MangaManga & Anime

Unsere Lieblingsmanga aus 12 Jahren Tokyopop unter Jo Kaps

Joachim Kaps verlässt den Verlag Tokyopop, den er seit dem Start in Deutschland geformt hat.

Unter seiner Geschäftsführung (seit 2004 bis 2016) hat Tokyopop viele tolle Manga auf den Markt gebracht und so haben sich die Redakteure zusammengesetzt und einige ihrer Lieblingsmanga herausgesucht.

Sarah: Hiniiru – Wie Motten ins Licht (2016)
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Hiniiru Vol. 1 © 2014 by Yuichi Kato / Kadokawa Shoten Co., Ltd.

Kagero und Momiji sind schon seit der Kindheit eng befreundet. Seit jeher ließ sich der Junge von der anhänglichen Brünette beschützen.

Als jedoch die sogenannten Dross ausgerechnet ihre Schule attackieren, muss Kagero mitansehen, wie seine Freundin sich für ihn opfert. Doch statt wie erwartet zu sterben, verwandelt sich Momiji selbst in eines dieser Monster. Trotz aller Angst fasst der Schüler einen unglaublichen Entschluss: Nun ist es an der Zeit, dass ER zum Retter wird.

Eigentlich hatte ich Hiniiru überhaupt nicht auf dem Schirm. Allerdings ergab es sich, dass ich nach einem langen, nervigen Tag einen Abstecher in die Manga-Abteilung unseres örtlichen Buchladens machte. Zufälligerweise sortierte die Verkäuferin dort gerade die Neuheiten ein. Dabei fiel mein Blick auf den Jungen mit der brennenden Hand. Aus irgendeinem Grund war dieser Anblick für mich Grund genug, den Manga zu kaufen. Mittlerweile warte ich sehnsüchtig auf jeden neuen Band.

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fallenshadow: Emma: Eine viktorianische Liebe (2006)
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EMMA © 2002 by Kaoru Mori / Enterbrain Inc.

Liebe kennt keinen Standesunterschied. Das ist die Botschaft von Kaoru Moris zehnbändigem Emma: Eine viktorianische Liebe.

Zu Zeiten von Königin Viktoria lebt das fleißige und schüchterne Dienstmädchen Emma bei Mrs. Stowner. Die ältere Dame war einst die Gouvernante von William Jones, Erstgeborener einer reichen Handelsfamilie. Wie das Schicksal so will, lernen sich Emma und William nicht nur kennen, sondern auch lieben. Doch diese Verbindung passt vielen nicht in den Kram, die Williams Zukunft schon anders verplant haben.

Mit Emma erzählt Kaoru Mori eine einfühlsame Geschichte, die simpel und ausgefallen zugleich ist. Dunkle und schöne Momente gehen Hand in Hand und bezaubern mit ihrer gekonnt vermischten Gegensätzlichkeit den Leser. Die Mangaka zeigt ein gutes Gespür für klassische Romantik mit tiefen, ehrlichen Gefühlen, ohne kitschig zu wirken. Das Charakteraufgebot ist vielschichtig und ausgearbeitet, sodass man (fast) jede Figur schnell ins Herz schließt.

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Anne: TEN COUNT (2015)
TEN COUNT © 2013 by Rihito Takarai/Shinshokan

Rihito Takarais Boys-Love-Manga TEN COUNT sticht unter den typischen Vertretern des Genres hervor und zählt deswegen zu meinen Favoriten.

Es geht um Tadaomi Shirotani, der an Mysophobie leidet und somit Angst vor Bakterien, Viren und Schmutz hat. Dieser lernt den angehenden Arzt Riku Kurose kennen, der ihn von seiner Krankheit heilen will und ihm die Aufgabe gibt, die zehn Dinge aufzuschreiben und anzugehen, vor denen er sich am meisten ekelt. Beim Abarbeiten dieser Liste kommen sich die beiden näher und Shirotani gelingt es langsam, seine Angst zu überwinden.

Man findet bei TEN COUNT zwar das klassische Uke-Seme-Klischee wieder, doch stehen die psychischen Probleme und deren nicht immer ganz einfache Lösung im Vordergrund. Auch ohne die obligatorischen Yaoi-Szenen würde ich diese Serie immer wieder lesen wollen – und das will bei mir schon viel heißen! Danke für diese tolle Serie, Tokyopop!

