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Touristen am Chihiros-Reise-ins-Zauberland-Bahnhof sorgen für Ärger

Als der Ghibli-Film Chihiros Reise ins Zauberland 2001 erschien, waren Menschen weltweit von der Story und dem Setting fasziniert. Viele Orte in dem Film sind von Regionen in Japan inspiriert und mehr oder weniger in der realen Welt zu finden. Besonders beliebt ist aktuell ein Bahnhof in der Präfektur Ehime, der an die Bahnstation im Meer aus dem Film erinnert. Die vielen Touristen sind jedoch mittlerweile ein Ärgernis.

Genauer handelt es sich um die Shimonada-Station der Yosan-Line von JR Shikou. Wie das Original befindet sie sich direkt am Meer und ein paar alte Schienen verlaufen teilweise durch das Wasser. Obwohl nicht bestätigt, glauben viele Ghibli-Fans, dass der Bahnhof die Inspiration für den Filmbahnhof war.

Aus dem Grund pilgern viele Fans nach Shimonada, um beeindruckende Fotos zu machen. Vor allem die Schienen in der Nähe, die durch das Wasser gehen, sind ein beliebtes Motiv. Doch genau das sorgt aktuell für Probleme. Die Schienen gehören gar nicht zur Station und sind für die Öffentlichkeit gesperrt, da sie sich auf dem Gelände einer Schiffswerft befinden. Trotzdem betreten Personen die Schienen und das Gelände, um Fotos zu machen.

Nach Angaben des Zuständigen ist es mittlerweile ein ernsthaftes Problem. Um die 100 Personen kommen täglich und betreten nicht nur das gesperrte Gelände. Zusätzlich hinterlassen sie ihren Müll. Um dem entgegenzuwirken, versucht der Besitzer des Geländes nun die Touristen über Facebook zu informieren und auf das Problem aufmerksam zu machen.

Schienen gehören nicht zum Bahnhof

Viele scheinen nämlich nicht zu wissen, dass sie sich auf dem Werftgelände befinden und die Schienen nicht zum Bahnhof gehören. In einer Nachricht heißt es, dass die Schienen nicht zu Chihiros Reise ins Zauberland gehören und es kein besonderer oder versteckter Ort ist. Mit den Schienen holen sie Schiffe ans Land, um sie zu reparieren. Besucher sollen sie deswegen nicht fotografieren, schließlich gehören sie zur Arbeitsausrüstung. Weiter fragt der Betreiber, wie die Besucher es finden würden, wenn 100 Menschen täglich durch ihr Haus rennen. Er bittet deswegen inständig, dass die Menschen aufhören das Gelände zu betreten.

Die Meitetsu-Tokoname-Linie versucht ebenfalls den Irrtum aufzuklären. Auf Twitter schrieb der Betreiber, dass die Inspiration für den Bahnhof aus dem Film von der Meitetsu-Tokoname-Linie stammt, die von Typhon Vera 1959 überflutet wurde. Fotos von damals belegen die Aussage und zeigen den Imo-Mushi-Zug, der dem im Film sehr ähnlich sieht.

Zusätzlich war es damals eine große Meldung im ganzen Land und Regisseur Hayao Miyazaki erfuhr mit 18 Jahren sicherlich von dem Ereignis. Ob der Vorfall wirklich die Inspiration war, bleibt jedoch ungewiss. Sicher ist jedoch, dass die Schienen der Werft in Shimonada keine Vorlage sind und Fans von Chihiros Reise ins Zauberland ihre Erinnerungsfotos lieber nur am Bahnhof selbst machen sollten.

Quelle: Hachima Kikou

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