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Zum Start von Pretty Guardian Sailor Moon Crystal Season III

Am 4. April startete in Japan Pretty Guardian Sailor Moon Crystal Season III. Sumikai warf einen Blick in die Startepisode und schildert seine ersten Eindrücke.

Usagi, Mamoru, Chibi-Usa und Co. gehen ganz normal ihrem Alltag nach. Frieden ist eingekehrt – doch der Schein trügt. Selbst unsere Heldin glaubt nicht ernsthaft daran, dass die Situation noch lange so bleibt. Dem Zuschauer wird gleich zu Beginn der Episode bewusst, dass mit Pharao 90 ein neuer Feind auf der Matte steht. Dessen Präsenz verursacht auch in Mamoru Vorahnungen.

Dann tauchen im Geschehen zusätzlich drei mysteriöse neue Figuren auf. Während ein Mädchen nur kurz vor die Linse kommt, treten die anderen beiden Charaktere unmittelbar in Kontakt mit Usagi sowie Mamoru. So liefert sich Erstere mit dem bekannten Rennfahrer Haruka Tenno eine kleine Videogame-Schlacht im Crown, bei der Usagi Hochaus verliert. Der Schönling bringt unsere Heldin dennoch emotional ein wenig aus der Fassung. Zur selben Zeit trifft die populäre Geigenspielerin Michiro Kaioh außerhalb des Crowns Mamoru und hinterlässt bei ihm Fragezeichen. Sie scheint dessen wahre Identität als Prinz Endymion zu kennen. Die schöne Michiru und der attraktive Haruka besuchen die Mugen-Akademie, gelten noch dazu als Paar.

Schließlich taucht in der Gegend ein Monster auf. Wie sich herausstellt, steckt in diesem ein Mensch. Für die Sailor-Kriegerinnen gilt es, dieses zu bekämpfen. Letztendlich entdecken unsere Heldinnen in ihrer Basis eine Verbindung zwischen der Mugen-Akademie und den neuen Feinden.

Die erste Episode von Sailor Moon Crystal Season III – oder besser gesagt Folge 27, da die Serie fortnummeriert wird – widmet sich Kapitel 27 des Manga, wenngleich nicht der komplette Inhalt wiedergegeben wird. Die Macher ließen sich etwas mehr Zeit für die Interaktion und Vorstellung der einzelnen Charaktere, was der Story zugutekommt und im Endeffekt auch einen passenden Cliffhanger hinterlässt.

Was ich sehr schön an der Folge fand: Kleine Fische – wie das aufgetauchte Monster – konnten ohne Sailor Moons Einmischen besiegt werden. Warum sollen das nicht auch mal die restlichen Sailor-Kriegerinnen hinbekommen, richtig? Es beweist irgendwo Stärke und lässt diese nicht wie Sailor Moons Anhang aussehen.

Zu den neu eingeführten Figuren: Eher nun die Kritik aufkommt, weil ich zuvor Haruka mit „er“ angeredet habe, Haruka ist selbstverständlich eine Frau, aber genau dies wird zu Beginn der dritten Staffel nicht sofort verraten. Die Einführung von Haruka und Michiru verlief ähnlich, wie man sie aus dem Originalanime der 90er kennt. Interessanter dürften die nächsten Episoden werden, in denen die Unterschiede ihrer jeweiligen Rolle auffälliger sind.

Die Animation hat sich im Vergleich zu den ersten 26 Episoden verbessert, was dem neuen Staff zu verdanken ist. Chiaki Kon übernimmt nun anstelle von Munehisa Sakai die Regie und Akira Takahashi ist nun für das Charakterdesign verantwortlich. Zu diesem sei gesagt: Es hat sich zum Positiven verbessert. Beispielsweise hat Ikuko nun endlich ihre altbekannte Haarfarbe. Allerdings wird der Zuschauer weiterhin proportionale Defizite sehen. Der Kopf wirkt manchmal verhältnismäßig groß und das Gesicht ist an manchen Stellen verschoben oder besser gesagt schief. Dennoch macht das neue Charakterdesign einen schöneren Eindruck. Es wäre nur attraktiver, wenn die Macher es konsequent beibehalten würden.

Was ich ebenfalls positiv empfinde: Auf die CGI-Verwandlungen wurde verzichtet, was insgesamt betrachtet besser zur Animation passt und die neuen Transformationen sind noch dazu schick anzusehen. Selbiges trifft übrigens auf die Eyecatcher zu, welche nun Sailor Uranus sowie Neptune zieren und im Stil von Staffel 1 sowie 2 sind.

Der neu dazugekommene Cast leistet in meinen Augen sehr gute Arbeit. Junko Minagawa schlüpft in die Rolle der maskulinen Haruka Tenou. Ihre tiefe, weibliche Stimme passt perfekt zu der Figur. Sayaka Ohara ist wiederum als Michiru Kaioh zu hören. Ihre weiche, weibliche Stimme haucht ihrem sanften Charakter Leben ein.

Der Soundtrack dominiert in der ersten Episode nicht all zu sehr, setzt jedoch gut in dramatische oder witzige Situationen ein. Allerdings dürften sich der Opening- (New Moon ni Aishite) und Ending-Theme-Songs (Eternal Eternity) schnell zum Ohrwurm entwickeln.

Als Fan der ersten Stunde freue ich mich selbstverständlich über die Umsetzung des aus dem Manga bekannten Infinity-Storyabschnittes in Pretty Guardian Sailor Moon Crystal Season III. Episode 27 legte hier einen interessanten Start hin, wenngleich die Defizite im Charakterdesign bestehen bleiben. Dieses ist durchaus reizvoller, aber es wird nicht konsequent genug beibehalten. Pluspunkte sammeln die Macher jedoch damit, dass auf die CGI-Verwandlungen verzichtet wurde. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die kommenden Folgen.

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