Starke Heldinnen! Shojo-Manga, in denen SIE die Hosen an hat …

Das Shojo-Genre steht oft in Kritik für seine schwachen weiblichen Hauptfiguren. Sie heulen dicke fette Kullertränen oder beugen sich dem männlichen Geschlecht nahe zu widerstandslos – benehmen sich schlicht weg unauthentisch. Doch es gibt auch Titel, da sitzt SIE am längeren Hebel. Folgende Shojo-Manga, auf die genau dies zutrifft, können wir euch ans Herz legen.

Wenn es um starke Frauen und Emanzipation geht, dann steht Naoko Takeuchis Sailor Moon ganz weit oben. An dieser Stelle ist übrigens nicht nur die Protagonistin Usagi Tsukino nennenswert, deren Persönlichkeit sich von einer Heulsuse zur starken Heldenfigur entwickelt. Nein, auch ihre Freundinnen entpuppen sich als selbstbewusste weibliche Charaktere. Und wenn man bedenkt, dass Sailor Moon der Vorreiter dafür war, lesbische Beziehungen ganz unvoreingenommen ins Spiel zu bringen, dann bekommt die Rolle der Frau in diesem Werk noch einen ganz anderen Aspekt in Richtung Toleranz.

Pretty Guardian Sailor Moon
Pretty Guardian Sailor Moon

Die Handlung von Robicos My Little Monster erzählt die angehende Freundschaft zwischen der eiskalten Streberin Shizuku und dem naiven Schulschwänzer Haru. Eine Kleinigkeit verbindet beide: Ihr Wesen sorgt dafür, dass sie nur wenige soziale Kontakte knüpfen konnten. Shizuku stellt in der Geschichte eine starke weibliche Persönlichkeit dar, während Haru doch eher als Problemfall bezeichnet werden kann. Das Mädchen hat den Jungen irgendwo voll im Griff und erkennt zügig, dass sie sich in Haru verliebt hat. Noten und gute Schulleistungen zieht Shizuku allerdings vor. Da sich ihre Beziehung zu Haru recht kompliziert entwickelt, trifft das Mädchen eiskalte Entschlüsse. Shizuku mag zwar nicht immer die richtigen Entscheidungen treffen, dennoch beweist sie als weibliche Hauptfigur Stärke.

My Little Monster
My Little Monster

Die Heldin von Yoshiki Nakamuras Skip Beat! wirkt zu Beginn der Story naiv und dumm, da sich ihr gesamtes Leben stets um einen Mann drehte. Doch der Fakt, über all die Jahre ausgenutzt worden zu sein, löst in Kyoko eine Wendung aus. Sie wächst über sich hinaus und setzt sich ein neues Ziel. Auch wenn sich für genau diese Entwicklung ein weiterer Mann verantwortlich zeigt, dem sie nicht abgeneigt ist, fokussiert Kyoko aufgrund diverser Gründe nicht Romantik und Liebe, sondern stellt ihre eigene Karriere in den Vordergrund. Das macht in der Serie nicht nur einen fiesen Love-Twist aus, sondern die innerlich zerbrechlich wirkende Kyoko zu einer selbstbewussten Frau, die sich nach Emanzipation sehnt.

Skip Beat!
Skip Beat!

Die weibliche Hauptfigur in Mika Yamamoris Daytime Shooting Star, Suzume, besitzt identifizierbare Stärken und Schwächen. Als Mädchen vom Lande nutzt sie lockere Umgangsformen und ist nicht auf dem Mund gefallen. In der Geschichte zieht es Suzume in die City und sie erlebt dort emotionale Höhen und Tiefen. So verliebt sich das Mädchen in ihren Lehrer, während ein Mitschüler Gefühle für sie entwickelt. Doch Suzume geht mit der Situation souverän um und sammelt dabei wertvolle Erfahrungen im Umgang mit der Liebe.

