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»Heimliche Blicke« Band 11 – Manga-Test

Der Countdown für Wakoh Honnas Heimliche Blicke läuft. Mit Band 11 erschien am 4. Dezember 2014 das drittletzte Volume der Erotik-Reihe. Dass die Handlung dem finalen Höhepunkt zusteuert, schlägt sich merklich in der Atmosphäre wider. Die Schnellen unter euch besitzen eventuell sogar schon Teil 12, welcher seit 5. Februar erhältlich ist. Den abschließenden Band könnt ihr euch für den 2. April 2015 vormerken, mit dem Heimliche Blicke dann nach zwei Jahren Laufzeit auch bei uns enden wird.

Madoka weicht Tatsuhiko aus und antwortet nicht auf seine Anrufe. Von Emiru fehlt jede Spur. Dabei steht ihr Jahrgang kurz vor dem Abschluss. Tatsuhiko bemerkt, dass Emiru das Loch in der Wand auf ihrer Seite verschlossen hat. Ein mulmiges Gefühl befällt den Studenten. Bei der Untersuchung der Nachbarwohnung entdeckt Tatsuhiko Emirus Abschiedsbrief und wird sich dadurch erst richtig bewusst, was er für sie empfindet.

Ein Anruf Yuris und ein darauf folgendes Treffen lenken Tatsuhiko nur kurzzeitig von seinen Sorgen um Emiru ab. Doch die Verschwundene ist nicht die einzige Frau, der Tatsuhiko unbedingt etwas sagen muss. Da gibt es auch noch seine Freundin Madoka. Für Tatsuhiko gilt es, einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, bevor er sich auf die Suche nach Emiru begeben kann. Aber wird ihm diese emotional schmerzvolle Aufgabe tatsächlich gelingen, wo Madoka ihn doch immer noch liebt?

Das Ende vom zehnten Band hat bereits angedeutet, dass dieses Mal »Das Verschwinden der Emiru Ikuno« im Mittelpunkt steht, nachdem Tsugumi mit ihrem unerwarteten Besuch unliebsame Erinnerungen in der Studentin hervorrief und sich beinahe an Tatsuhiko verging. In den letzten Kapiteln zeichnete sich zudem schon das Beziehungsaus zwischen dem Protagonisten und der älteren Madoka ab. Die meisten Leser werden sicherlich von Anfang an vermutet haben, dass dieses Verhältnis irgendwann scheitern muss. Den Todesstoß verabreichten die Enthüllung des Spannerlochs und Madokas vehemente Selbstleugnung, Tatsuhiko träge Mitschuld am Geschehenen, im neunten Volume. Jede Zärtlichkeit zwischen den beiden im Nachfolgenden wirkte mehr wie ein noch nachgezogener Schatten von bereits Vergangenem. Um uns Leser etwas frohgesinnter auf das Unausweichliche vorzubereiten, führte Wakoh Honna zuletzt die Figur des Seiji Miyaharas ein, der ein Auge auf Madoka geworfen hat und es anscheinend ehrlich mit ihr meint.

Einen Überraschungsauftritt darf Yuri verzeichnen, die, wie sich sicherlich Fans noch erinnern können, Tatsuhikos erste Freundin war, bis sie im fünften Volume beim Fremdgehen ertappt wurde. Persönlich hatte ich die vollbusige Schönheit nicht mehr auf dem Schirm. Eine weitere Nebenfigur, welche eher in Vergessenheit geraten ist, feiert ihr kurzweiliges Comeback. Alles in allem entwickeln die vorliegenden Kapitel einen Rückblick-Charakter. So bekommen Betrachter noch einmal die wichtigsten Szenen zusammengefasst und tiefere Einblicke in Emirus Gefühlswelt. Langsam beginnt sich das Geheimnis um die mysteriöse Studentin zu lüften.

Zwei Jahre benötigt es nicht nur, bis die Manga-Reihe komplett auf Deutsch bei uns erscheint. Dieselbe Zeitspanne wurde in der Handlung zurückgelegt. Den Charakteren merkt man das Älterwerden äußerlich nicht an. Feinspitze erkennen jedoch Unterschiede im Zeichenstil, welche sich mit dem Voranschreiten der Story gleitend ergeben haben, da der Manga bereits mit einem sehr hohen grafischen Niveau startete. In Japan kam der erste Band von Heimliche Blicke, dort unter dem Originaltitel Nozoki Ana, 2009 heraus, während der finale Teil 2013 erschien. Daher wird es im April noch mal interessant, Volume eins neben dreizehn zu legen, um zu vergleichen, was sich in vier Jahren bei Wakoh Honna zeichnerisch getan hat.

Inhaltlich ließ sich das Verstreichen so vieler Monate am Wechsel der Jahreszeiten und der damit verbundenen Kleidung erahnen, wobei hier bei der holden Damenwelt darauf geachtet wurde, dass die weiblichen Kurven unter dem winterlichen Gewand nicht verschwanden. Weniger Beachtung erhielt dagegen die studentische Laufbahn der Protagonisten. So hat es Wakoh Honna in elf Bänden sage und schreibe keinmal für nötig befunden – obwohl die meisten auftretenden Charaktere die Design-Schule besuchen – von auch nur einer einzigen Figur eine Arbeit zu präsentieren. Vielmehr war Wakoh Honna stets darum bemüht, die eigenen Künste hervorzuheben und den Leser mit nackter Haut zu verwöhnen. Darauf müssen Fans im elften Teil ebenfalls nicht verzichten.

Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, mit was für einer Leichtigkeit Wakoh Honna die weiblichen Reize in Heimliche Blicke in Szene setzt. Der elfte Band versprüht bereits die Atmosphäre, dass sich die Reihe dem Ende zuneigt. Zehn Volumes lang war ein simples Loch in der Wand und dessen verheerende Folgen Mittelpunkt der Handlung. Nun ist es auf einen Schlag hin nebensächlich geworden. Die Story konzentriert sich nun nur noch allein auf die beiden Protagonisten Tatsuhiko und Emiru, deren Bindung stets den roten Faden der Geschichte gebildet hat, während jegliche Beilast, wie Freundinnen, Geheimhaltungen oder Erpressungsversuche, vom Tisch gefegt ist. Man darf gespannt sein, welches Ende die Erotik-Reihe anpeilt.

Wir bedanken uns bei Kazé für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Heimliche Blicke, Band 11.

Details

Titel: Heimliche Blicke, Band 11
Originaltitel: ノ・ゾ・キ・ア・ナ (Nozoki Ana), Vol. 11
Mangaka: Wakoh Honna
Erschienen am: 30.05.2012 (JP), 4.12.2014 (DE)
Verlag: Shogakukan (JP), Kazé Manga (DE)
Genre: Erotik, Comedy, Drama, Romance, Seinen
Altersempfehlung: ab 16
Preis: 6,95 Euro
Bestellen: [amazon text=ISBN-10: 2889214931&chan=animey&asin=2889214931]

Nozoki Ana © 2009 Wakoh Honna, Shogakukan
Heimliche Blicke © 2014 VIZ Media Switzerland SA

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