namen zurückgeben. Madara, der wegen seiner Alltagsgestalt als Glückskatze Nyanko-sensei getauft wird, nimmt die Rolle seines Leibwächters ein. Sollte Takashi jedoch bei seiner Aufgabe scheitern und sterben, erhält Nyanko-sensei das Buch der Freunde.

Nach außen sieht es in Natsume’s Book of Friends so aus, als hätte sich Schüler Takashi Natsume eine kleine, süße – wenn auch ziemlich pummelige – Katze als Haustier zugelegt, die nun beim elternlosen Jungen lebt. Nyanko-sensei, wenn auch in Wahrheit ein Inugami, macht trotz Proteste seiner Gestalt als Glückskatze alle Ehre und spielt gerne mit Katzenspielzeug. In der Geschichte gibt sich Nyanko-sensei sehr zwiegespalten, was Takashi betrifft. Einerseits beschützt er ihn und lebt mit ihm zusammen, doch andererseits möchte der Dämon natürlich gerne das Buch der Freunde haben und beschwert sich stets, wenn Namen daraus verschwinden und es damit Macht verliert. Deswegen kommt es auch schon mal zu kleinen Streitigkeiten zwischen Takashi und Nyanko-sensei. Doch mit der Zeit lernt der Dämon ungewollt, den Menschen immer mehr zu mögen.

Natsume’s Book of Friends basiert auf der Manga-Serie Natsume Yuujinchou von Yuki Midorikawa, die seit 2005 bei Hakusensha erscheint. Hierzulande veröffentlicht EMA die Reihe unter dem Titel Pakt der Yokai.

Reborn!
© AKIRA AMANO/SHUEISHA, TV TOKYO, REBORN! PRODUCTION COMMITTEE

Der private Hauslehrer Reborn bildet dich im Austausch gegen Kost und Logis zum nächsten Mafiaboss aus! Der Haken? Reborn!-Protagonist Tsunayoshi (kurz Tsuna) will gar nicht ins Mafiageschäft einsteigen.

Tsunayoshi Sawada führt ein normales Leben als Schüler, auch wenn er nicht sehr beliebt ist und deswegen kaum Selbstbewusstsein besitzt. Da Tsuna jedoch wieder einmal einen miserablen Mathe-Test nach Hause bringt, beschließt seine Mutter, den vermeintlichen Privatlehrer Reborn zu engagieren. Nur doof, dass dieser nicht nur wortwörtlich wie ein Baby aussieht, sondern in Wahrheit ein Auftragsmörder mit Ziel Tsuna ist. Dieser soll nämlich das nächste Oberhaupt der Vongola-Mafiafamilie werden. Reborns Aufgabe ist es, Tsuna unter seine Fittiche zu nehmen und auszubilden.

Reborns Äußeres täuscht über den Charakter hinweg. Er sieht aus wie ein Baby und wirkt mit seinem überdimensionalen Kopf und dem im Vergleich dazu winzigen Körper im Anzug unglaublich niedlich. Aber der kleine Kerl ist ein Killer und fasst selbst seinen eigenen Schützling Tsuna alles andere als mit Samthandschuhen an. Zu allem Überfluss nistet Reborn sich in Tsunas Zuhause ein und schläft auch noch in seinem Zimmer. Da hat Tsuna den perfekten Zimmergenossen gefunden. Wer träumt nicht von einem Mitbewohner, der einen gegen den eigenen Willen zu einem Mafiaboss erziehen möchte und in allerlei Gefahrensituationen bringt? Kopfschuss inklusive!

Der Anime basiert auf dem gleichnamigen Manga von Akira Amano, der 2004 bis 2012 bei Shueisha erschien und in 42 Bänden abgeschlossen ist. Hierzulande liegt die Manga-Reihe komplett bei Tokyopop vor.

Little Busters!
Little Busters Anime
© VisualArt’s/Key/Team Little Busters!

