Special: 10 Mangaka, deren Zeichenstil unverkennbar ist

Der Zeichenstil eines Mangaka, insbesondere das Charakterdesign, ist nicht gerade unwichtig für den Erfolg.

Ist dieses einzigartig, so identifizieren Leser den Manga direkt mit dem Schöpfer. Zu jenen gehören in meinen Augen beispielsweise der Eiichiro Oda (One Piece) oder Altmeister Akira Toriyama (Dragon Ball). Selbstverständlich gibt es auch solche, die ich als Copycat oder gar als Einheitsbrei einstufen würde. Nennen wir hier einfach mal die Mangaka Kayoru als Beispiel.

Zehn Künstler, deren Zeichnungen jedoch Wiedererkennungswert besitzen, möchten wir euch heute in diesem Special vorstellen.

Tite Kubo

bleach 49

Manche Mangaka entwickeln ihren Zeichenstil über die Jahre im kleinen Rahmen, Titel Kubo erweckt teilweise den Anschein, da wären große Sprünge. Vergleicht man Band 1 mit aktuellen Zeichnungen, dann ist das schon ein Unterschied. Sein Charakterdesign – insbesondere das Gesicht und die Darstellung des Körpers – stechen aus der Masse heraus. Klar, recht oft wird bemängelt, Kubo ignoriert zu sehr die Hintergründe/Kulissen, was zugegebenermaßen auch Tatsache ist. Aber mal ehrlich, wer in der Story mit seinen Charakteren trumpfen möchte, der muss auch keinen großen Fokus auf das Drumherum legen. Und natürlich spielt das Zeitpensum eine Rolle, in dem die einzelnen Kapitel in Japan erscheinen.

Masashi Kishimoto

naruto 70

Masashi Kishimoto gehört für mich auch zu jenen Mangaka, deren Charakterdesign man sofort erkennt. Es beginnt bei der zackigen Frisur, geht weiter bei der Kopfform der Figuren und eben der Gestaltung des Gesichts sowie der Kleidung. Deshalb darf Kishimoto in dieser Liste auch nicht fehlen.

Inio Asano

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Der Zeichenstil von Inio Asano sticht deutlich aus der Masse der üblichen heraus, denn nicht nur sein Charakterdesign verspricht hohen Wiedererkennungswert und Detailverliebtheit. Realistisch anmutende Zeichnungen findet man für gewöhnlich doch eher in Manga, die an das erwachsene Publikum gerichtet sind. Doch die Geschichten von Asano beschäftigen sich mit dem Erwachsenwerden, dem normalen Alltag und all seinen Problemen, was alles durch den realitätsnahen Zeichenstil glaubwürdig an eine junge Zielgruppe transportiert wird.

CLAMP

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Warum in dieser Auflistung das Mangaka-Quartet CLAMP nicht fehlen darf, muss ich denke ich nicht erklären. Mittlerweile reicht ein Blick auf eine Illustration, um das Team zu entlarven. Unstimmigkeiten gibt es sicherlich bei den Proportionen der Charaktere. Auch ähneln sich die Designs von Serie zu Serie und so bekommt der Leser stets die gewohnte Kost präsentiert. Demzufolge trifft man in nahezu allen Werke des Quartetts auf einen großen, mürrischen Typen mit breiten Schultern und auf eine heitere Person, sprich, das genaue Gegenteil. Auch arbeitet CLAMP gerne mit Chibi-Figuren.

Yoshiki Nakamura

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Yoshiki Nakamuras Figuren fallen sofort auf: große, schlanke Charaktere mit kleinen Köpfen, die allesamt als Models durchgehen könnten. Klar, die Proportionen fallen teilweise merkwürdig aus, was sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist. Ungeachtet dessen gibt es jedoch etwas, das die Faszination ihres Zeichenstils ausmacht. Besondere Beachtung verdienen die eindrucksvolle Gestik und Mimik der Figuren, die zu starken Emotionen und Identifikation führen. Dabei stechen besonders die detailliert gezeichneten Augen heraus. Sicherlich sind Nakamuras Zeichnungen shojotypisch aber im Gesamtbild dennoch eine Marke für sich. Dazu kommt, dass sich ihr Stil im Laufe der Jahre immer mehr verbessert hat.

