Sonntags-Anime-Special: Top 15 epische Kampf-Szenen und Showdowns

Heute präsentieren wir euch unsere 15 Favoriten der erinnerungswürdigsten Kämpfe in Anime. Das war ein ziemlicher Akt, denn was zählt nicht alles unter Kampf!?

Bei diesem Thema fiel es uns sichtlich schwer, uns kurz zu fassen. Denn man fiebert ja doch mit jedem Moment mit. Außerdem dauern manche Kämpfe unheimlich lange und beinhalten mehrere Level-ups oder Wendungen. Andere Fights dagegen sind lachhaft kurz. Auch bedeutet ein Kräftemessen nicht immer nur Waffen-, Muskel-, Monster- oder Magiepower. Duellieren kann man sich schließlich auch in anderen Disziplinen (Kochen, Kartenspiele) und auf geistiger Ebene. Und nicht zuletzt spielen die Motive der kämpfenden Parteien ebenfalls immer eine wichtige Rolle.

Aber jetzt genug Vorgeplänkel. Das sind unsere liebsten Kämpfe. Schreibt uns, welche ihr besonders unvergesslich findet!

Die nachfolgenden Beiträge enthalten teilweise ausführliche Beschreibungen zu Kampf-Verläufen und enthalten somit Spoiler. Wer die Anime noch nicht kennt und sich den Ausgang nicht vorwegnehmen lassen möchte, sollte die jeweiligen Beiträge nicht lesen.

Ranma vs. Happosai – Ranma 1/2
Ranma 1/2 Anime
© Rumiko Takahashi/Shogakukan, Inc.

Ranma und Happosai, der alte Meister seines Vaters, bestreiten viele Kämpfe in der Comedy-Serie Ranma 1/2. Doch keiner war so erinnerungswürdig wie dieser.

Nachdem der alte Lustmolch Happosai Ranma mit einer Moxa sämtliche Kräfte raubt, ist der taffe Karatekämpfer schwach wie ein Baby – nein, vermutlich noch schwächer. Das nutzen alle seine Feinde natürlich prompt schamlos aus. Doch es gibt einen Weg, seine Kräfte wiederzubekommen, und zwar eine Karte, auf der die Abwehrpunkte des menschlichen Körpers eingezeichnet sind. Wie es der Zufall will, befindet sich diese natürlich im Besitz des Tatergreises. Doch keiner schafft es, ihm die Karte abzunehmen.

Erst mit der “Technik des Himmeldrachens” hat Ranma wieder eine reelle Chance. Während er einen kühlen Kopf bewahrt und auf dem Kampffeld eine Spirale vollzieht, muss er die Raserei seines Angreifers schüren und permanent ausweichen. Das heißt, dass er als passiver Kämpfer die Kampfaura des Gegners für seine Technik ausnutzt. In der Hitze des Gefechts steigt schließlich der Drache als Wirbelsturm zum Himmel empor und fegt den Angreifer weg.

Dummerweise kennt Happosai die Technik bereits und lässt sich deshalb zunächst nicht so leicht in Rage bringen. Somit greift Ranma reichlich verzweifelt zu allen Mitteln und ködert den Unterwäsche-Fetischisten mit sexy Fotos von sich. Der Plan gelingt und Ranma entfacht einen Tornado auf dem Schulhof.

Jedoch gerät seine Verlobte Akane in den Sturm bei dem Versuch, Happosai die Karte abzunehmen. Ranma muss sich entscheiden, ob er der Karte nachjagt oder die bewusstlose Akane rettet. Hach <3 ein perfekter Kampf!

Touma vs. Accelerator – To Aru Kagaku no Railgun S

Kamijou Touma, Level 0, stellt sich dem stärksten Level 5 Esper Accelerator in einem Kampf, um das Versprechen, welches er seiner Freundin Misaka Mikoto gegeben hat, einzuhalten.

To Aru Kagaku no Railgun S
© Motoy Fuyukawa, J.C. Staff / “To Aru Kagaku no Railgun S” Produktionsausschuss

In diesem finalen Kampf des Story-Arcs setzt Touma sein Leben aufs Spiel, um dem unaufhörlichen Abschlachten von Misakas Klonen durch den Accelerator sowie dem Wahnsinn des illegalen Klonens ein Ende zu setzen. Während sich Touma nur auf seine Körperkraft und die Fähigkeit, mit seinem rechten Arm Esper-Kräfte zu neutralisieren, verlassen kann, stehen seinem Gegner, welcher die Veränderung der Vektoren beherrscht, unzählige Möglichkeiten zur Verfügung Touma auszuschalten.

 

Dieser Kampf bietet langanhaltende Spannung und ist durch die Kreativität im Kampf und die gelungene Animation ein echter Hingucker geworden.