Daytime Shooting Star
Daytime Shooting Star

Die kühle, direkte und schlagfertige Maria aus Miyoshi Tomoris Akuma to Love Song wirkt auf andere unnahbar und hat kaum Freunde. Trotzdem gelingt es ihrem Mitschüler Shin dank der Vorliebe für Musik zu ihr durchzudringen. Maria beginnt sich anderen gegenüber zu öffnen und knüpft soziale Kontakte. Sie zeigt sowohl Schwächen als auch Stärken, bleibt dabei aber ein selbstbewusstes Mädchen mit Ecken und Kanten.

Akuma to Love Song
Akuma to Love Song

Jetzt seid ihr dran: Welche Shojo-Manga würdet ihr empfehlen, in denen die Protagonistin eine starke Persönlichkeit darstellt?

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4 KOMMENTARE

  1. Einige Empfehlungen, die ich geben würde, sind hier bereits gefallen: Sip Beat, Peach Girl, Othello und die Animeadaption von “Attack No.1” (Besser bekannt als “Mila Superstar”). Zu letzterem kenne ich leider nicht die Mangavorlage und da man ja weis, das Manga/Light Novelle/Anime sich nicht selten, teilweise erheblich von einander unterscheiden, urteile ich daher nicht über den Manga.
    Welche fehlen meinerMeiunung nach noch irgendwie?

    – Fullmoon wa sagashite
    Mitsuki Koyama ist 12 Jahre alt und ihr größter Wunsch ist Sängerin zu werden. Doch sie leidet an einer Erkrankung der Stimmbänder, die zwar operabel und dadurch heilbar ist, aber das Risiko birgt, das sie danach nie wieder würde singen können. Deshalb lehnt sie eine OP ab. Was wiederum dazu führt, das ihr Leben in Gefahr ist. Der mögliche Tod des Mädchens ruft zwei Shinigami auf den Plan und … mehr verrate ich nicht. Nur soviel: ein Mädchen geht zielstrebig seinen Weg, kämpft sich durch diverse Probleme und die Romantik kommt dabei auch nicht zu kurz.
    (erschienen sind die 7 Bände in Deutschland bei Egmont, der Manga ist abgeschlossen)

    – Anatolia Story
    Dieser Manga erzählt die (etwas phantastisch anmutende) Geschichte der anfänglich 15-jährigen Yuri. Diese reist unfreiwillig aus dem modernen Japan in der Antike Mesopotaniens. Auch wenn das Mädchen am Anfang (wen wunderts bei dem Setting) etwas unsicher und schutzbedürftig wirkt, legt sich dieser Eindruck recht schnell und macht Platz für eine sehr selbstbewußte und tatkräftige junge Frau. Das geht soweit, dies sie erheblichen Einfluß auf die Geschicke nicht nur eines ganzen Landes hat.
    (28 Bände ebenfalls bei Egmont erschienen und abgeschlossen)

    – Hana-Kimi For you in full blossom
    Ein Mädchen erfüllt sich ihren Traum und geht an die Higschool ihres großen Idols. Klingt relativ unspektakulär und sehr einfach gestrickt. Tja wenn da nicht das kleine Problem währe, das diese Highschool eine reine Jungs-Schule ist und alle Schüler in Doppelzimmern in einem Internat untergebracht sind. Wer jetzt erwartet, das die junge Dame sich auf ihre Weiblichkeit verlässt um zu ihren Ziel zu kommen, der liegt thematisch am genau entgegengesetzten Ende des Universums. Doch wie behauptet man sich als Mädchen in einer nahezu reinen Männerwelt?
    (mit 24 Bänden abgeschlossen und bei Carlsen erschienen)