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Nelli: Switch Girl!! (2010)
Nika aus Switch Girl!! © Sumikai

Ein ganz besonderer Titel, bei dem ich mich endlich mal sehr verstanden gefühlt habe – das ist Switch Girl!!.

All die Schickimicki-Mädchen-von-nebenan langweilen mich nur noch. Nika zeigt endlich, dass Mädchen (bis auf einige Ausnahmen) nicht naturschön geboren sind und dass Küssen weniger romantisch aussieht, als man glaubt. Die herrlich erfrischende Protagonistin ist nicht einfach nur süß schusselig wie die meisten und ergattert damit auch noch ihren Traumprinzen. Nein, in Wahrheit verstellt sie sich täglich vor der ganzen Welt, außer ihren engsten Vertrauten. Wegen der oberflächlichen Gesellschaft hübscht sie sich jeden Tag künstlich auf, trägt aber insgeheim aus Bequemheit lieber einen Liebestöter statt einem sexy Tanga. Trotzdem ist sie nicht eitel; das beweist nicht zuletzt ihr Outing am Ende der Serie. Ihre erfrischende Art und ihr Gerechtigkeitssinn sind die Eigenschaften, wegen der sich Arata in sie verliebt.

Nika (von Nelli gezeichnet)
Nika aus Switch Girl!! © Sumikai

24 Bände Lachen und Weinen mit ihren On- und Off-Modi – danke an das Mädchen, welches mir diesen Titel einst empfohlen hat! Und danke dafür, Tokyopop, dass ihr diese wunderbare Heldin nach Deutschland geholt habt! Ich habe Nika sehr gefeiert und etliche Bilder aus dem Manga nachgezeichnet, um mir etwas von diesem grandiosen Zeichenstil abzuschauen.
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Clopin: Gute Nacht, Punpun (2013)
Oyasumi Punpun © 2007 by Inio Asano/Shogakukan Inc.

Gute Nacht, Punpun ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden und die Liebe.

Dabei ermöglicht es der Autor, durch die zeichnerische Darstellung Punpuns, einen Blick in die Seelenwelt des Protagonisten zu werfen. Wir sehen durch sein Äußeres, wie er sich tief im Inneren fühlt. Dieser Kniff gab mir immer wieder das Gefühl, ein geheimer Mitwisser zu sein. Als würde Punpun seine Geheimnisse nur mit mir teilen.

Ein weiterer Kunstgriff ist die Entwicklung der Geschichte. Diese wird, wie das Leben selbst, im Verlauf immer komplexer und unkontrollierbarer, um am Ende wieder in einer seltsamen Art Glück zu münden. Eine Mischung, welche für Tränen in den Augen, Gänsehaut im Nacken und ein Lächeln im Gesicht sorgt – zumindest bei mir. Ich empfehle den Manga jedem, der noch auf dem Weg ist, seinen Platz im Leben und der Welt zu finden.

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Runeko: citrus (2015)
Citrus © 2013 by Saburouta/ ICHIJINSHA

Eine emotionale Liebesgeschichte mit Achterbahn-Effekt zwischen zwei Stiefschwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Im Manga geht es um die Schülerin Yuzu, die aufgrund eines Umzugs von ihrer alten Schule auf eine Mädchenschule gewechselt ist. Dort geht natürlich alles etwas anders zu. Bisher dachte Yuzu eigentlich, sie würde auf Jungs stehen, doch plötzlich entwickelt sie Gefühle für ihre neue Stiefschwester Mei, die gleichzeitig Schülerratspräsidentin ist und noch dazu gänzlich andere Wertvorstellungen hat.

Als einer der wenigen Yuri-Mangas auf dem Markt, noch dazu mit einem so wunderschönen Zeichenstil, hat citrus sofort mein Interesse geweckt. Gekauft habe ich ihn erst weitaus später, war dann aber sofort süchtig und musste die Folgebände direkt hinterher kaufen. Emotionale Liebesgeschichten mit viel Auf und Ab sind ohnehin absolut mein Ding. Aber nur wenige schaffen es, ein solches Gefühlschaos wie das zwischen den beiden Hauptcharakteren Yuzu und Mei so gut rüberzubringen. Man kann richtig mit ihnen mitfühlen und will unbedingt wissen, wie sich ihre Beziehung weiterhin entwickelt. Das macht das Warten auf jeden neuen Band umso unerträglicher.

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Phoenix035: Aishiteruze Baby (2008)
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Aishiteruze Baby / © 2002 Yoko Maki/ Tokyopop

Vom Mädchenschwarm zum Babysitter, ein riesen Sprung. Das setzt der Manga witzig und interessant um. Auch der Anime zu Aishiteruze Baby ist toll umgesetzt.