Shichika Yasuri vs. Emonzaemon Souda – Katanagatari
Katanagatari
© Ishin Nishio , Kodansha / “Katanagatari” Produktionsausschuss

Der Kampf Shichika Yasuri gegen Emonzaemon Souda stellt den krönenden Abschluss des Anime Katanagatari dar.

Nachdem die Suche nach Shikizakis zwölf Meisterschwertern abrupt geendet hat, sucht Shichika das Anwesen des Shogun Yanari auf. Dort befindet sich der Shogun auf der obersten Ebene eines Turms, geschützt durch auf den unteren Ebenen verteilte Kämpfer, die jeweils eines der Meisterschwerter tragen. Auf der zwölften Ebene trifft Shichika dann auf Emonzaemon mit dem Entō Jū. Auch wenn Shichika vorhat hier zu sterben, schenkt er seinem Gegner nichts und kämpft gegen diesen mit allem, was er hat.

Was folgt, ist ein rasanter Kampf auf Leben und Tod, der die Umgebung in ein einziges blutverschmiertes Schlachtfeld verwandelt. Hier sieht man zum ersten Mal die wahre Stärke Shichikas, da dieser nicht mehr an Togames Regeln gebunden ist. Es ist auch der erste Kampf, den er nur um seiner selbst Willen führt. Ein fesselndes Duell, das zudem das fantastische Ende des Anime darstellt.

Mob vs. Teru – Mob Psycho 100
Mob Psycho 100
© 2016 ONE, Shogakukan / “Mob Psycho 100” Production Committee

In Mob Psycho 100 geht es in den Kampfsequenzen echt heiß zur Sache.

Jede noch so kleine Actionszene wird hier im Gegensatz zum gewöhnungsbedürftigen Zeichenstil des Mangaka ONE in grandiosen und vor allem flüssigen Szenen festgehalten. Einer der größten Kämpfe in dem Anime war bisher der zwischen Mob und Teru, als die Essig-Schule einen Streit mit der Salz-Schule anfängt.

Eigentlich sollte es nur eine Anfeindung zwischen zwei Gangs der jeweiligen Schulen werden, doch als Teru Onigawara und seine Kollegen spielend leicht schlägt, gerät Mob mitten in das Geschehen. Er wird entführt und als Druckmittel genutzt, um den Körper-Training-Club gegen die Essig-Schule aufzuhetzen. Als Teru aber auch hier alle mit Leichtigkeit zu Boden bringt, versucht Mob ihm zu erklären, dass es nicht richtig sei, mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten gegen normale Menschen anzutreten.

Teru macht den großen Fehler und fordert Mob zu einem Kampf mit psychischen Kräften heraus. Zunächst scheint Mob haushoch unterlegen, doch schnell wird klar, dass er seine Fähigkeiten nur unterdrückt und diese nicht gegen Menschen einsetzen möchte. Schließlich geschieht irgendwann das zu erwartende: Mob wird ohnmächtig und sein Unterbewusstsein übernimmt die Selbstverteidigung. Bei 100 % angelangt, spaltet der Junge das Schulgebäude und schleudert die Trümmer mitsamt Teru kilometerhoch in den Himmel.

Saitama vs Boros – One-Punch Man
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One Punch Man © ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

Auch One-Punch Man ist ein Werk des Mangaka ONE und überzeugt zwar nicht mit herausragender Qualität des Zeichenstils, dafür aber mit unglaublich gut in Szene gesetzten Kämpfen.

Das Animationsstudio spielt hier mit interessanter Kameraführung, Lichteffekten, Zeitlupen und so ziemlich jedem modernen Trick, mit dem man Kämpfe gut präsentieren kann. Der Kampf zwischen Saitama und Boros ist der große Höhepunkt in der zwölften Episode des Anime. Boros taucht das erste Mal in einem Raumschiff in A-City auf und kontrolliert eine seltsame Gruppe von Alien-Invasoren. Als Saitama den Angriff der Außerirdischen mitbekommt, stürmt er schnurstracks los und schaltet mit einem einfachen Schlag Gloryverse und Geluganshp, die beiden Generäle des Feindes, aus.

Als der übermächtige Held schließlich von Angesicht zu Angesicht dem Anführer der feindlichen Truppe, Boros selbst, gegenübersteht, erfährt Saitama den Grund für den Angriff. Eine Prophezeiung sagte dem Alien, dass er hier auf einen würdigen Gegner treffen würde, nach welchem der intergalaktische Bösewicht schon seit Jahren sucht. Genervt schlägt Saitama Boros und erklärt ihm, dass es eine schlechte Idee war A-City wegen einer so blöden Vorhersage anzugreifen.

