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Special: Aldnoah.Zero – Auf den Spuren der Kriegsgeschichte

Kazé brachte im Jahr 2015 gewaltige Action nach Deutschland, denn Aldnoah.Zero, so heißt der Anime, bringt gewaltige Mech-Power und die Spannung einen Krieg selbst mitzuerleben mit sich.

Der Start der Geschichte begann im Jahr 1972, als die Weltraummission Apollo 17 auf der Rückseite des Mondes ein sogenanntes Hypergate entdeckt hat, mit der man dann in der Lage war, den Planeten Mars zu besiedeln. Die Kolonisten, dessen Leitung bei dem Doktor Rayregalia Vers Rayvers lag, haben zeitgleich antike Ruinen entdeckt mit einer Aldnoah genannten weit überlegenen Technologie. Als man dann das Potenzial dieser Technologien entdeckt hatte, brach ein Konflikt zwischen den Siedlern und der Erde aus, dessen Resultat im Jahre 1985 war, dass der Mars zu dem Kaiserreich Vers (Jap.: Vāsu Teikoku) wurde und sich für unabhängig erklärte. Die Erde betrachtete anschließend diese als potenzielle Bedrohung und so beendeten sie den Kalten Krieg und schlossen sich zu einem Weltstaat zusammen. Anschließend geschah es dann im Jahre 1999, der zweite Kaiser von Vers Gillsaia erklärte der Erde den Krieg, was die Folge hatte, dass das Hypergate außer Kontrolle geriet und den halben Mond vernichtete. Daraufhin fielen riese Mondbrocken auf die Erde und richteten riesen Schaden an, ganz besonders in Nord- und Südamerika, die durch enorme Einschlagskrater um die Hälfte ihrer Landmasse verloren haben.

Dieser Vorfall, welcher als Heaven’s Fall („Himmelssturz“) bekannt ist, hat 50% der Bevölkerung auf der Erde und ebenfalls den Kaiser von Vers ausgelöscht. Angesichts dieser Katastrophe, entschlossen sich dann beide Seiten zu einem Waffenstillstand. Nach dem Tod von Gillsaia, übernahm Rayregalia erneut die Position des Kaisers. Abgeschnitten vom Mars sind 37. Marsritter, also Personen, die vom Kaiser die Macht des Aldnoah erhielten und zu den Adligen im Kaiserreich zählen, im Erdorbit verblieben. Mit der Macht des Aldnoah ist es möglich auf antike Marstechnologie basierende Mechs zu kontrollieren, die den Erdwaffen um Längen überlegen sind. Diese Mechs nennt man Kataphrakt. Außerdem sind sie auch im Besitz von „Landeburgen“ (Jap.: yōrikujō), sogenannten gewaltigen Kampfstationen und unterhalten ihre eigenen unabhängigen Armeen. In der Zwischenzeit sind neben dem Wiederaufbau der Erde, eigene, aber primitive Mechs in der Entwicklung, aufgrund der Sorge, dass ein neuer Krieg bald ausbrechen könnte. Dazu wird auch eine bindende Militärausbildung an Schulen eingeführt.

Eine Kooperation mit Erfolg!
Die Produktion des Anime wurde von Nitro+ am 16. Februar 2014 bekanntgegeben. Und tatsächlich wurde bei dem Anime oft Wert auf eine Arbeit mit Kooperation mit anderen gelegt, denn die anschließende Animierung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von A-1 Pictures und Troyca, welcher zu dem Zeitpunkt vor wenigen Monaten von Serienregisseur Ei Aoki gegründet wurde. Eine weitere Zusammenarbeit war die von Nitro+ Hausautor Gen Urobuchi, welcher auch schon zusammen mit Ei Aoki an Fate/Zero gearbeitet hat. Gen Urobuchi lieferte das Konzept für den Anime, doch das eigentliche Seriendrehbuch wurde basierend auf seinem Konzept von Katsuhiko Takayama verfasst. Urobuchi hatte aber das Drehbuch für die ersten drei Folgen geschrieben.

