Der Teufel ist bereit für das dritte Menü, jedoch kommen unerwartete Probleme auf Satan zu. Auch neue Charaktere kreuzen seinen Weg. Welche das sind und was euch in diesem Volume erwartet, verrät wie immer unser Test:

Wer die vorherigen Episoden bereits gesehen hat, konnte schon Bekanntschaft mit Lucifer machen. Zuerst ein erbitterter Gegner Satans, nun die helfende Hand, wenn es um Online-Nachforschungen geht. Abgesehen davon, bedient diese Figur das Klischee eines lichtscheuen Nerds. So mancher Gag geht dadurch auf seine Kosten. Doch er ist nicht der Einzige, der sich  neu in Sadaos zuhause eingenistet hat.

Mit Suzuno Kamazuki kommt ein weiblicher Charakter hinzu, sie wohnt nun ebenfalls im selben Mietshaus wie der ehemalige Dämonenfürst. Die junge Dame stammt aus einer sehr traditionellen Familie und benimmt sich entsprechend. Ihr Kleidungsstil umfasst nur Kimonos, auch ihre Art zu sprechen könnte aus einem klassischen Samuraifilm stammen. Ela Paul, die in mehreren kleinen Rollen in Tari Tari (Kanan Nitta, Matsuko Arita) zu hören ist, bringt diese vornehme sowie zurückhaltende Art überzeugend rüber. Nur mit den Tücken der modernen Welt scheint Suzuno nicht klar zu kommen, wodurch den Zuseher einige humorvolle Szenen erwarten. Emi vermutet, dass sich mehr hinter diesem hübschen Mädchen versteckt, denn warum ist sie so interessiert an Satan, oder ist das nur Eifersucht?

Neben Suzuno gibt es in den vier enthaltenen Episoden noch ein großes Thema: SFC. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich eine konkurrierende Fastfood-Kette, die in der Nähe von MgRonald eine Filiale eröffnet. Als frischgebackener Stellvertretender Filialleiter soll Sadao verhindern, dass zu viele Kunden an den Wettbewerber verloren gehen. Mit Hilfe seines treuen Generals entwickelt Satan teuflische Strategien, um diesen Feind in die Flucht zu schlagen.

Mitsuki Sarue

Mitsuki Sarue, der Manager von Sentucky Fried Chicken, erinnert mich optisch sehr an Team Rocket-Mitglied James (Pokémon). Auch wegen der Sonnenbrille wirkt er so, als würde er etwas verbergen oder einen Plan aushecken, um sich ein Pikachu zu schnappen. Leider wurde nicht Matthias Klie als Sprecher eingesetzt, was dieses Bild verstärkt hätte. Stattdessen leiht Marco Sven Reinbold (Toxsa Dalton in Tenkai Knights) Mitsuki seine Stimme. Die Mischung aus charmant, eingebildet sowie etwas widerlich spiegelt sich auch in der Synchro schön wider.

The Devil is a Part-Timer belohnt aufmerksame Zuseher, so gibt es in den Hintergründen kleine versteckte Anspielungen, die beim ersten Ansehen vielleicht nicht sofort auffallen. So besucht Emi natürlich ein Moonbucks Coffee und im Kino wird der Film Holy Potter gezeigt. Neben solchen Easter Eggs sind andere Gags schon offensichtlicher, wie die beiden Fastfood-Ketten, deren Vorbilder die meisten unter uns sicherlich schon mal besuchten. Aber auch so mancher Name ist eine Ableitung, so bedeutet Sadaos Nachname Maou nichts anderes als Dämonenfürst. Es gäbe auch noch andere Beispiele, jedoch macht es mehr Spaß diese selbst zu entdecken.

Disc

HD-Käufer erhalten die ansprechend animierte Serie von Studio White Fox (Super Sonico) in einer Auflösung von 1080p im 1.77:1 (16:9) Format. In den rar gesäten Kampf-Szenen zeigen sich die Effekte des Anime von der besten Seite. Aber auch in ruhigen Momenten kann die ansehnliche Animation der Figuren überzeugen. Die deutsche sowie die originale Tonspur liegen in DTS-HD Master Audio 2.0 vor. Untertitel können bei beiden Sprachen aktiviert werden. Sparking Entertainment Audioproduktionen (Arcana Famiglia) war für die Synchronisation von The Devil is a Part-Timer zuständig. Timo R. Schouren (Tari Tari), welcher fürs Dialogbuch sowie die Dialogregie verantwortlich war, verdanken wir die herrlichen Dialoge, die auf dem schmalen Grat zwischen cool und bescheuert wandern. Selbst beim wiederholten Betrachten sind diese noch unterhaltsam und laden zum Schmunzeln ein.

Bonus & Verpackung

Über den Job als Covergirl darf sich diesmal Suzuno freuen, natürlich im traditionellen Kimono. Da fällt Sadao im Hintergrund beinahe nicht auf. Anime House verwendet glücklicherweise auch hier ein Wendecover für ein FSK freies Bild. In der standardisierten Blu-ray-Hülle findet ihr zudem wieder einen Bierdeckel mit zwei Motiven. Auch ein kleines Booklet mit Hintergrundinformationen sowie Rezepten ist erneut enthalten. Auf der Disc gibt es Trailer zu Arcana Famiglia, Tari Tari und Das Leben des Budori Gusuko sowie das Opening und Ending als Karaoke Musikvideo.

The Devil is a Part-Timer bleibt weiterhin auf seinem guten Niveau. Zwar kommt es in der letzten Episode zum obligatorischen Strandsetting, doch der Ecchi-Faktor hält sich in Grenzen. So werden Chihos Rundungen primär für den Humor genutzt, was positiv aus der Masse der Konkurrenz heraussticht. Für manche könnte die ruhige Erzählweise etwas langweilig wirken, doch die vielen Gags sowie die Sprüche von Satan sind sehr unterhaltsam. Einen schönen Beweis dazu habe ich beim Ansehen selbst erlebt: Durch das Gelächter im Hintergrund von einer Person, die eigentlich mit anderen Dingen beschäftigt war und den Anime nicht mit ansehen wollte, sich aber dennoch darüber amüsierte. Wer bislang seinen Spaß an der Serie hatte, wird  nicht vom dritten Volume enttäuscht werden. Dank immer neuer Ideen bleibt das Geschehen abwechslungsreich und versinkt nicht in der Eintönigkeit. Comedy-Fans sollten dem Anime auf jeden Fall eine Chance geben.

Details

Titel: The Devil is a Part-Timer – Volume 3
Originaltitel: はたらく魔王さま!
Produktionsjahr: 2013
Genre: Comedy
Animationsstudio: White Fox
Regisseur: Naoto Hosoda
Publisher: Anime House
Länge/Episoden: circa 120 Minuten, Folge 07-10/1 Disc
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Ton: DTS-HD Master Audio 2.0
FSK: 12
Preis: circa 23,99€
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Wir bedanken uns bei Anime House für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu The Devil is a Part-Timer: Volume 3. © GAHARA SATOSHI/ASCII MEDIA WORKS/HM Project