Gegen die Erwartungen der Zuschauer und Saitama selbst steckt Boros den ersten Schlag des Helden weg, auch wenn dabei seine Rüstung zerstört wurde. Es kommt zu einem heftigen Kampf. Mit geheimen Fähigkeiten und der Trumpfkarte, dem sogenannten Meteoric Burst, versucht Boros den Erdling auszuschalten, doch selbst ein Ausflug zum Mond und wieder zurück lassen Saitama nicht in die Knie gehen.

Kenshiro vs. Raoh – Fist of the North Star
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© Buronson&Tetsuo Hara/NSP 1983 © NSP 2006

Der Kampf zwischen Kenshiro und Raoh in Fist of the North Star ist nicht nur eine Auseinandersetzung zwischen Brüdern, sondern er entscheidet auch über das Schicksal der Welt.

Unter dem Lehrmeister Ryuken wachsen vier Burschen als Brüder heran und erlernen die ultimative Kampftechnik Hokuto Shinken. Es kann jedoch nur einer der Erbe dieser Kunst werden, während den anderen ein schreckliches Schicksal blüht. Kenshiro ist der Auserwählte. Aber der ältere Raoh tötet ihren Lehrmeister und macht sich als mächtiger und tyrannischer Kriegsherr in einer von Nuklearkriegen zerstörten Welt einen Namen. Währenddessen sehen die Menschen im gütigen Kenshiro ihren Erlöser, der wieder Licht in diese Finsternis bringen wird. Ein Kampf zwischen den beiden ist unausweichlich und sein Ausgang von fundamentaler Bedeutung für die Menschheit.

Hokuto no Ken, international besser bekannt als Fist of the North Star, ist eine 27-bändige Manga-Reihe von Buronson (Autor) und Tetsuo Hara (Zeichnungen). Sie wurde unter anderem als Anime-Serie, OVAs und Filme adaptiert. Das postapokalyptische Setting verbunden mit dem Martial-Arts-Thema und den ausdrucksstarken Charakter-Designs verschafften dem Titel in Japan eine große Fanbase.

Der finale Kampf zwischen Kenshiro und Raoh, wenn auch nicht das Ende der Story, ist dennoch einer der größten Höhepunkte. Wie eine Drohung schwebt das Duell lange Zeit nur in der Luft und zieht sich so als roter Faden durch die Handlung, während Kenshiro und Raoh anderen Komponenten die Stirn bieten. Darunter gibt es auch ein erstes Kräftemessen zwischen den beiden Adoptivbrüdern, welches jedoch unterbrochen wird. Als sich Kenshiro und Raoh dann endlich zum letzten Schlagabtausch auf Leben und Tod begegnen, ist es nicht den Martial-Art-Anteil, den ich so hervorheben möchte, sondern die emotionale Komponente. Beide sind seit ihren Lehrjahren unter Ryuken einen weiten Weg gegangen und sind der Welt aus verschiedenen Blickwinkeln begegnet. In diesen letzten Momenten beisammen beginnen Kenshiro und Raoh erstmals, den jeweils anderen besser zu verstehen.

Dies wird besonders im dritten Part der insgesamt fünfteiligen Fist of the North Star: The Legends of the True Savior-Serie wiedergegeben, welche sich dem Entscheidungskampf zwischen Kenshiro und Raoh widmet.

Natsu & Gajeel vs. Laxus – Fairy Tail
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FAIRY TAIL © 2009 Hiro Mashima, Kodansha

Laxus hetzt die Mitglieder von Fairy Tail gegeneinander auf. Nur Natsu und Gajeel können ihn stoppen. Dabei wird ein Geheimnis gelüftet.

Die Fairy-Tail-Gilde bereitet sich auf das Fantasia-Festival in Magnolia Town vor. Doch Laxus, der Enkel von Gildenmeister Makarov, hat andere Pläne. Er nimmt mehrere Mitglieder als Geisel und lässt die anderen in einem Battle Royale gegeneinander kämpfen. So möchte Laxus seinen Großvater zwingen, zurückzutreten und ihn zum nächsten Gildenmeister zu ernennen. Doch da hat der Magier, wenn auch einer der Stärksten in der Magier-Gilde, die Rechnung ohne Natsu und Gajeel gemacht. Einst selbst Gegner schließen sie sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer Drachentöter-Magie bestehen zu können. Doch wie sich herausstellt, verfügt auch Laxus über solche Kräfte – und ist zu allem Übel auch noch fähig, mit Fairy Law den ultimativen Gilden-Zauber einzusetzen. Wie sollen Natsu und Gajeel bei so einem Aufgebot gewinnen?