Arina Tanemura

kamikaze kaito jeanne

Arina Tanemuras glänzt in ihren zahlreichen Werken mit schönen filigranen Illustrationen, wobei sich ihre Charakterdesigns von Serie zu Serie sehr ähneln, was aber nicht unbedingt negativ bewertet werden muss. Tanemura hat nun mal ihren eigenen unverkennbaren Stil. Sie zeichnet sehr detailverliebt und schenkt ihren Figuren durch Kleinigkeiten das gewisse Etwas (ob es nun die Kleidung betrifft, der Haarschmuck oder was auch immer).

Io Sakisaka

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Io Sakisakas Zeichnungen lassen sich als shojotypisch beschreiben und sie gehören zu der “zarten” Sorte. Sie besitzen dennoch Wiedererkennungswert. Die Mangaka beweist Feingefühl bei der Ausarbeitung ihrer Protagonisten – ob es die Gestaltung des Gesichts oder der Haare ist.

Eiichiro Oda

one piece 76

Eiichiro Odas Charakterdesign besitzt einen großen Wiedererkennungswert und ist shonentypisch. Das weibliche Geschlecht kommt sehr oft mit üppigen Rundungen (Oberweite, Hüfte) und einer sehr schlanken Taille daher. Auch orientierte der sich Mangaka an bekannte Comic-Figuren wie Pinocchio oder Popeye. Oda ist Fan vom Altmeister Akira Toriyama. Das hinterlässt auch gewisse Spuren in One Piece. Neben dem Charakterdesign sind auch die fiktiven Kulissen und Tiere in One Piece ein großer Hingucker. Oda beweist hier sehr viel Liebe fürs Detail und Fantasie.

Akira Toriyama

dragon ball

Akira Toriyama darf in dieser Liste selbstverständlich auch nicht fehlen. Sein Zeichenstil sticht aus der Masse heraus. Der Mann besitzt eine unverkennbare Art, welcher er natürlich durchweg treu geblieben ist. Dem Betrachter werden zum einen die aus Dragon Ball bekannten mehr als muskulösen männlichen Figuren in Erinnerung sein oder die Augen beziehungsweise das oftmals skurrile Aussehen der Charaktere. Dazu kommt die Ausarbeitung von fiktiven Autos, Robotern, Panzern, Häusern und vieles mehr. Toriyama tobt sich in seinen Werken fantasievoll aus – wobei Kenner viele seiner Ideen auch in anderen seiner Titeln wiederfinden werden.

Naoko Takeuchi

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Naoko Takeuchis Zeichnungen mögen proportional nicht gerade perfekt sein – die Figuren kommen mit breiter Hüfte, schlanker Taille, großen Augen, spitz zulaufenden Ecken/Kanten und langen Beinen. Dennoch besitzen die Designs, die der Leser aufgrund der Popularität der Serie kennt, einen großen Identifikationsfaktor.

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Jetzt seid ihr gefragt: Welche Mangaka reihen sich denn eurer Meinung nach ebenso in diese Auflistung mit ein?

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2 KOMMENTARE

  1. Naoki Urasawa (Pluto, Monster, 20th century boys) , Takehiko Inoue (Slam Dunk, Real, Vagabond), Kentaro Miura (Berserk), Hiroya Oku (Gantz) und Takeshi Obata (Death Note, Bakuman) dürfen definitiv in so einer Liste nicht fehlen. Ihr solltet unbedingt auch eine Liste der Mangakas mit den schönsten Zeichenstils veröffentlichen.

    PS: tolle Arbeit, aufgrund eurer website bin ich immer up to date das im Anime/Manga genre immer vor sicht geht. Hut ab!

  2. Meiner Meinung nach hat Masakazu Katsura (u.a. Video Girl Ai) einen einzigartigen Stil, der gerade durch schöne Gesichter sehr hervorsticht =)
    Auch sehr einzigartig sind Yukito Kishiro (Battle Angel Alita) und Makoto Yukimura (Vinnandi Saga), um nur ein paar zu nennen 😉

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