Sonntags-Manga-Special: Top 15 Manga ohne 08/15-Einband (2)

Unsere Hommage an die veredelten Manga-Ausgaben geht weiter. Und die nächsten 15 Titel stehen dem ersten Teil in nichts nach.

Bei der Recherche nach Veredelungen im Bereich Manga stellten wir überrascht fest, dass es doch ganz schön viele besondere Exemplare gibt. Mit den zusätzlichen Empfehlungen von euch waren das letztendlich doch so viele, dass wir stark reduzieren mussten. Seid bitte nicht enttäuscht, wenn euer Titel nicht dabei ist. Wir hoffen, dass euch unsere Auswahl gefällt. In den Kommentaren könnt ihr auch gern einen eigenen kleinen Beitrag verfassen. Und auf Instagram freuen wir uns über Fotos unter dem Hashtag #GreatestMangaEditions.

Nach diesem Special werden wir definitiv noch bewusster auf derartige Veredelungen bei Manga achten. Vielleicht geht das dem ein oder anderen von euch ja genauso. Hier präsentieren wir euch nun Teil 2 unserer Greatest Manga Editions. (Mit freundlicher Unterstützung der Comic Combo, die beim Brainstorming und dem Fotomaterial maßgeblich beteiligt war. 🙂 )

Funkelnder Hologramm-Einband – Platinum End
Platinum End
© Tokyopop GmbH

Der neue Mystery-Drama-Titel von Takeshi Obata und Tsugumi Ohba erschien in Japan mit Hologramm-Veredelung. Tokyopop verlegt den Manga identisch.

Dafür mussten allerdings erst einige Einbanddrucke dran glauben. Denn der erste Druck lieferte nicht das gewünschte Ergebnis. Um die Ausgabe perfekt zu machen, vertröstete der Verlag die Fans daher auf Facebook um einen Monat für den Neudruck. Das Ergebnis zeigte Tokyopop inzwischen auf Facebook und Instagram (siehe Bild). Der erste Band kommt hierzulande am 17. November 2016 in den Handel.

Umfangreiche Schriftprägung – Manga-Reihe von Inio Asano
Das Ende der Welt vor Sonnenaufgang
© Sumikai

Inio Asanos Manga Das Ende der Welt vor Sonnenaufgang, What a Wonderful World und Das Feld des Regenbogens bilden durch ihre besondere Aufmachung eine Reihe.

Nicht nur das Layout und Design sind überall identisch. Jeder Band besitzt eine Klappenbroschur. Der jeweilige farbige Titel sticht durch die farbige Hochprägung hervor. Drumherum ist der Hintergrund mit geprägter Schrift (“Inio Asano”) verziert. Die Komposition wirkt insgesamt sehr edel. Beim Covermotiv wurde auf Kolorierung verzichtet. Eine gute Wahl!

Smells like … – Erdbeeren & Marshmallows
erdbeeren-und-marshmallows
© Sumikai

Dieser Manga unterscheidet sich von den anderen veredelten durch eine sehr seltene Besonderheit.

Bei genauerem Hinsehen liest man unten unter anderem die Aufschrift: “Erst rubbeln, dann riechen!” Genau! Der Einband sondert einen Duft ab. Passend zum Titel Erdbeeren & Marshmallows duftet der erste Band der Serie nach Erdbeeren.

Wie lange dieser Duft anhält und ob er angenehm oder aufdringlich ist, können wir nicht sagen, da uns der Band nicht vorliegt. Aber dieser Manga durfte auf keinen Fall in unserem Special der Veredelungen fehlen!

Verspielt und süß wie der Manga – Kleine Katze Chi
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© Sumikai

Eine Klappenbroschur an sich ist schon schick. Der Einband von Kleine Katze Chi kann aber noch mehr.

Seit Juni 2014 läuft Konami Kanatas Kleine Katze Chi bei Carlsen Manga!, wo die Serie seit Ende September zehn Bände zählt. Die Reihe erscheint in einem matten Einband mit breiter Klappenbroschur. Doch das ist noch nicht alles.