Character Designer war Masako Matsumoto, die auch die Animationsleitung hatte, basierend auf den Entwürfen der Zeichnerin Takako Shimura, welche den Manga Hōrō Musuko erschuf, der ebenfalls von Ei Aoki als Anime verfilmt wurde. Die Mechs aber wurden von I-IV und Kenji Teraoka entworfen. So sieht man also, dass durch eine Zusammenarbeit mit mehreren Leuten etwas wirklich Gutes entstehen kann. Der Anime besteht aus 2 Staffeln. Die erste Staffel mit 12 Folgen wurde vom 6. Juli bis zum 21. September ausgestrahlt. Die zweite Staffel mit ebenfalls 12 Folgen lief vom 11. Januar bis 29. März. In Nordamerika ist Aldnoah.Zero von Aniplex of America lizenziert, die ihn mit englischen Untertiteln gestreamt hatten. In Deutschland aber wollte Kazé den Anime erst im ersten Halbjahr 2015 herausbringen.

Wer spricht denn da?
Die Synchronsprecher, welche die Hauptrollen gesprochen haben, sind unter anderem auch in vielen anderen tollen Animes im Einsatz gewesen. Der Sprecher von Inaho Kaizuka wird gesprochen von Natsuki Hanae, welcher auch aus Tokyo Ghoul als Ken Kaneki, Sword Art Online II als Kyouji Shinakawa oder Shigatsu wa Kimi no Uso als Kousei Arima bekannt ist. Dann gibt es da auch noch den Kenshou Ono, der aus Serien wie Owari no Seraph als Mikaela Hyakuya und Kuroko no Basket als Kuroko Tetsuya bekannt ist, der den Charakter Slaine Troyard spricht. Und dann ist da noch die Prinzessin Asseylum, welche von Sora Amamiya, bekannt aus Nanatsu no Taizai als Elizabeth Liones und Plastic Memories als Isla, gesprochen wird. Doch auch die deutschen Sprecher hatten schon in guten Animes mitagiert. Die Charaktere Inaho Kaizuka, Slaine Troyard und Prinzessin Asseylum Vers Allusia wurden von Maximilian Artajo (bekannt aus Angel Beats als Takeyama), Sebastian Fitzner (bekannt aus Angel Beats als Ooyama) und Josephine Schmidt (bekannt aus Mahou Shoujo Madoka Magica als Hitomi Shizuki) gesprochen.

Höre ich da etwas Deutsch aus dem Lied heraus?
Der Soundtrack der Serie ist von Hiroyuki Sawano. Das Opening ist geschrieben von Yuki Kajiura und gesungen von Kalafina. Dann gab es zwei Endings, einmal aLIEz (Folge 4, 7, 8, 10 und 11) und A/Z (Folge 2, 3, 5, 6 und 9), die beide von Sawano geschrieben und komponiert wurden und von SawanoHiroyuki[nZk]:mizuki gesungen wurde. Und man hört tatsächlich hier etwas Deutsch heraus, denn SawanoHiroyuki[nZk] ist Sawanos Musikprojekt und bekannt dafür, dass es auch teilweise deutsche Liedtexte enthält.

Klassisch als Print.
Natürlich gibt es da ja auch noch den Manga, der von Pinakes gezeichnet wurde und von Hōbunsha verlegt wird. Doch dieser Manga ist besonders, denn er erscheint nicht wie es üblich ist kapitelweise in einem Magazin, nein, stattdessen erscheint er direkt als Sammelband. Die drei Bände erschienen am 11. August 2014, 12. November 2014 und 12. März 2015 und ein weiterer Band, der als Prolog für die zweite Staffel gilt und von Bampaku Fuyuno gezeichnet wurde, erschien am 12. Februar 2015. Auf Deutsch erscheint der Manga seit Mai 2015 und wird ebenfalls von Kazé veröffentlicht. Bislang sind 3 Bänder veröffentlicht. Der 4. Band folgt im März 2016. Neben der eigentlichen Story gibt es auch ein Spin-off mit dem Namen Aldnoah.Zero Gaiden: Twin Gemini, der von Kiyokazu Satake stammt. Der erste Band davon erschien am 11. Oktober 2014.

Geballte Spannung!
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Anime Aldnoah.Zero sich wirklich sehen lassen kann, denn man erlebt wahre Spannung und kann sich einen Anime mit einer anständigen und geschichtlichen Story und erstaunlichem Setting anschauen.

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