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The Garden of Words – DVDonTest

Im April 2013 feierte Makoto Shinkais Kotonoha no Niwa auf dem Gold Coast Film Festival in Australien seine Premiere, bevor der Movie dann im Mai in Japan debütierte. Nur 11 Monate später publizierte Kazé ihn unter dem Titel The Garden of Words sowohl auf DVD als auch Blu-ray im deutschsprachigen Raum. Erstere Variante hat sich Sumikai etwas genauer angesehen. Was euch in dem 44-minütigen Film und sonst noch so auf der Disc erwartet, lest ihr in folgenden Bericht.

Der 15-jährige Takao träumt davon, irgendwann seine entworfenen Schuhe zu erstellen. Neben seiner Schule arbeitet der Junge in der Gastronomie, um die Lehrgangsgebühr für die Ausbildung zusammenzubekommen. Und trotzdem schwänzt Takao an Regentagen gerne mal die Schule, um in einem japanischen Garten seine Schuhentwürfe zu zeichnen. Dort begegnet er einer mysteriösen Frau. Seitdem wird es förmlich zum Ritual, dass der Junge die nassen Tage in der Regenzeit ausnutzt, um sie in dem Pavillon wiederzusehen.

Takao schüttet ihr mit der Zeit sein Herz aus und die Frau erfährt von seinen Plänen, Schuhmacher zu werden. Während sie immer mehr über ihn erfährt, erkennt der Junge, dass die Unbekannte nicht gerade viel über sich selbst preisgibt. Auch wird schnell klar, dass Takao Gefühle für die Frau entwickelt hat. Wer ist die Unbekannte wohl und warum ertränkt sie ihre Probleme in Bier und ernährt sich fast nur von Schokolade? Des Weiteren sei dahin gesagt, ob es für die beiden ein Happy End in der Liebe gibt.

Makoto Shinkais The Garden of Words (japanischer Originaltitel: Kotonoha no Niwa) ist ein Film für Genießer – die Blicke der Zuschauer sind stets auf das Drumherum gerichtet, welches liebevoll und bis ins kleinste Detail real dargestellt wird. Ob nun leckeres heißes Essen, bei dem der Dampf hochsteigt – und einem regelrecht das Wasser im Mund zusammenläuft – oder plätschernde Regentropfen, optisch bietet man dem Betrachter sehr viel.

 

In der Erzählung stellt Shinkai-sensei eine angehende Liebesbeziehung zwischen einem Highschool-Schüler und einer 26-jährigen Lehrerin dar, die sich zufällig in einem japanischen Garten während der Regensaison kennenlernten. In Zeitsprüngen erfährt der Zuschauer Details über das alltägliche Leben der beiden Protagonisten, welches mit Problemen und Ängsten verbunden ist. Mit Takao und Yukari erhält man zwei identifizierbare Hauptfiguren. Ob sie am Ende tatsächlich zueinanderfinden, davon sollte sich jeder selbst überzeugen. Die Geschichte entspricht dem Geschmack von Drama- und Romantik-Liebhabern, ist aber nicht das Hauptaugenmerk des Gesamtwerks – dieses liegt auf der Animation!

Die deutsche Sprachfassung ist durchaus gut geworden. Rubina Nath überzeugt in der Rolle von Yukari. Ricardo Richter als Takao schwächelt jedoch etwas in den Gedankendialogen. Wem die deutsche Tonspur nicht zusagt, der sollte die japanische wählen in der Miyu Irino und Kana Hanazawa die beiden Protagonisten überzeugend darstellen.

Für Comic-Liebhaber vielleicht noch interessant: In Japan publizierte Makoto Shinkai zusammen mit der Zeichnerin Midori Motohashi im Jahr 2013 die Manga-Adaption zu Kotonoha no Niwa, welche mit einem Band abgeschlossen ist und höchstwahrscheinlich nicht nach Deutschland finden wird.