So enthält die Klappenbroschur selbst kleine Extras für den Leser. Bei Band 1 ist in der vorderen Klappe etwa ein Lesezeichen integriert, im zweiten Teil ein kleines Spiel und im dritten eine Fan-Klub-Karte. Das ist eine verspielte und süße Interpretation einer Klappenbroschur und passt perfekt zur Atmosphäre des Manga.

Golden und silbern lackierte Details – Terra Formars
Terra Formars 1
© Sumikai

Beim Einband von Terra Formars hat Tokyopop ganze Arbeit geleistet.

Mit einer Übergröße von 14,4 x 21,3 cm und einer breiten Klappenbroschur sammelt der Verlag erste Pluspunkte. Was aber wirklich das herausstechende Merkmal der Bände ist, sind die im Einband verarbeiteten metallischen Farben, die hervorragend zum Sci-Fi-Genre passen. Diese schimmern bei Lichteinfall stark, und verwandeln das Cover zu einem regelrecht futuristisch wirkenden Blickfang mit edler Note.

Bei Band 1 sind das Blau-, Rot- und Silbertöne, die für den Druck von Gesichts-, Text- und symbolischen Elementen Verwendung fanden. Dies betrifft nicht nur das Cover, sondern auch Rückseite und Buchrücken. Selbst das rote Tokyopop-Logo wurde dabei nicht vergessen. Solch detaillierte Arbeit gehört belohnt, und Terra Formars ist mit Fug und Recht in dieser Liste vertreten.

Besondere Haptik dank ungestrichenem Papier – Furi Kuri
Furi Kuri
© Sumikai

Carlsen Comics verlegte Furi Kuri 2003 mit einem für Manga eher untypischen Einband.

Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist das Papier ungestrichen. Dadurch fässt sich der Manga körnig (ähnlich Aquarellkarton) an. Der Manga sieht dadurch schneller gebraucht aus, was vielleicht nicht jedem Sammler gefällt. Aber zumindest ist die Aufmachung nicht 08/15!

 

Transparenter Umschlag mit ausgebranntem Loch – Stigma
Stigma 1
© Sumikai

Stigma gehört zu den älteren Manga, die noch unter Egmont Ehapa erschienen. Der Band wurde hierzulande 2002 verlegt und bekam eine überaus originelle Ausgabe.

Das Äußere setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der silbern glänzende Einband weist hauptsächlich den Titelschriftzug auf. Vervollständigt wird das Design durch den transparenten Schutzumschlag, der das Covermotiv trägt. Dazu kommt noch das ausgestanzte Loch, das wie ausgebrannt aussieht.

Die Ausgabe ist, wie man sich vorstellen kann, aufgrund des Lochs recht anfällig für Abnutzung. Das Format übersteigt die üblichen Maße deutlich.

Stigma 3
© Sumikai
Pink auf die Spitze getrieben – 5 Shades of Pink
Reihe Shades of Pink
© Sumikai

In humorvoller Anlehnung an die SM-Romanze 50 Shades of Grey verlegte Kazé eine Auswahl an Manga in Bonbon-Rosa.

Fünf voneinander unabhängige Boys-Love-Titel wurden unter dem Titel 5 Shades of Pink veröffentlicht. Der Seitenschnitt der Bände erhielt jeweils einen anderen Pink-Ton. Eine schicke, auffällige Reihe also für die Fans, wenn einem das ganze Pink nicht to much ist.

Bei den von Oktober 2015 bis Februar 2016 verlegten One-shots handelt es sich um Der Bodyguard, Konbini-kun, Catch my Heart, Friends & Lovers und Mit Schwert und Bogen.

Konturen mittels Kaschierung – Kimba, der weiße Löwe
Kimba
© Sumikai

Diese Edition ist ein besonderes Sammlerstück für Fans alter Manga.

Die Manga von Kimba – Der weiße Löwe wurden als Hardcover-Version verlegt. Das eingerahmte Bild mag etwas altmodisch wirken (der Titel ist ja auch alt), aber die im Licht glänzende Kaschierung der Wolken- und Zebrakonturen auf dem blauen Hintergrund wertet das Cover nochmal besonders auf.

Die Ausgaben erinnern mich an schönere Kinderbücher.

