Oh mein Gott – Manga-Test

Tooko Miyagi ist hierzulande keine Unbekannte. EMA publizierte bereits 2008 ihren Oneshot Byakuya Zoushi. Schließlich folgte im Juni 2014 das nächste Werk der Mangaka Oh mein Gott, das zwei Bände umfasst. In Japan debütierte der Romance-Manga unter den Originaltitel Seirei Produce im Jahr 2009 in Kadokawa Shotens Magazin Asuka. Allein die zuckersüße Illustration auf dem Cover mag für so manch einen Leser verlockend wirken. Ob die Optik in diesem Fall mehr verspricht als die Geschichte, dem geht AnimeY in diesem Review auf dem Grund.

Die 16-jährige Shiina Momose hält nichts von Horoskopen, Talismane und anderen übersinnlichen Dingen. Dennoch verfügt sie über zwei linke Händchen und holte sich dadurch bei ihren Bekannten den Spitznamen »Göttin der Zerstörung« weg.

Eines Tages begegnet Shiina zwei seltsame Typen. Einer von ihnen verhält sich recht mysteriös und das Mädchen glaubt, Sektenmitgliedern gegenüberzustehen. Nach dieser Begegnung passieren weitere kuriose Dinge und kurze Zeit später tauchen die zwei männlichen Gestalten von zuvor abermals auf. Wie sich herausstellt, hat ein magischer Fächer die beiden direkt zu Shiina geführt. Einer von ihnen stellt sich dem Mädchen als Amane vor, der in die Menschenwelt kam, damit er dort möglichst viele Anhänger findet, die an ihm glauben, um letztendlich zum Gott zu werden.

Shiina glaubt, sie sei im falschen Film. Schließlich stellt sich heraus, dass das Mädchen ein Gott in Menschengestalt ist und aus welchem Grund auch immer scheint sich ihre körperliche Verfassung auch auf Amane zu übertragen. Das Chaos ist perfekt, als Shiina den magischen Fächer kaputtmacht und somit Amane die Rückkehr in seine Welt unmöglich macht. Kurzerhand quartiert sich dieser nun bei dem Mädchen ein und erklärt sie zu seinem Eigentum …

Man nehme einen altmodisch denkenden, gut aussehenden, arroganten und ziemlich direkten Möchtegern-Gott namens Amane, lasse diesen im Haus einer »eigentlich« normalen Oberschülerin einziehen und es entstehen lauter witzige Konfrontationen. Des Weiteren besteht zwischen beiden auch noch eine übersinnliche Verbindung, sodass das Zweckbündnis perfekt ist. Shiina rutscht immer tiefer in Amanes Angelegenheiten hinein, lernt dabei aus der japanischen Mythologie stammende okkultistische Gegebenheiten kennen (von denen das Mädchen zuvor eigentlich nichts hielt), muss sich natürlich so nebenbei mit der verzwickten Situation arrangieren. Es dauert nicht lange, da kommen ein Schutzgott sowie dessen Diener mit ins Spiel – in Band 1 die Brüder Kitsune und Okami – die ihnen das Leben erschweren.

Mit jeder Menge Fantasy-Elemente sowie romantischen Knistersituationen, geschmückt mit ein bisschen Action, gestaltete Miyagi-sensei die Erzählung von Oh mein Gott. Sicherlich erzählt die Story nichts Neues, trotzdem sorgen die Eigenarten der Protagonisten für spaßige Dialoge. Tooko Miyagis attraktives Charakterdesign gibt dem Gesamtwerk ein i-Tüpfelchen. Als Extras werden dem Leser Skizzen zur Entstehung des Mangas geboten und EMA legte noch zwei Farbseiten oben drauf. Shojo-Fans sei dieser Zweiteiler wärmstens ans Herz gelegt.

Wir bedanken uns bei EMA für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Oh mein Gott, Band 1.

Seirei Produce © 2012 Tooko Miyagi / Kadokawa Corporation, Tokyo
Oh mein Gott © 2014 EGMONT EHAPA VERLAG GMBH