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Wake Up, Girls! – Produktion hatte finanzielle Schwierigkeiten

Der Regisseur Yutaka Yamamoto klärte in einem Blogeintrag über die vergangenen finanziellen Probleme bei der Produktion des TV-Anime und Films Wake Up, Girls! auf.

Wake Up, Girls! ist ein Original-Anime-Franchise. Die erste Staffel und der erste Film entstanden 2014 in den Studios Ordet und Tatsunoko Production. Zu Beginn gab es keine finanziellen Problemen, diese begannen erst als Nippon TV das Produktionsstudio des Titels Tatsunoko Production anteilig übernahm. Die Übernahme hatte eine Neuorganisation des Studios zur Folge. Diese vergraulte viele ursprüngliche Unterstützer, so entstand ein Personalengpass im Projekt. Die verbliebenen Mitarbeiter litten unter sehr starker Überarbeitung.

Nach der Veröffentlichung der ersten Staffel und des Films sollten diese wie üblich überarbeitet als Home-Release veröffentlicht werden. Hierzu stellte anders als erwartet aber nur das Studio Ordet finanzielle Mittel zur Verfügung. Dies hatte eine sehr hohe finanzielle Belastung für das Studio und einen sehr hohen Kraftaufwand für die verbliebenen 10 Mitarbeiter zur Folge. Um an mehr finanzielle Mittel zu gelangen wurde ein neues Anime-Projekt geplant. Aber das neue Studio mit gleicher Muttergesellschaft genehmigte für 2 weitere 60 min Filme viel zu wenig Budget. Als Reaktion auf den 160-Millionen-Yen-Etat (1,3 Millionen Euro) bezichtigte der Regisseur Yutaka Yamamoto das Studio sogar der Unterschlagung von Geldmitteln.

Das Problem mit den zwei Filmen

Für die beiden Filme Wake Up, Girls! Seishun no Kage und Wake Up, Girls! Beyond the Bottom wurde im Endeffekt das Studio Millepensee noch als Co-Produzent herbeigezogen. Shin Itagaki, der Ehemann der Studio-Gründerin, führte Regie. Am Anfang schien die Arbeit mit ihm vielversprechend, am Ende war aber Yamakan von seiner Leistung enttäuscht. Viel Arbeit wurde ohne Absprache mit dem federführenden Studio Ordet ins Ausland ausgelagert. Durch die höheren Kosten wurde nur für den ersten Film bereits das gesamte Budget des Projekts aufgebraucht.

Nach der Fertigstellung von Wake Up, Girls! Seishun no Kage wurde für den zweiten Film um eine Budgeterhöhung gebeten, diese wurde aber mit Verweis auf die Zeitpläne für andere Projekte vom Studio Millepensee angelehnt. Yamamoto reagierte mit Anschuldigungen auf die Ablehung. So soll der Regisseur des Studios Itagaki ein Psychopath sein, der stets einen Wutanfall bekommt, sofern nicht alles nach Plan läuft.

Außerdem soll Yamakan angeblich gezwungen worden sein, seine eigenen Storyboards zu ändern. So sollten die Szenen mit allen sieben Mädels reduziert werden, obwohl der Anime ja gerade die Freundschaft eben dieser behandelt.

Reihe von gegenseitigen Anschuldigungen

Das erste Mal wurden 2017 in einem inzwischen gelöschten Blogeintrag Anschuldigungen von Yamakan erhoben. Daraufhin wurde ihm Verfolgungswahn und Pfennigsfuchserei vorgeworfen. Die Änderungen am Storyboard sollen, um den Zeitplan einzuhalten, auch angeblich notwendig gewesen sein.

Dazu kommen als weiteres Problem der Wechsel des Mitarbeiterstabs zwischen dem ersten Film (2014) und zweiten Film Wake Up, Girls! Seishun no Kage. Der Direktor Koji Aritom wurde u.a. nicht mehr im zweiten Film genannt. Angeblich soll Itagaki seine Entfernung aus dem Projekt gefordert haben, da dieser den Animatoren in dem Studio Millepensee seine Vorgehensweise beigebracht haben soll. Auch ein weiterer Regisseur soll aus dem Film entfernt worden sein.

Aritomi sollte ursprünglich die direkte Fortsetzung des Films leiten. Am liebsten hätte Yamakan die Zusammenarbeit mit Millepensee beendet. Er konnte es aber nicht, da sein eigenes Studio ihm kein höheres Budget genehmigte.

Der Tag X

Am 8. August 2015 übernahm plötzlich Millepensee die ganze Produktion, während das bisher federführende Ordet nur noch die Tanzanimationen umsetzen sollte. Yamakan konnte das nicht akzeptieren, so ließ er seine Mitarbeiter angeblich schlechte Szenen selbstständig überarbeiten.

Es wurden auch neue Unit-Direktoren eingestellt. Gleichzeitig stiegen die Gesamtkosten um 60 Millionen Yen (ca. 474.700 €), die das Studio Ordet aus eigener Tasche zahlen sollte. Nachdem Yamakan sich weigerte, wurde ihm als Leiter des Studios gekündigt.

Die Rechte an dem Franchise blieben bei dem Studio Ordet, welches inzwischen über 100 Millionen Yen (791.000 €) Schulden angehäuft hatte. Yamakan klagte vergeblich gegen seine Entlassung und musste anschließend Privatinsolvenz anmelden.

Yamakan beschwerte sich noch mehrmals auf Twitter über den neuen avex-entertainment-Produzenten. Außerdem betonte er mehrmals, dass seine Insolvenz nichts mit seinem neuen Anime-Film Hakubo (Twilight) zu tun hat und diesen auch nicht beeinflussen wird.

Quelle: Yutaka Yamamoto’s Blog

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