Disc

Neben dem 44-minütigen Film The Garden of Words ist ebenso Bonusmaterial in einer Länge von 107 Minuten enthalten. Die Animation überzeugt auf dem 16:9 Bildformat und in Dolby Digital 2.0 sowie 5.0 wird das Ansehen für den Zuschauer zum Vergnügen. Wählbar ist die japanische und deutsche Tonspur. Für die Erstere stehen euch Untertitel in unserer Sprache zur Verfügung. Die deutsche Vertonung ist zwar passend gewählt gibt aber die Emotionen meiner Meinung nach nicht so gut wieder, wie die japanische Besetzung. Der Film kommt ohne Altersbegrenzung.

Bonus

Ihr könnt euch auf ein 107-minütiges Bonusmaterial freuen. Dazu zählt Makoto Shinkais Kurzfilm Proud Future Theater (Originaltitel: Dareka no Manazashi), ein animiertes Storyboard sowie Interviews mit sowohl Shinkai-sensei als auch den japanischen Sprechern Miyu Irino und Kana Hanazawa.

Verpackung

Die DVD befindet sich in einer schmalen Hülle aus Pappe, die in einem Schuber aus demselben Material liegt. Die zwei genannten Verpackungen schmückt ein anderes Cover, wobei auf beiden die Hauptcharaktere im japanischen Garten abgebildet sind. Auf der Rückseite des Schubers findet man die Inhaltsangabe und sämtliche technische Details. Die Disc selbst wurde ebenso bedruckt.

Wer bereits andere Filme von Makoto Shinkai kennt der weiß, dass der Herr sich punkto Emotion, Realität und animierter Meisterleistungen sehr gut auskennt. The Garden of Words reiht sich in diese Liste ebenso ein. Der Movie überzeugt nicht nur mit einer detailverliebten sowie alltäglichen Geräuschkulisse und Umgebung, sondern auch mit seinen glaubhaften sowie identifizierbaren Protagonisten. Im Laufe der 44 Minuten werden immer mehr Fakten über die Unbekannte im Pavillon preisgegeben, die sich als 26-jährige Lehrerin Yukari Yukino entpuppt und mit ihrem Leben etwas aus den Fugen geraten ist. Die Slice-of-Life-Geschichte weiß den Zuschauer zu fesseln, der entspannt vor dem Fernseher hockt und sich von den Bildern verwöhnen lässt. Der Fokus des Werkes liegt nämlich eindeutig auf die Optik, viel Charakter- und Storyentwicklung darf man nicht erwarten. Trotzdem ist dieses Genre nicht jedermanns Geschmack, daher ist The Garden of Words Zuschauern zu empfehlen, die Alltagsgeschichten lieben und sich von der qualitativen Animation verzaubern lassen möchten.

Freundlicherweise wurde uns ein Rezensionsexemplar zu The Garden of Words von Kazé zur Verfügung gestellt.

© Makoto Shinkai / CoMix Wave Films
© 2014 VIZ Media Switzerland SA (German Version)

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Kommentare

2 Kommentare

  1. Hast du wirklich die richtige deutsche Fassung geschaut ??
    Empfehle dir das Ende nochmal genauer anzugucken ! Zu sagen, die Emotionen wären nicht so gut, ist schlichtweg falsch &’ zeugt von fehlender Kenntnis/Ahnung. Selten so tolle Sprecher gehört, die Emotionen BESSER übertragen konnten.

    • Der Review widerspiegelt meine Meinung und nicht jene von anderen. Deine “anonymen” Beschimpfungen prallen daher an mir ab ;). Ich finde die japanische Besetzung einfach emotional überzeugender, was anderes drückt der Text auch nicht aus! Wenn du den Artikel genauer gelesen hättest, dann wüsstest du auch, dass ich die gute Leistung der deutschen Sprecher gelobt habe, Rubina Nath insbesondere. Alles andere ist Geschmackssache.

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