Es ist der komplette Fantasia-Handelsbogen von Hiro Mashimas Fairy Tail-Manga beziehungsweise der betreffende Abschnitt in der Anime-Adaption empfehlenswert. Statt einen Feind von außerhalb gegenüberzutreten, kommt dieser aus den inneren Reihen. Die verschiedenen Gildenmitglieder, auch Nebencharaktere, werden mehr ins Rampenlicht gerückt und die Neuzugänge Gajeel und Juvia können sich als Nebeneffekt besser in die Gemeinschaft integrieren. Als Enkel des Gildenmeisters nimmt Laxus als Hauptgegner eine besonders dramatische Position ein. Rückblicke, die nicht nur eine glückliche Kindheit, sondern auch eine zerrüttete Familie zeigen, erklären teilweise Laxus‘ Charakter. Seine unglaubliche Stärke, aber auch sein wahres Wesen werden im Kampf enthüllt.

Toriko vs. Stör – Toriko
Toriko Vol. 27
TORIKO © 2013 Mitsutoshi Shimabukuro, Shueisha Inc.

Der Kampf zwischen Stör und Toriko ist Teil eines großen Gefechts während des Internationalen Kochfestivals in Toriko. Danach endet die Anime-Adaption leider auch schon.

Durch seine Abenteuer an Torikos Seite und daraus erbrachten Leistungen hat es Komatsu auf Platz 88 der Chefkoch-Weltrangliste geschafft. Damit darf er am 50. Internationalen Kochfestival teilnehmen. Dieses wird jedoch jäh unterbrochen, als der Gourmet-Bund unter der Leitung von Stör angreift, um die Köche zu entführen. Gleich mehrere Kämpfe entbrennen auf der und um die Kocharena herum. Darunter sind auch Toriko und Stör, die noch eine alte Rechnung zu begleichen haben. Die “Trophäe” der Auseinandersetzung ist niemand Geringeres als Torikos Kombi-Partner Komatsu. Umso mehr holt der titelgebende Delikatessenjäger alles aus sich heraus. Aber reicht das, um einen Gegner wie Stör in die Knie zu zwingen?

Es ist ein Hin und Her. Mal hat Toriko die Oberhand, mal Stör. So gehört sich das auch in einem spannenden Match. Zwischenzeitlich wechselt die Szenerie zu anderen Kämpfen. Das verleiht der gesamten Schlacht eine facettenreiche Atmosphäre und erzeugt mehr Nervenkitzel für das vermeintliche Hauptduell. Auch wenn letztendlich alles anders kommt als geplant, besitzt der Ausgang des gnadenlosen Kräftemessens zwischen Stör und Toriko eine essentielle Note für den weiteren Storyverlauf. Gleichzeitig signalisiert er den Beginn einer großen Storywende – zumindest in Mitsutoshi Shimabukuros Manga. Die Anime-Adaption wurde 2014 eingestellt.

Ken Kaneki vs. Jason – Tokyo Ghoul
Tokyo Ghoul Anime Season 1
© Ishida Sui / Shueisha, Tokyo Ghoul Produktionsausschuss

Der Kampf zwischen Jason und Ken Kaneki zählt zu meinen Favoriten, da dieser dem Zuschauer viele neue Erkenntnisse und Blickwinkel über die bisherigen Ereignisse brachte.

Der introvertierte Ken Kaneki, welcher durch einen Unfall und die darauffolgende Not-Organtransplantation zu einem Ghul-Mensch-Hybrid wurde, kämpfte bis zu diesem Kampf gegen seinen inneren Ghul. Durch extreme tagelange psychische sowie physische Folter, die unter anderem das Abtrennen einzelner Körperteile beinhaltete – diese wuchsen durch die Regenerationsfähigkeit der Ghule zwar recht schnell, jedoch unter qualvollen Schmerzen wieder nach –, wurden sein Zwiespalt sowie seine Selbstzweifel gebrochen. Er akzeptierte letzten Endes sein Schicksal als Ghul.

Zum allerersten Mal nutzte Ken nun seine Kräfte als Ghul mit vollem Potential. Dabei ließ er seiner unterdrückten Wut wie auch seinem unterdrückten Frust freien Lauf. Die Folter nahm ihm viele Skrupel und machte ihn einigermaßen kalt. Viele seiner neuen Erkenntnise sowie die verlorenen Skrupel ließen ihn stärker werden und verändern den Verlauf der kommenden Ereignisse drastisch.

Homura vs. Mami – Madoka Magica: Rebellion
Madoka Magica: Rebellion
©Magica Quartet / Aniplex • Madoka Movie Project Rebellion

Puella Magi Madoka Magica ist der wohl mit Abstand umstrittenste Magical-Girl-Anime, wenn es darum geht, das Genre komplett neu zu definieren. Der Kampf zwischen diesen beiden Magical Girls dürfte allerdings für die meisten Zuschauer das Highlight gewesen sein.

