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Space Dandy Vol. 2 – DVDonTest

Auch in Volume 2 haut Dandy wieder auf die Kacke und entgeistert mit leeren, pseudo-intellektuellen Weisheiten. Die drei Folgen zeigen uns den selbstverliebten Alienjäger außerdem von neuen (teils ungeahnten?) Seiten: hilfsbereit, diplomatisch oder auch neidzerfressen – all das natürlich ohne seiner Ich-tue-nur-das-was-ich-will-und-lasse-den-Dingen-ihren-Lauf-Attitüde zu widersprechen. Wir tauchen erneut in das Universum von Space Dandy ein und sind überrascht, Dandy mal ganz anders zu erleben …

Folge 5: Gefährte auf der Reise durchs All

Mit der jungen Gentooanierin Adélie hat Dandy diesmal einen leichten Fang gemacht. Doch da das Schiff der wie immer blanken Crew unterdessen wegen Falschparkens abgeschleppt wurde, müssen sich der Macho und das Alien-Mädchen allein auf den Weg zur Registrierungsbehörde machen. Zankereien sind vorprogrammiert, da Dandy absolut nichts mit Kindern anfangen kann und Adélie wiederum Erwachsene hasst. Für einen beidseitigen Nutzen schließen die zwei einen Deal über ihre Reiseroute ab, auf der sie sich unweigerlich näher kennen lernen und die guten Seiten des jeweils anderen entdecken.

Folge 6: Kampf der Unterhosen und Westen

Die Crew der Aloha Oe steuert diesmal den Planeten Eden an, auf dem seit 10.000 Jahren ein erbitterter Kampf um die Streitfrage Weste oder Unterhose tobt. Dandy und Meow geraten zufällig in die Auseinandersetzung der zwei letzten verbliebenen Alien der gegnerischen Lager. Um die beiden Streithähne jedoch friedlich zur Registrierungsbehörde bringen und das Geld absahnen zu können, schlägt QT eine Aussöhnung vor.

Folge 7: Gefährliches Weltall-Rennen

Dandy hat noch nie zuvor etwas von dem Weltall-Rennfahrer Prince gehört. Aber als er im BooBies von den Kellnerinnen links liegen gelassen wird und missgelaunt den umschwärmten Schönling beobachtet, fasst der Alienjäger den Entschuss, am nächsten Grand-Prix-Rennen der Magellan’schen Wolke teilzunehmen, wo er seinen Rivalen ausstechen will. Von Anfang an ist sein Team der Außenseiter des Rennens, aber Dandy greift zu allen verfügbaren »letzten« Mitteln, um sich an die Spitze zu katapultieren.

Umsetzung

Das zweite Volume von Space Dandy bietet erneut eine bunte Mischung aus verschiedenartigsten Storys, die erkennen lassen, dass hinter jeder Episode ein anderer Kopf steckte, der für die Handlung verantwortlich zeichnete.

Gleich in der ersten Folge lernt der Zuschauer Dandy mal von einer ganz anderen Seite kennen, mit der man schon nicht mehr gerechnet hätte. Ausnahmsweise denkt der aufgeblasene Macho mal nicht nur an sich selbst, sondern hilft dem kleinen schlagfertigen Mädchen unermüdlich bei der Suche nach seinem Großvater – trotzdem immer darum bemüht, sein schmalziges Gesicht zu wahren, was ihm durch den Seelentransfer in Adélies Pinguinpuppe letztlich aber doch nicht gelingt. Dafür wiederum erweist sich Dandy in dieser albernen Gestalt erstmals als wirklich heldenhaft, wodurch sich die Folge von den bisherigen sehr unterscheidet. Das widersprüchliche Duo wuchs mir außerdem so ans Herz, dass ich mir gewünscht habe, die Gentooanierin würde irgendwann ein paar Jahre älter nochmal auf die Crew der Aloha Oe treffen.

Die anderen beiden Folgen erfüllen wieder durchweg die Kriterien des Klamauks. Als Beispiel sei der Jahrtausende währende, lächerliche Krieg zwischen Westen- und Unterhosen-tragenden Alienvölkern oder auch Dandy als den erwarteten Buddha der Zukunft angeführt. Die Gegensätze der zwei Alienarten wurden absichtlich stark im Körperbau, der Kleidung sowie ihren Farben (Rot und Blau) herausgestellt. In der deutschen Synchronisation teilte man den Streithähnen sogar extra den bayerischen und einen norddeutschen Dialekt zu, was recht amüsant ist. Trotz dieser Gegensätze geben die Alien eigentlich ein gutes Paar ab, denn vergleicht man sie mit anderen Spezies des Dandy-Universums, wirken sie wie Hund und Katze.

