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Viz Media für 5 Prozent aller Sperranfragen bei Google verantwortlich

Mit der Möglichkeit, Sperranfragen an Google zu senden, ermöglicht die erfolgreiche Suchmaschine den Urhebern, ihre Werke zu schützen. So wurde nun bekannt, dass der international agierende Anime und Mangapublisher Viz Media für 5% aller Sperranfragen verantwortlich ist.

Ermöglicht wird das durch ein Tool, was den Urhebern (oder Drittanbietern) von Google gestellt wird. Mit solchen Sperranfragen gewährleistet Google das nicht verbreiten/listen von Plattformen, die illegal hochgeladene Werke zum Streaming oder Download anbieten.

Google listete jetzt die Sperranfragen der letzten Jahre. So hat Viz Media, gemeinsam mit Drittanbietern wie Remove Your Media 205.189.611 Sperranfragen an Google gesendet – mit einer Erfolgsrate von 65%, bei einer 0,3% Rate, auf die nicht reagiert wurde.

Viz Media LLC ist in Europa vor allem durch die EU-Sparte Viz Media Switzerland (u.a. Kazé Anime/Manga) bekannt. Im Ranking belegt die Firma Platz vier – die ersten drei Plätze werden durch Musikfirmen aus England, Mexiko und Brasilien vertreten.

Leider ermöglicht nicht Google die Möglichkeit, nach den genauen Sperranfragen zu filtern – das wird durch das sogenannte Lumen-Projekt ermöglicht, die vom Berkman Klein Center for Internet & Society der Harvard Universität betrieben wird.

So wurde im November 2018 eine Urheberrechtsbeschwerde von Remove Your Media eingeleitet, die speziell Titel des Naruto-Franchises oder Kenshin anboten.

Entfernungen von Inhalten aufgrund von Urheberrechtsverletzungen
Überblick der Entfernungen von Inhalten aufgrund von Urheberrechtsverletzungen. Bild: Google Urheberrechtsreport

Verlage gehen schon länger gegen Piraterie vor

Natürlich ist aber Viz Media nicht der einzige Rechteinhaber: Folgende Firmen haben ebenfalls Sperranfragen gesendet:

  • Toei Animation: 41.300.412
  • FUNimation Entertainment: 33.619.304
  • Aniplex: 4.756.054
  • Nozomi Entertainment/Right Stuf: 3.038.290
  • Shueisha: 2.472.190
  • Shogakukan: 1.307.919
  • NIS America: 1.050.188
  • Kodansha: 759.485
  • FAKKU: 473.265
  • Kadokawa: 342.558
  • Anime Consortium Japan: 183.279
  • Hakusensha: 130.546
  • Crunchyroll/Ellation: 5.826

Natürlich kann man nicht sagen, dass alle Anfragen bezüglich Anime und Manga gestellt wurden. Auch wird nicht ersichtlich, welche Subunternehmen im Auftrag der oben genannten Firmen gehandelt haben – so ist zum Beispiel der franzöische Publisher Citel Vidéo für 43 Millionen Sperranfragen weltweit verantwortlich.

Außerdem wurden mit Sicherheit einige Titel unter dem Schirm von Warner Bos. (8 Millionen Anfragen), Sony Pictures (8 Millionen) oder Netflix (5 Millionen) durchgeführt.

Google bearbeitet allerdings nicht alle Anfragen – es werden die zurückgewiesen, die nicht ausreichen Informationen beinhalten oder über dem Prinzip des „Fair Use“ stehen. Sollten diese Anfragen allerdings bearbeitet werden, bietet man den betreffenden Seiten die Möglichkeit zu reagieren.

stoppiracy
Bild: STOP! Piracy Edition-Kampagne

Japans größte Verlage versuchen schon seit längerem gegen Seiten vorzugehen, die urheberrechtlich geschützte Titel hochladen und verbreiten. So wurde 2018 eine Kampagne mit dem Titel „STOP! Piracy Edition“ gestartet, in der über illegale Seiten informiert wird. Auch reagiert das japanische Kultusministerium mit entsprechenden Gesetzesentwürfen gegen jene Seiten. (wir berichteten)

Quelle: Google Transparenzbericht

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