Im falschen Mitakihara gefangen, ist Homura die einzige, die sich an die Wahrheit erinnert. Als sie Mamis Sidekick Bebe (früher bekannt als Hexe Charlotte) bedroht, weil sie glaubt, dies sei ihr Werk, wird Homura schließlich von Mami entdeckt und nun ebenfalls beschuldigt. Ohne weitere Worte lassen die Mädchen lieber Taten anstatt Worte sprechen.

Der Kampf beginnt, ohne zu zögern, direkt mit vollem Einsatz beider Seiten. Wobei die Handlung von einem damit perfekt harmonierenden Soundtrack (“Absolute Configuration”) untermalt wird, der das Ganze noch viel epischer gestaltet. Da es sich bei beiden um Fernkämpfer handelt, wird man Zeuge eines spannenden Ranged-Battles, bei dem sich die Damen wirklich nichts schenken. Von kleinen Mädchen, die mit Freundschaft und Zauberkräften die Welt retten, kann hier wohl kaum die Rede sein.

Nach einem ebenbürtigen und erbitterten Kampf scheint Mami jedoch die Oberhand zu gewinnen. Deshalb greift Homura zu einer Ablenkung und richtet ihre eigene Waffe gegen sich. Dies reicht schließlich aus, um Mamis Deckung doch noch zu brechen und ihre Zeit einzufrieren. Vermutlich hatte keine der beiden wirklich vor, die jeweils andere zu töten. Doch dies wäre ohnehin schwierig, da physische Verletzungen nicht tödlich für Magical Girls sind. Ihr eigentlicher Tod liegt in der Zerstörung des Soul Gems. Homuras Kopfverletzung ist dabei ein perfektes Beispiel.

Was die Animation angeht, hat sich Studio Shaft hierbei wieder einmal selbst übertroffen. Im Einklang mit der Musik und den spannenden Schusswechseln erkämpfte sich dieses Gefecht die Herzen vieler Fans und wurde teilweise auch zu ihrer Lieblingsszene. Auch wenn der Kampf nur zwei bis drei Minuten lang geht, verläuft er dennoch ziemlich intensiv und überzeugend.

Scar vs. Wrath – Fullmetal Alchemist: Brotherhood
FullMetal Alchemist Brotherhood

Ziemlich weit am Ende der Serie hat dieser Kampf für ein Highlight in der Geschichte von Fullmetal Alchemist: Brotherhood gesorgt.

Hierbei stellt sich Scar, der sich als Hand Gottes und Rächer der Ishvaler sieht, gegen den großen Anführer des Reiches Amestris King Bradley, der in Wahrheit der Homunkulus Wrath ist. Gleich zu Beginn möchte ich sagen, dass Musik und Animation wie bei jedem anderen großen Kampf in diesem Anime einfach spitze waren. Das volle Potenzial wurde deutlich ausgeschöpft. Weitere Erklärungen bedarf es hier wohl eher nicht.

Anfangs führt Wrath im Kampf eindeutig, da Scar sich noch zurückhält, wie wir später erfahren. Der Ishvaler kämpft jetzt nicht mehr nur für sein Volk und seine Überzeugungen, sondern auch für das gesamte Reich Amestris und dessen Frieden. Dagegen kämpft und lebt Wrath lediglich für die Zufriedenheit, die er sein Leben lang anstrebe und angeblich nur im Kampf finden könne. Diese finale Schlacht scheint er nun endlich erreicht zu haben. Somit ist es auf den ersten Blick nur ein rein physischer Kampf. Doch beim zweiten Hinsehen ist es eher der Konflikt zweier komplett gegensätzlicher Überzeugungen. Wobei Scar ziemlich lange gebraucht hat, um zu seiner zu gelangen.

Als es um Scar nicht besonders gut steht, spielt dieser endlich seinen finalen Trumpf aus: den Transmutationskreis zur Rekonstruktion, was das Vermächtnis seines Bruders ist. Das ist quasi der letzte Anstoß, der darauf aufmerksam macht, dass Scar sich wirklich verändert hat. Auch wenn er diesen Arm nach wie vor nicht einsetzen möchte, tut er es dennoch. Früher wäre dies aber undenkbar für ihn gewesen, da er die Alchemie hasste. Durch sein Ass im Ärmel gelingt es ihm, den Kampf auf gleichem Level wie sein Gegenüber fortzusetzen.  Währenddessen bombardiert dieser ihn nur so mit Fragen, denen keine Antworten folgen. Dabei scheint es, als sei Wrath zornig darüber, dass er Scars Ideale nicht nachvollziehen kann. Deshalb versucht er, ihm stattdessen mit Gewalt seine aufzuzwingen. Wobei das mit dem “zornig” ja auch perfekt zu seinem Namen bzw. seiner Todsünde passt.