Die Serie hätte durch ihr Konzept des Alienjägers, der nach seinen Missionen bei der Alienregistrierungsbehörde Geld kassieren will, leicht von Folge zu Folge in langweilige Wiederholungen abdriften können. Dies haben Chef-Regisseur Watanabe und sein Team dadurch verhindert, dass tatsächlich jedes Episoden-Skript von einem anderen Regisseur geschrieben wurde, weshalb jede Folge stets etwas komplett Neues ist und meist unberechenbar endet. Abgesehen von der ersten, die auf Shingo Natsumes Drehbuch beruht, funktionieren die anderen völlig unabhängig voneinander. Dr. Gel und seine Mannschaft hätten außerdem als alberne Bösewichte in jeder Folge auftauchen sowie an der Nase herumgeführt werden können. Dass dies nicht der Fall ist, tut der Serie sehr gut. Natürlich ist langfristig keine Charakterentwicklung zu erwarten, da die Folgen in keinerlei Zusammenhang zueinander stehen, was aber sicher ganz im Sinne der Macher war.

Disc

Die Farben sind in der Regel weniger knallig, als man zuerst vermuten würde. Einige Szenen finden unter natürlicher Beleuchtung statt, andere wiederum unter farbiger oder sind im Schatten gehalten. Von action-suggerierenden Farbeffekten bis hin zu traumhaft funkelnden Sternen in den Weltraumweiten wurde mit Laserlicht, Glitzer et cetera gespielt. Besonders beeindruckend fallen die Nachtszenen aus, die immer etwas magisch erscheinen, beispielweise in Folge 5 mit dem leuchtenden Jahrmarkt inklusive dem »Sternenstaub«. Wenn dann auch noch die stimmungsvollen Songs Shiritai gesungen von Izumi Makura und Stardust pipeline mit der Stimme von Junk Fujiyama erklingen, entstehen wahre Magic Moments. Dahingegen sind die Lichter und der Glanz in Folge 7 beim Weltall-Rennen eher kitschig und tendenziell protzig – absichtlich versteht sich.

Die auf der Disc enthaltenen Folgen 5 bis 7 haben jeweils wieder eine Laufzeit von 25 Minuten. Als Sprachen sind die japanische Original- sowie die deutsche Synchronfassung verfügbar und deutsche Untertitel möglich. Das Format bleibt ebenso bei 16:9 und der Sound bei Dolby Digital 2.0.

Verpackung & Bonus

Das Cover der zweiten Amaray-Hülle rocken der Gitarre spielende Dandy und seine energischen Verfolger Dr. Gel, dessen Wissenschaftler Bea sowie der Anführer des Gogol-Imperiums Admiral Perry im Hintergrund. Wen das FSK-Logo stört, der kann es wieder, Wendecover sei dank, Innen verstecken.

Im Disc-Menü befinden sich wie schon bei Volume 1 eine Image Gallery (siehe Bild links) und diesmal Trailer zu Magi – The Labyrinth of Magic, Ikki Tousen – Xtreme Xecutor, Lupin – Das Schloss des Cagliostro sowie Blue Exorcist – The Movie. Als besonderes Extra liegt Volume 2 (im Unterschied zu 1) auch ein 16-seitiges Booklet bei. Darin enthalten sind Mitarbeiter-Interviews mit Shingo Natsume (Regisseur) wie auch Yoshiyuki Ito (Charakter-Designer und Animations-Regisseur). Des Weiteren bietet das Heft Erklärungen zu den Ramengerichten aus der zweiten Folge und zu der im Anime genutzten Weltraumwährung.

Fazit

Die Folgen 5 bis 7 von Space Dandy überzeugen wieder jeweils mit einer komplett anderen Story. Durch die unterschiedlichen Stile jeder Episode, hinter deren Inszenierung immer ein anderer Kopf steckte, wird der Anime nie langweilig oder vorhersehbar. Und das sage ich schon mit Hinblick auf das nächste Volume. Der Facettenreichtum der Serie sowie das Chaotentrio der Aloha Oe sind es letztendlich, die mich nach wie vor bestens unterhalten, auch mal irritieren und nicht selten staunen lassen. Bei dem Bonusmaterial werden Fans vor allem an den Interviews ihre Freude haben.

Wir bedanken uns bei Kazé für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Space Dandy, Volume 2.

© BONES/Project SPACE DANDY
© 2014 VIZ Media Switzerland SA

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