Als der 17-jährige Mädchenschwarm Kippei eines Tages nach Hause kommt, erwartet ihn ein kleines Mädchen im Hausflur. Anfangs scherzt er noch, doch er wurde von seiner Familie als Babysitter der Kleinen ausgewählt. Alles Zetern, Mosern und Motzen bringt nichts und so muss sich Kippei in seine Rolle fügen. Die kleine Yuzuyu ist fortan seine ständige Begleiterin, wenn sie nicht gerade in den Kindergarten geht.

Nachdem ihre Mutter sie allein gelassen hat, müssen nun Yuzuyus nächste Verwandte ran, auf sie aufpassen und sie trösten, wenn sie ihre Mutter vermisst. Eine denkbar schwere Aufgabe für Kippei, der bis dato nur an sich selbst dachte. Aber genau das macht die ganze Geschichte auch so spannend. Man sieht den Wandel zwischen einer Ich-Person und einer Person, die anfängt, an andere zu denken und für andere zu sorgen.

Die sieben Bände lassen einen nachdenken. Immerhin ist das ein recht interessantes Problem. Wie würde man selbst reagieren, wenn man von plötzlich ganz alleine auf ein 5-jähriges Kind aufpassen soll. Auch wenn es recht unwahrscheinlich ist, dass einem ein Kind anvertraut wird, das man nicht kennt. Dennoch gibt es auch manchmal Partnerschaften, die sich bilden, bei denen es eine ähnliche Situation gibt. Man kommt kinderlos in eine Beziehung, in der bereits Kinder existieren. Aus diesem Grunde kann ich den Manga auch jedem empfehlen, ob Mann oder Frau. Gruß Pho

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Iliana: The Breaker (2012)

Die Mutigen leben vielleicht nicht ewig, aber die Ängstlichen leben gar nicht. Das ist eine der Kernaussagen von The Breaker.

The Breaker
The Breaker © 2007 Keuk-jin Jeon, Jinhwan Park, DEAWON C.I. Inc

Shi-Woon ist in seiner Klasse der Prügelknabe. Die Rowdy-Clique terrorisiert zwar die ganze Schule, aber an ihm haben sie einen besonderen Narren gefressen. Das Leben des Jungen ändert sich, als ein neuer Vertretungsleherer an seine Schule kommt. Herr Han hat äußerst schlagkräftige Argumente, um sich durchzusetzen. Shi-Woon filmt einen Kampf seines Lehrers mit dem Handy und erpresst diesen, ihn zu unterrichten. Was als eher unwillige Zusammenarbeit beginnt, entwickelt sich schließlich in eine unerwartete Richtung …

The Breaker erscheint auf den ersten Blick als einfaches Schul-Drama. Dieser Eindruck wird bald relativiert, denn die Welt der Kampf-Kunst, die parallel zur normalen existiert, hat ihre eigenen Regeln und Gesetze. Shi-Woon, der als Außenstehender einen Einblick in diese erhält, muss schnell lernen, sich dort durchzusetzen, um nicht unter die Räder zu kommen.

Vor allem seine Entwicklung verleiht der Geschichte ihren Charme. Zu erleben, wie aus dem ängstlichen Opfer ein richtiger Kämpfer wird, der für sich selbst und seine Freunde einsteht, zieht den Leser schnell in seinen Bann. Das Ende des ersten Handlungsbogens stimmt unter diesem Gesichtspunkt schon ein wenig traurig. Inzwischen wird die Story mit New Waves fortgesetzt, ohne ihre besondere Anziehungskraft zu verlieren.

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Chris: Die Braut des Magiers (2015)
MAHOUTSUKAI NO YOME © 2013 Kore Yamazaki © TOKYOPOP GmbH

Die Braut des Magiers ist ein Manga mit einer recht ungewöhnlichen Handlung, der zu meinen absoluten Favoriten gehört.

Der Manga handelt von der 16-jährigen Chise, die in ihrem Leben bereits einige Schicksalsschläge ertragen musste. Ihr miserables Schicksal ändert sich jedoch gerade in dem Moment, als sie als Sklavin verkauft wird. Ersteigert wird sie von dem Magier Elias, der ohne zu zögern eine extrem hohe Summe geboten hat. Von diesem wird sie als Lehrling bei sich aufgenommen und soll letztendlich sogar seine Braut werden.

