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Studie untersucht den Anteil an einvernehmlichem Sex in H-Manga

Studien gibt es zu vielen Themen, so natürlich auch zu Sex. Dieser kommt selbstverständlich auch in Anime und Manga vor, wobei gerade in fiktionalen Geschichten der Geschlechtsverkehr nicht immer einvernehmlich stattfindet. Genau da setzt eine Studie an und untersucht den Anteil an einvernehmlichem zu nicht einvernehmlichem Sex in Erotik-Manga.

Die Studie wurde auf der jährlich stattfindenden Niconico Super Conference (kurz Niconico Chokaigi) im Kongresszentrum der Makuhari-Messe in Tokyo vorgetragen. Die Veranstaltung wird von der japanischen Video-Sharing-Website Niconico organisiert und soll während des zweitägigen Treffens ein Fest der japanischen Internetkultur darstellen.

Einer der Vorträge vor Ort hielt Midori Makita, ein professioneller Statistiker mit Schwerpunkt auf numerischen Daten im Zusammenhang mit erotischem Manga. Als Teil der Präsentation stellte Makita seine Untersuchung als Tabelle vor, in der 19 erotische Magazine auf ihren Anteil an einvernehmlichen zu nicht einvernehmlichen Geschlechtsverkehr analysiert wurden. Die Folie wurde vom Twitter-Nutzer @hiroko_TB vor Ort entdeckt und auf Twitter veröffentlicht.

Einvernehmlicher Sex im Überblick

MagazinAnteil einvernehmlicher SexAnteil erzwungener Sex
Angel Club24%76%
Comic Kuriberon38%50%
Magazine Siberia56%44%
Comic Yumutensei69%31%
Comic Taka79%21%
Men’s Gold79%21%
Comic X-Eros83%17%
Comic Ansurium83%17%
Comic Aun81%13%
Comic Europa89%11%
Web Manga Bangaichi90%10%
Comic ExE86%10%
Comic Kairakuten86%10%
Penguin Club83%8%
Action Pizatsu92%8%
Comic Namani94%6%
Comic Lo90%5%
Comic Bavel95%5%
Magnum X100%0%
Insgesamt79%19%

 

Viele der Magazine vertreiben sogenannte Hentai-Manga (kurz H-Manga), also pornografische Manga. Dabei unterscheiden sich die Zielgruppen der einzelnen Magazine. Bei der Betrachtung fällt auf, dass die Liebe vieler Japaner zu Niedlichkeit auch nicht bei den Manga-Pornosammlungen unterdrückt werden kann, was das Beispiel des unschuldig klingenden Magazins Penguin Club zeigt.

Als Zweites fällt auf, dass zwischen dem einvernehmlichen und erzwungenen Sex eine Grauzone zu existieren scheint, so ergeben bei ca. der Hälfte aller Magazine die beiden Werte nicht zusammen 100%. Beim Magazin Comic Kuriberon fehlen z. B. 12%. Natürlich fällt auch auf, dass bei Angel Club und Comic Kuriberon weniger die Hälfte der Akte einvernehmlich verlaufen.

Einvernehmlicher Sex dominiert

Am Ende kann man zum Glück feststellen, dass gerade in einem pornografischen Medium 79% einvernehmlicher Sex ein guter Wert ist, wobei in der Realität 19% erzwungener Sex und 2% Grauzone ein Armutszeugnis wären.

Zusammenhang zu sexuellen Übergriffen vorhanden?

Die Frage der Bedeutung für die Realität wurde bei dieser Studie nicht untersucht, da müsste man also eine weitere Studie ansetzen. Gerade im Angesicht der MeToo-Bewegung und der immer noch vorhandenen sexuellen Übergriffe und Belästigungen wäre dies eigentlich eine interessante Fortführung der Untersuchung. Japan hat dabei auch noch das Problem mit der Schamkultur, obwohl sich das Problem durch die ganze japanische Gesellschaft zieht. So gibt es Belästigungen in den Zügen, in der Anime-Industrie und als Beispiel behandelte ein japanisches Männer-Magazin Frauen wie Objekte, indem es Colleges mit „leicht zugänglichen“ Studentinnen aufzählte.

Am Ende bleibt pornografisches Material Fiktion und wie bei der Diskussion mit Killerspielen muss erst ein Zusammenhang bewiesen werden. Der Zusammenhang zwischen Ego-Shootern und Amokläufen konnte ja bisher nie bewiesen werden.

Quelle: Twitter-Nutzer @hiroko_TB

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