Am 27. Juli 2007 erschien in Japan eine Visual Novel mit dem Titel Little Busters! aus dem Hause Visual Arts Key, welche später für einige Manga-Adaptionen, zwei Anime-Staffeln sowie zwei OVAs gesorgt hat. Nach Deutschland hat es das Anime-Drama bisher leider noch nicht geschafft, doch dank Masato Inohara bringt es die Serie zumindest in unsere Liste.

Die Story dreht sich rund um eine Gruppe von Schülern, welche sich selbst die Little Busters nennen. Ursprünglich wurde diese bloß gegründet, um Rikki Naoe, dem Protagonisten, in seinen jungen Jahren über den Verlust beider Elternteile hinweg zu helfen. Doch nun in der Oberstufe schließt sich die Truppe erneut zusammen, um ein Baseball-Team zu gründen. Aber was wäre das für ein Key-Anime, wenn das schon alles wäre? Denn laut dem Gründer und Anführer der Little Busters Kyousuke Natsume gibt es eine verborgene Welt, von der niemand etwas weiß. Immer wieder verschwindet das älteste Mitglied der Gruppe für längere Zeit und niemand ahnt, was eigentlich in Wirklichkeit an der Schule geschieht.

Nun aber zu unserem kuriosen Mitbewohner Masato Inohara. Das Gründungsmitglied der Little Busters ist schon, seit er ein kleines Kind war, mit dem Protagonisten Rikki befreundet und teilt seit der Oberstufe ein gemeinsames Zimmer im Jungen-Wohnheim mit eben diesem. Als Kraftsport-Fanatiker sind seine Muskeln sein Hauptgesprächsthema. In beinahe jeder Szene, in der Masato einen Auftritt hat, wird der Junge beim Training gezeigt. Seine Muskeln werden ohne Unterbrechung gestählt und zu jeder möglichen Gelegenheit präsentiert.

Wenn der Junge gerade nicht beim Training ist, versorgt er seinen Körper mit Essen, denn für den Muskelaufbau ist die richtige Ernährung äußerst wichtig. Die aufgenommenen Nährstoffe meiden dafür offenbar einen Teil seines Körpers konsequent, nämlich sein Gehirn: Masato ist einfach nicht der Hellste, lässt sich leicht übers Ohr hauen und missversteht in schöner Regelmäßigkeit, worum es eigentlich geht. Da er zudem sein Herz auf der Zunge trägt, quasselt er häufig Blödsinn, womit dann auch gleich jeder weiß, dass er mal wieder nichts kapiert hat.

Sankarea
Sankarea Anime
© MITSURU HATTORI KODANSHA/Sankarea Produktionsausschuss

Sankarea erschien im Frühling 2012 in Japan. Der Anime aus dem Studio Deen handelt von Chihiro Furuya, einem Zombie-Fanatiker, und Sanka Rea, der Tochter eines reichen Unternehmers sowie Eigentümers der Sanka-Hochschule.

Chihiro sammelt alle Figuren, schaut sich jeden Film an und spielt jedes Spiel – hauptsache, es hat mit den “lebenden Toten” zu tun. Außerdem ist er nur an Zombie-Mädchen interessiert. Als seine Katze stirbt, beginnt Chihiro mit dem Versuch, sie von den Toten wiederauferstehen zu lassen, indem er ein antikes Buch benutzt, das er im Tempel seiner Familie gefunden hat. Rea hingegen ist eine von ihrem Vater unterdrückte Musterschülerin. Aber was wird geschehen, wenn ihre Schicksale durch den Wunsch und die Überwindung des Todes untrennbar miteinander verwoben werden?

In diese Liste schafft es der Anime wegen dem etwas kuriosen Wohnverhältnis der beiden Protagonisten. Denn seit Rea durch einen Unfall gestorben und kurz darauf dank Chihiros Elixier wieder zum Leben erweckt wurde, wohnt das Zombie-Mädchen gemeinsam mit dem Jungen im Tempel der Furuya-Familie und muss ihr Untoten-Dasein vor der Öffentlichkeit geheim halten. Für Chihiro erfüllt sich dadurch zwar ein Lebenstraum, da die zunächst unmöglich erscheinende Chance auf eine Zombie-Freundin plötzlich real wird – doch zu welchem Preis?

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