Blutige Klappenbroschur – Highschool of the Dead
Highschool of the Dead
© Sumikai

Highschool of the Dead bekam nach seiner Standardausgabe noch eine sogenannte “Full Color Edition” geschenkt.

Die Ausgabe spielt regelrecht mit dem blutigen Thema des Zombie-Manga. So wurde auf dem Cover ein fetter, roter geprägter Händeabdruck angebracht, mit dem man noch frisches glänzendes Blut assoziiert. Auf den ein oder anderen wirkt das vielleicht etwas billig gemacht, aber die Haptik ist ziemlich cool. Das Coverbild reicht bis in die eingeklappten Seiten der Klappenbroschur hinein.

Der Name ist Programm – Black Edition von Death Note
Death Note
© Sumikai

Tokyopop verlegte bisher drei verschiedene Ausgaben von Death Note. Eine davon macht ihrem Titel alle Ehre.

Die Black Edition erschien in größerem Format, was dem textlastigen Manga zugute kommt, und erhielt ergänzend zum sowieso schon schwarzen Umschlag einen geschwärzten Seitenschnitt. Das wirkt zwar schnell dreckig, aber so ein Death Note muss ja auch ein bisschen abgenutzt aussehen. Pro Band sind zwei reguläre Manga-Bände enthalten.

Altertümliches Design und Veredelung pur – The Chronicle of the Clueless Age
the chronicle-of-the-clueless
© Sumikai

Bei dieser Ausgabe wurde das volle Programm durchgezogen und das sieht man ihr deutlich an.

Hochprägung, Lack, Extrafolie, Umschlag – es gibt fast nichts, womit der Titel nicht veredelt wurde. Der Umschlag ist zudem in der Mittel des Covers gestanzt. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, hat der Manga sogar einen eigenen Schuber für sich. So viel Luxus kann man wirklich nur bei kurzen Titeln betreiben, aber die sehen dann auch ziemlich schmuck im Regal aus. Kein Wunder, dass der Einzelband 15,00 € kostet.

Leuchtender Titel – My Hero Academia
My Hero Academia
© Sumikai

Auf den ersten Blick ein ganz normales Cover, weist auch der Einband von My Hero Academia eine Besonderheit auf.

Wie bei Dimension W gibt es auch hier ein “Glow in the Dark Cover”. Im Gegensatz dazu wurden aber andere Akzente gesetzt. Der Effekt ist auch leicht zu übersehen, weil er nur ganz dezent eingesetzt wird. Eigentlich bloß zur Hervorhebung des Titels, Mangaka, Volumes, Verlags sowie der Panel-Umrandungen auf der Rückseite. Auf der Rückseite des Einbands findet man einen Hinweis auf das spezielle Cover.

Seitenschnitt in bunten Farben – Corpse Party – Blood Covered
Corpse Party
© Sumikai

Blood Lad ist nicht der einzige Manga, der mit einem außergewöhnlichen Farbschnitt den Blick auf sich zieht.

Auch die Bände von Corpse Party – Blood Covered erscheinen in diesem auffälligen Design. Hier hat man sich bisher vor allem an der Standard-Farbpalette bedient. Eigentlich stehen die kräftigen und bunten Farbschnitte im krassen Gegensatz zu dem Inhalt. Am besten passt dahingehend noch das Rot des ersten Bandes. Natürlich hört man beim ersten Mal Öffnen der verklebten Seiten auch das charakteristische Knacksen.

Sonderexemplar des ersten Bandes – Bleach – Limited Edition 2013
Bleach
© Sumikai

Nicht nur die Bleach Character Books haben bei Tokyopop eine besondere Aufmachung bekommen, sondern auch eine für kurze Zeit erhältliche Limited Edition des ersten Bandes.

Die Limited Edition ist zum Deutschlandbesuch von Tite Kubo auf der Leipziger Buchmesse 2013 erschienen und nur dort erhältlich gewesen. Aufwarten kann sie mit Großformat und Hardcover. Die zum Teil in Silber veredelten Buchstaben kommen dabei besonders auf dem schwarzen Hintergrund zur Geltung. Öffnet man den Manga, lässt sich am Anfang ein Bild aufklappen mit wichtigen Charakteren des ersten Arcs.

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