Gegen Ende dominiert Wrath erneut. Doch ein Überraschungsangriff seitens Lan Fan, die Rache für ihren Großvater üben will, wendet das Blatt schlagartig. Scar erleidet dabei noch eine schwere Verletzung, die jedoch nicht tödlich ist. Am Boden liegend, jedoch ohne Reue, ist es nun Wrath, dem Fragen über sich und sein Leben gestellt werden. Langsam alternd und dem Tode nahe, antwortet er, dass das eben der Lauf der Dinge sei und dass er seiner Frau, die er als einzige ernsthaft liebte, nichts zu sagen habe. Denn sie als Ehefrau des großen Anführers würde alles akzeptieren, selbst wenn es sich dabei um die Wahrheit über ihn handelt. Trotz seiner Niederlage wirkt er äußerst zufrieden, da sich sein Leben nun nicht nur zum Leben, sondern auch zum Sterben lohne.

Nice vs. Ratio – Re:Hamatora
Re:Hamatora
/copy; 2014: Lerche / TV TOKYO CORPORATION

Hamatora bzw. die zweite Staffel Re:Hamatora sind jetzt nicht unbedingt Anime, die mit überragenden Kämpfen glänzen können, jedoch gibt es da schon einige Ausnahmen. Der Kampf unter den zwei Freunden und Kollegen ist einer davon.

Während Nice von einem Standort zum nächsten gejagt wird, um Bombenanschläge zu verhindern, wird Ratio stattdessen direkt zum finalen Standort geführt. Drahtzieher hinter diesem gemeinen Spiel ist Saikyou, die sowohl Nice’ Freundin Hajime als auch den Minimum-Holder mit dem Heilungs-Minimum, nach dem Ratio seit Ewigkeiten für seinen todgeweihten Partner Birthday sucht, in ihrer Gewalt hat. Aus sicherer Entfernung zwingt sie die beiden Freunde zum Kampf auf Leben und Tod um die Leben ihrer zwei Geiseln. Sollte die Zeit nicht eingehalten werden, sterben beide.

Da sich beide Saikyous Grausamkeit bewusst sind, haben sie keine Wahl. Seiner Unterlegenheit bewusst, flüchtet Ratio zunächst vom Dach zurück ins Gebäude, um dort den nächsten Schritt zu planen. Er aktiviert sein Minimum, um bei der schlechten Sicht Nice’ Position auszumachen und auch seine Schwachpunkte zu finden, wobei die seit neuestem immer häufiger auftretenden Nebenwirkungen erneut zuschlagen. Gleichzeitig versucht Nice dasselbe durch den Schall, doch auch er wird von den Nebenwirkungen geplagt. Zunächst sieht es danach aus, als würde Ratio gewinnen, da er einige gezielte Treffer landet. Genau zur rechten Zeit jedoch kann Nice das Blatt aufgrund eines Umgebungsvorteils wenden und Ratio außer Gefecht setzen. Allerdings war die Bedingung der Tod einer der beiden. Doch Nice zögert, bis die Zeit abläuft. Das Ganze stellt sich dann doch nur als ein hinterhältiger Bluff heraus, der bloß zu Saikyous Vergnügen und der Verringerung der Kampfkraft von Hamatora diente.

Zwar lässt der Kampf in seiner eigentlichen Dauer ziemlich zu wünschen übrig, doch der reine Schlagabtausch ist es nicht, was den Kampf für mich so besonders macht. Eher sind es das fiese, manipulative Psycho-Spiel, welches Saikyou mit ihnen spielt, und der widerwillige Kampf unter Freunden, bei dem man sich ernsthaft fragt, ob nun wirklich einer sein Leben lässt. Dass Saikyou Hajime, die sie noch braucht, nicht töten würde, war zu erwarten. Doch den Jungs schien es ziemlich ernst gewesen zu sein. Trotz der Kürze war die Spannung für mich daher sehr hoch. Und wie sagt man so schön? In der Kürze liegt die Würze. (Außerdem waren es 15 Minuten, von denen wir eben nur nicht alles zu sehen bekamen.)

Für Hamatora sind eigentlich grelle Farben und schräge Animationen üblich. Jedoch halten sich diese Effekte diesmal stark zurück, was für die Dramatik gar nicht mal so verkehrt war.