Eigentlich bin ich über Die Braut des Magiers nur rein zufällig gestoßen, als ich nur schnell ein paar andere Manga holen wollte. Im Buchladen sah ich dann zufällig dieses interessante Cover mit einem mir völlig unbekannten Titel und ich nahm den Manga etwas genauer unter die Lupe. Die Handlung schien interessant, das Design ansprechend und schon hatte ich ihn spontan gekauft. Nach dem Lesen des ersten Bandes war ich von der tollen Story regelrecht geplättet und konnte kaum den nächsten Band erwarten. Ich empfehle jedem, zumindest einmal einen Blick in diesen rundum liebevoll gestalteten Manga zu werfen.

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Micha: All You Need Is Kill (2014)
All You Need Is Kill
All You Need Is Kill © 2014 by Hiroshi SAKURAZAKA, Takeshi Obata/Shueisha Inc.

All You Need is Kill mag vielleicht im ersten Moment nach einer einfachen Story klingen, hat aber eine interessante Story und einen sehr guten Hauptcharakter.

Die Geschichte handelt von Kiriya, der Soldat ist und die Menschheit vor den außerirdischen Mimics beschützen soll. Die Realität trifft ihn hart: Tote, Verwundete, fliehende Soldaten. Die Mimics verschonen ihn nicht und er stirbt.

Er schlägt die Augen auf. Er lebt und liegt in seinem Bett. Seine Verletzung ist verschwunden. Doch der Tag wiederholt sich und er stirbt wieder. Was hat das zu bedeuten? Und wie soll er diesem Albtraum bloß entkommen?

Tja, was macht diesen Manga so gut? Der Hollywood-Film bestimmt nicht. Und auch das Setting ist nicht unbedingt etwas besonders. Für mich liegt der Reiz tatsächlich beim Hauptcharakter, der innerhalb von zwei Bänden eine enorme Wandlung durchmacht. Eigentlich ein ganz normaler Mensch, dazu ein „Feigling“, verändert sich das Wesen des Charakters mit jeder Zeitschleife.
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Azathoth: Btooom! (2013)
Btooom!
Btooom! © 2009 by Jun’ya INOUE/Shinchousha Publishing Co., Ltd.

Ein Videospiel wird zur bitteren Realität.

Ryôta ist 22 Jahre alt, arbeitslos und lebt noch immer bei seiner Mutter. Dafür ist er jedoch einer der weltweit besten Spieler des bekannten Online-Spiels Btooom!, bei dem sich zwei Teams gegenseitig mit Bomben bekämpfen. Von einem Tag auf den nächsten wacht er jedoch urplötzlich auf einer tropischen Insel auf, und schon nach kurzer Zeit steht fest: Er befindet sich in einer realen Version des Computerspiels, das er zuvor tagein, tagaus gespielt hat. Nun müssen er und die anderen unfreiwilligen „Spieler“ in diesem makabren Kampf auf Leben und Tod gegeneinander antreten, freiwillig oder unfreiwillig Bündnisse schließen und versuchen, irgendwie wieder lebendig von dieser Insel zu entkommen.

Ich bin eigentlich nur durch Zufall auf diesen Manga gekommen. Mir ist der Name einfach ins Auge gesprungen, gerade weil er auf den ersten Blick so bescheuert geklungen hat. Das Genre ist Seinen; und da das nun einmal mein Lieblingsgenre ist, habe ich einfach mal reingelesen. Ich war von Anfang an ziemlich von Btooom! angetan. Ich mag die Charaktere und den beklemmenden Wahnsinn, den diese auf der Insel erleben. Es macht einfach Spaß, ihnen dabei zuzusehen, wie sie mehr und mehr durchdrehen und einer nach dem anderen stirbt. Und ja, ich weiß wie makaber das klingt, aber es ist nun mal so!
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shisa: D.Gray-Man (2006)
D.Gray-Man © 2004 by Katsura Hoshino/Shueisha Inc.

Wenn du eine geliebte Person, die kürzlich verstorben ist, zurück ins Leben rufen könntest und dafür lediglich ihren Namen rufen müsstest … würdest du es tun?

Bestimmt nicht mehr, nachdem du D.Gray-Man gelesen hast! In einem alternativen 19. Jahrhundert hat es sich der junge Exorzist Allen Walker zur Aufgabe gemacht, die Welt vor dem Millennium-Grafen und seiner zwielichtigen Gefolgschaft, den Noah, zu beschützen. Dabei lernt er im Schwarzen Orden neue Freunde kennen, muss sich aber nicht nur den trickreichen Akuma, sondern auch seiner eigenen Vergangenheit entgegenstellen.