    – Die rothaarige Schneeprinzessin
    Was macht Frau, wenn der erste Prinz des eigenen Landes, sich in den Kopf gesetzt hat, das sie seine Konkubine werden soll und sie dazu aber absolut keine Lust hat? Ja, sie wandert aus. Das macht sie sie so schnell es geht und landet prompt … faktisch in den armen des zweiten Prinzen aus dem Nachbarreich. Dieser erkennt relativ schnell, das Shirayuki (eben jene Frau) sehr genau weis was sie will, nämlich ihren eigenen Weg gehen, ohne sich diesen von anderen diktieren zu lassen. Liebe gegenseitige Achtung und Respekt, sowie eine gehörige Portion Selbstbewustsein zeichen auch diesen Anime bisher aus.
    Warum “bisher”? Nun derzeit sind in Japan 17 Sammelbände erschienen, von denen 16 mitlerweile auch bei Tokyopop in deutsch zu haben sind. Die ganze Geschichte ist allerdings nach wie vor noch nicht abgeschlossen und ein Ende ist nicht wirklich vorrauszusehen.

    Übrigends sehe ich bei dem eingangs erwähnten Skip Beat auch noch nicht unbedingt ein Ende in naher Zukunft. Während wir bei Carlsen Manga bei Band 36 angekommen sind, sind es in Japan bereits 40 Bände und nach allen Informationen die ich derzeit habe, beginnt gerade ein weiterer Handlungsstrang. Wobei auch ich sehr hoffe, das all die Mühen von Kyoko ein hoffentlich gutes (und romantisches) Ende finden.

    Dies sind meine aktuellen Empfehlungen, aber mit Sicherheit werden da noch ein paar dazu kommen. Denn ich kenne bei weitem noch nicht alle, die mich interessieren könnten. Vielleicht sind da noch ein paar Perlen darunter? Wer weis.

    Euch viel Lesespaß wünschend, verbleibe ich euch in krächzender Erinnerung.

  2. Für mich ganz klar Lady Oscar…ein manga aus den 70ern in dem es um Oscar François de Jarjayes, die sechste Tochter eines Generals…die auf die zukünftige Königen Marie Antoinette aufpassen muss…wenn man ein shojo Charakter als stark betitelt dann ist es definitiv Lady Oscar…aber für mich sind so oder so die alten shojo Charaktere viel stärker als die jetzigen

    siehe: Mila Superstar Lady Georgie und unzählige andere Charaktere

  3. Ich liebe Akuma to Love Song…
    Bisher konnte mich kein anderer Manga/keine andere Mangareihe so fesseln… Ich wollte unbedingt immer den nächsten Band haben und würde mich freuen, wenn es doch noch eine Fortsetzung geben würde…
    Spannende Story, spannende Charaktere und Musik hat mich schon sehr gefesselt… Und Maria Kawai ist unfassbar mutig und selbstlos, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht erkennen kann…

  4. ich würde in der Reihe noch Peach Girl und Othello Empfehlen.
    In Peach Girl geht es um Momo die so ihre höhen und tiefen in der Liebe hat und eine “Freundinn” die ihr ausreichend Steine in den Weg legt. Sie selbst ist aber selbstbewusst und geht ihren Weg auch Aleine wenn es sein muss. Sie macht einen sehr Starken eindruck.

    Bei Othello geht um ein Mädchen welches eigentlich das völlige Gegenteil ist, die kleine Yaya die sich nichts traut und von allen eher gemobbt wird. Sie ist großer Musikfan und geht auch auf Cosplaytreffen wo sie sich im Styl ihrer Lieblingsband stylt.
    Sie würde gerne in einer Band singen und natürlich macht ein Junge ihrer Schule eine Band aber sie ist zu schüchtern.
    ABER sie endwickelt eine zweite Persöhnlichkeit die immer dann auftaucht wenn sie ihr Spiegelbild sieht. Dann nennt sie sich Nana und macht alle fertig, geht auf die Bühne singt was das Zeugt hält und bestraft jeden der ihr Krumm kommt.
    Nana weis von ihren Schwachem ich, doch Yaya ahnt nichts von Nana in ihr. Das Ende der Geschichte ist überraschend und ergreifend zu gleich finde ich.

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