Akame vs. Esdeath – Akame ga Kill
Akame ga Kill
© RED EYES SWORD Project TAKAHIRO & Tetsuya Tashiro / SQUARE ENIX / WHITE FOX

Zwar ist die Story der Anime-Adaption bei den meisten eher negativ in Erinnerung geblieben, dafür jedoch kann Akame ga Kill mit wunderbar inszenierten Kämpfen glänzen. Dies gilt ebenso für den finalen Kampf zwischen der Assassine Akame und Generalin Esdeath aus der Kaiserstadt.

Wer Akame ga Kill geschaut hat, dem muss man wohl kaum erzählen, wie sehr es die Kämpfe in diesem Anime in sich haben. Von der Optik und vom Sound her stimmt einfach alles, wodurch so gut wie jeder einzelne Kampf zu einem Erlebnis wird. Das Finale ist dabei äußerst gut getroffen.

Bei einem gnadenlosen Duell zweier Todfeinde spielen beide jede Karte aus, die sie haben. Die erste Hälfte dominiert Esdeath problemlos und drängt Akame zurück. Überzeugt davon, Esdeath um jeden Preis zum Wohle aller zu töten, aktiviert Akame den Trumpf ihrer Dämonenklinge Murasame, welche die Seelen all ihrer bisherigen Opfer, für die sie die komplette Verantwortung übernimmt, auf Akame überträgt und sie über das menschliche hinauswachsen lässt. Dadurch sind sie nun gleich auf und zum ersten Mal gibt Esdeath alles, was sie hat.

Im Klaren darüber, dass die eigenen Kräfte allmählich zur Neige gehen, setzen beide Seiten zum finalen Hieb mit aller Kraft an, wobei Esdeath endlich ihren Trumpf aktiviert, mit dem sie zuvor Susanoo besiegt hatte. Davon überzeugt, die Schlacht nun gewonnen zu haben, muss sie jedoch feststellen, dass Akame, die gerade noch direkt vor ihrer Nase eingefroren war, plötzlich verschwunden ist. Wie aus dem Nichts attackiert diese von oben und kann den entscheidenden Schnitt landen. Besiegt begibt sich Esdeath zum leblosen Körper Tatsumis, um sich gemeinsam mit ihm endgültig im Eis zu zerstören, woraufhin nichts mehr von ihnen übrig bleibt. Akame ist durch eine Eisbarriere blockiert und kann leider nur tatenlos dabei zusehen. Diese meint zur verschwundenen Esdeath nur, dass ihre Gefühle für Tatsumi genau das seien, was sie an Akame zuvor nicht verstehen konnte.

Trotz dem frustrierenden und vom Manga abweichenden (Verlauf und) Ende war dieser Kampf dennoch ein klasse Spektakel und konnte umfangreich unterhalten.

Subaru vs. Seishiro – X – Die Serie
X-1999 Animeserie
© CLAMP・KADOKAWA PICTURES/TV[X]PROJECT

Old but gold: X – Die Serie ist ein wahrer Nostalgie-Anime und Klassiker, wenn es um apokalyptische Szenarien geht. Die Kämpfe sind alle auf ihre Weise ziemlich eindrucksvoll, doch mein Favorit ist dieser hier.

Schon seit Ewigkeiten die besten Freunde, aber gleichzeitig auch die schlimmsten Feinde. Die Rede ist nicht von Naruto und Sasuke, sondern Subaru und Seishiro, die durch ihre Clans und die Tatsache, dass Seishiro der Mörder von Subarus Schwester Hokuto ist, verfeindet sind. Wie das Schicksal so will, finden sie sich nach Jahren im Krieg zwischen den Himmels- und Erddrachen wieder und stehen sich erneut gegenüber. Vor ihrer Entscheidungsschlacht verliert Subaru im Kampf mit Fuuma, der ihn allerdings nicht tötet, sondern ihm sein rechtes Auge nimmt, mit der Begründung, es sei Subarus Wunsch. Dieser bestätigt dies später, da er Seishiro gegenüber nicht im Vorteil, sondern ihm gleichgestellt sein will. Und somit kommt es endlich zur endgültigen Konfrontation bei der Verteidung eines der sieben Bannkreise.

Ohne viele Worte bei ihrem Wiedersehen zu verlieren, fängt der Kampf auch direkt an. Das Gefecht an sich dauert nicht allzu lange, aber ist durch die Fähigkeiten und Tricks der beiden recht nett anzusehen. Besonders toll finde ich dabei Subarus Sumeragi-Stil, was ihn auch zu meinem Lieblingscharakter macht. Seishiro beschäftigt während des Duells die Frage, was nun wirklich Subarus innigster Wunsch sei, da Fuuma meinte, dass Seishiro mit seiner Vermutung falsch liege. Er glaubte nämlich, dass Subarus Wunsch sei, ihn zu töten, jedoch war es genau andersherum. Als Seishiro zum finalen Schlag ausholt und Subaru mit einem Hieb duch die Brust trifft, geschieht etwas Ungewöhnliches.