Der Shonen-Manga hat mich in kürzester Zeit gefesselt, da er actionreiche Kampfszenen, wirklich unglaublich tiefgründige Charaktere und komplexe Plottwists sehr gut miteinander verbindet. Besonders gut gefällt mir die schmale Gradwanderung zwischen Gut und Böse. Je tiefer man in die Story eindringt, desto mehr verwischen die Grenzen zwischen Recht und Unrecht. Im Krieg um das Schicksal der Welt scheinen alle Mittel erlaubt. Da stellt sich nur noch die Frage: Auf welcher Seite wirst du am Ende stehen!?

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Terranigma: Battle Royale (2008)
Battle Royale
Battle Royale © 2000 by Masayuki TAGUCHI, Koushun TAKAMI/Akita Shoten Co., Ltd.

In Battle Royale finden sich 42 Schüler von einem Tag auf dem anderen in einem mörderischen Spiel wieder.

Von der Regierung auf einer einsamen Insel ausgesetzt, sollen sie sich nun gegenseitig töten, bis nur der Letzte überlebt. Dabei bekommt jeder der 42 Schüler eine eigene Waffe ausgehändigt. Diese kann ein Katana sein oder auch nur ein einfacher Stein. Zudem werden die Schüler permanent überwacht und jeder, der zu fliehen versucht, wird umgebracht. Plötzlich befinden sich die Schüler in einem Spiel auf Leben und Tot, in dem Freundschaft keine Bedeutung mehr zu haben scheint.

Die Manga-Adaption von Masayuki Taguchi basiert auf dem 1999 erschienenen Roman von Koushun Takami. Im gleichen Jahr wie der Manga erschien auch ein japanischer Spielfilm, bei dem Kinji Fukasaku Regie führte und sein Sohn Kenta das Drehbuch schrieb.

Der Zeichenstil und die fast schon übertrieben dargestellte Brutalität zusammen in Kombination mit einer Story, die fast schon futuristisch klingt, aber leider ebenso etwas reales an sich hat, macht Battle Royale für mich zu einem der besten Manga-Aaptionen, die je erschienen sind.

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Gina: Bleach (2006)
Bleach Vol. 74
Bleach Vol. 74 © 2016 Tite Kubo/SHUEISHA Inc.

Ichigo Kurosaki besitzt schon seit seiner Kindheit die Fähigkeit Geister zu sehen.

Eines Tages begegnet er Rukia, einem Shinigami (Todesgott). Diese macht ihn unerwartet zu einem Aushilfe-Shinigami, damit er seine Familie und Freunde vor sogenannten Hollow beschützen kann. Ziel ist es, Hollow zu reinigen und in den Himmel beziehungsweise die Hölle zu führen. Des Weiteren haben Ichigos Veränderungen auch Auswirkungen auf zwei seiner Mitschüler – so erwachen auch in Orihime Inoue und Chad mysteriöse Fähigkeiten. Nicht nur diese beiden werden Ichigos Gefährten, auch Uryuu Ishida – ein sogenannter »Quincy«. Und Unterstützung hat der Schüler in absehbarer Zeit dringend nötig …

Tite Kubos Bleach debütierte 2001 in Shueishas Shonen Jump und endete darin im August 2016. Hierzulande publiziert Tokyopop das Werk. Bleach inspirierte von 2004 bis 2012 eine 366 Episoden lange Anime-Serie und vier Animationsfilme. Des Weiteren wurde in Japan eine Light-Novel-Reihe publiziert. Auch ist eine Realverfilmung in Planung.

Tite Kubo hat mit Bleach ein großes Universum bestehend aus unterschiedlichen attraktiven Charaktergruppen aufgebaut. Gepickt mit Humor, Action und Drama ergibt das Werk die perfekte Shonen-Mischung.

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Kyoko: Servamp (2013)
Servamp Band 1 Cover Strike Tanaka 99374
Servamp © 2011 by Strike Tanaka/Media Factory

Mahiru Shirota ist ein ganz normaler Oberschüler mit einen ganz normalen Leben. Er liebt einfache Dinge und möchte sich somit so wenig Umstände wie möglich machen.

Deshalb liest er eines Tages eine schwarze Katze auf, die er Kuro tauft. Als er irgendwann einmal nach Hause kommt, sitzt aber keine Katze mehr auf der Couch, sondern ein Junge mit Kaputzenpulli. Es handelt sich dabei um einen Vampir mit dem richtigen Namen Sleepy Ash.

Er ist ein ruhiger Zeitgenosse und so ziemlich alles geht ihm auf die Nerven. Bald überschlagen sich die Ereignisse und Mahiru geht mit Kuro einen Vertrag ein, um seine Freunde zu retten. Als Eve dient ihm der Servamp Kuro (Servant+Vampire) nun und gemeinsam wollen sie den Vampir, der sie attackiert hat, stoppen.

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Naenia: Claymore (2008)
Claymore Band 1Cover
Claymore © 2001 by Norihiro Yagi

Blutrünstige Monster, starke Kriegerinnen und Schicksale, die bewegen. Claymore ist alles andere als ein Standard-Werk seines Genres.

Norihiro Yagi erzählt die Geschichte von Clare, einer Claymore-Kriegerin, die ihr Leben dem Kampf gegen die Yoma gewidmet hat. Um gegen diese menschenfressenden Monster zu bestehen, musste sie allerdings einen Teil der eigenen Menschlichkeit aufgeben: Sie ist durch ein operatives Verfahren selbst zum Teil Yoma geworden und hat dadurch übermenschliche Fähigkeiten, was nicht heißt, dass sie nicht trainieren muss, um wirklich herausragend zu sein.

Sie ist außerdem nicht die einzige dieser besonderen Kriegerin: Die Origanisation, ein Unternehmen, das seit vielen Jahren Claymores produziert, verkauft deren Dienste nämlich für Geld. Schutz hat eben seinen Preis. Natürlich erfährt man nach und nach, dass hinter der Organsiation und ihren Machenschaften weit mehr steckt, als anfangs gedacht.

Claymore begeistert mit seinen unglaublich gut gestalteten Charakteren und deren glaubhafter Entwicklung. Alle auftretenden Kriegerinnen – egal, auf welcher Seite sie stehen – haben eine Geschichte, die ihr Handeln verständlich macht. So fällt es am Ende sogar schwer, den Feind zu hassen. Man stellt sich nämlich immer wieder die Frage: Wo liegt eigentlich die Grenze zwischen Mensch und Monster?

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Marcel: Re:Zero (2016)

Re:Zero ist ein Ausnahmetitel, der das „Junge-kommt-in-Parallelwelt“-Setting als Grundstein nimmt und dann unerwartet darauf aufbaut.

Re:Zero © 2014 by Tappei Nagatsuki/ Tokyopop

Der Manga dreht sich um Subaru Natsuki, einem durchschnittlichen Neet. Eines Tages, nach dem Einkauf im Supermarkt, findet er sich in einer Fantasy-Parallellwelt wieder. Kaum angekommen, gibt es auch schon Ärger mit Raufbolden. Glücklicherweise hilft ihm ein silberhaariges Mädchen aus der Situation. Subaru entschließt sich also, sie zu begleiten und ihr bei der Suche nach ihrem gestohlenen Insignia zu helfen. Bei dieser Suche werden sie jedoch angegriffen und stark verwundet. Dem Tod nahe wacht Subaru plötzlich wieder unversehrt auf. Er ist respawnt.

Re:Zero macht sich nicht viel aus Erwartungen. Der Anfang leiß mich auf lockere Comedy schließen, doch damit lag ich falsch. Re:Zero nimmt sich viele der typischen Elemente anderer Vertreter des Genres und macht daraus seine ganz eigene neue Geschichte. So entsteht eine Geschichte voller Gewalt, Action und vielen dunklen Twists, die aber auch auf Comedy und romantische Elemente nicht verzichtet. Außerdem ist der Protagonist nicht zu stark, sondern entwickelt sich im Laufe der Handlung weiter. Dadurch macht das Werk wirklich viel Spaß und gehört zu meinen absoluten Lieblingstiteln.

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1 thought on “Unsere Lieblingsmanga aus 12 Jahren Tokyopop unter Jo Kaps”

  1. Danke für diese besondere Art eines Abschiedsgrußes. Es hat mir sehr sehr viele Freude bereitet, daran mitwirken zu dürfen, dass diese (und auch andere) Manga in meiner Zeit bei TOKYOPOP eine deutsche Ausgabe erhalten haben. Und ich danke allen TOKYOPOP-Lesern für ihre Treue zu unserem Programm in dieser einmalig schönen Zeit. 🙂

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