Subarus innigster Wunsch war es nämlich, durch Seishiros Hand zu sterben. Er habe nur für diesen Zweck gelebt und wäre nur deshalb stärker geworden, um ihm ein Dorn im Auge zu sein und schließlich von ihm getötet zu werden, da er dies als seinen Lebenssinn sah. Was er jedoch nicht weiß: Hokuto belegte Seishiro mit einem Zauber, der, falls er versucht, Subaru auf dieselbe Weise wie sie zu töten, sich gegen ihn wendet und stattdessen ihn tötet. Dies diente nicht nur als Schutz für ihren Bruder, sondern auch als Vertrauensbeweis an Seishiro, da Hokuto überzeugt davon war, dass er es niemals tun würde.

Trotz dieses Wissens geht Seishiro dennoch für seinen Freund in den Tod, da Subaru für ihn der eizige Mensch war, der ihm etwas bedeutete. Nicht nur der Tod seines Freundes, sondern nun auch das Wissen über seine wahren Absichten zerstören Subaru innerlich so sehr, dass auch sein Bannkreis zerbricht und somit seine Existenz als Himmelsdrache ebenfalls ein Ende findet. Wenn der Himmelsdrache niemanden mehr hat, den er beschützen will, fällt nämlich auch sein Bannkreis. “Was bleibt, ist nur noch eine leere Hülle.”

Wie man sehen kann, basiert dieser Kampf hauptsächlich auf psychologischer Ebene. Aber genau das macht ihn so spannend und faszinierend, da es nicht immer nur um Prügel gehen kann.

Gon vs. Pitou – Hunter X Hunter
Hunter X Hunter
© POT (Yoshihiro Togashi) 1998-2012 © Hunter Committee 2013

Hunter X Hunter bietet so einige gute Kampfszenen. Doch eine hat das besondere Etwas, was diese Auseinandersetzung nicht nur für den Zuschauer, sondern für die Charaktere im Anime selbst auch unvergesslich macht.

Pitou ist die erste der drei königlichen Wachen der Chimera Ant-Queen und wurde von ihr persönlich mit ihrem Namen auserwählt. Alles beginnt als Kite, Killua und Gon eine starke Energiequelle spüren und herausfinden wollen, was sich dahinter verbirgt. Mit dem Plan, das Ameisennest auszulöschen, bevor die Königin ihren König zur Welt bringt, stürmt Kite voraus. Dieser wird jedoch kurzerhand von Pitou getötet, während Killua mit Gon gerade noch flüchten kann.

Von diesem Zeitpunkt an baut sich die Spannung bis hin zum großen Showdown Gon gegen Pitou auf. Mit vielen Erinnerungsfragmenten und Rückblenden wird immer wieder darauf hingewiesen, wie sehr unser Protagonist den Freund seines Vaters retten möchte. Als dieser dann aber als toter Körper in Pitous Kontrolle auftaucht, kann Gon sich kaum zurückhalten. Kurz bevor der König der Chimära-Ameisen die Hauptstadt vollkommen unter seine Kontrolle bringt, wird seine menschliche Freundin Komugi schwer verwundet. Pitou beginnt damit, sie zu heilen, wird dabei aber von Gon aufgehalten. Dieser verlangt, dass Kite wieder zum Leben erweckt wird. Ansonsten würde er Komugi auf der Stelle töten.

Pitou verspricht unseren Protagonisten, dass sie nach der Heilung von Komugi mit ihm geht und Kite zurück ins Leben ruft. Kaum sind sie jedoch am Zielort angekommen, erklärt Pitou dass es unmöglich ist, einen bereits so lange verstorbenen Menschen wiederzubeleben. In einem Hinterhalt versucht die Chimära-Ameise Gon zu töten, welcher jedoch nun endgültig die Fassung verliert und seinen Körper durch Opferung all seiner Aura rasant altern lässt. In seiner muskulösen, erwachsenen Form ist der Junge unglaublich überlegen und ein aufregender, schneller sowie actiongeladener, wenn auch ziemlich einseitiger Kampf auf Leben und Tod entfacht.

1 KOMMENTAR

  1. Cooler Artikel! Das sind wirklich tolle Kämpfe!
    Die Animes und Mangas von Clamp sind wirklich etwas Besonderes.
    I love Anime and Manga.
    Ich schaue eigentlich fast nur noch Animes bzw. lese nur noch Mangas.

    Anime Serien-Fan Janine Germany

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