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Zwölf „Skull Party“-Charaktere vorgestellt

Anlässlich des Finales von Skull Party aus der Feder der österreichischen Manga-Zeichnerin Melanie Schober – CARLSEN MANGA! veröffentlichte den vierten Band am 28. Oktober 2015 – werfen wir für euch einen Blick auf die zwölf wichtigsten Charaktere und geben teilweise ihre Entwicklung im Laufe der Handlung preis (ACHTUNG: SPOILER!). Ausgeschmückt wird der Artikel zusätzlich von bisher unveröffentlichten Skizzen inklusive Bemerkungen von Melanie Schober, welche ein paar der Charaktere im Anfangsstadium zeigen. In Skull Party spielt das Konzept der Wiedergeburt eine gewichtige Rolle, darum sind zu vier Charakteren frühere Leben im sagenumwobenen Atlantis zusätzlich angegeben.

Emil Schwarz/Ask

Emil ist der Protagonist der Reihe. Der 19-jährige Student lebt mit seiner Schwester Rosa bei ihrem Vater Joseph und fällt durch seine rebellische Ader – Schulschwänzen, Einnahme-Verweigerung der Cerebro-Kapseln, gewaltsames Verhalten, ein loses Mundwerk (Lieblingswort: bekackt) gegenüber Autoritätspersonen, Rauchen – dem Bildungsinstitut verstärkt negativ auf. Er lehnt sich so gegen die Bilderberger-Regierung auf, welche die Bevölkerung mittels Bürgerchip total überwacht und Ausreißer notfalls medikamentös zum Schweigen bringt. Dabei hat Emil durchaus seine guten Seiten, selbst wenn er dem Leben selbst und der Zukunft der Menschheit auf diesem überschwemmten, Ressourcen ausgelaugten Planeten mehr als pessimistisch eingestellt ist. Seine Familie liegt ihm am Herzen. Er sorgt sich, wenn Rosa verletzt nach Hause kommt, vermisst seine Mutter und möchte gerne eine bessere Beziehung zu seinem jüngeren Bruder Lucas aufbauen, den Emil seit Jahren nicht gesehen hat.

Ein blutrünstiger Emil… Musste abgeändert werden wegen des Bluts

Umso verletzter und verratener fühlt er sich, als ihm die Fülle an Geheimnissen rund um die Kristallschädel sowie die Skull Party gewahr wird, welche seine Familie, speziell Rosa und sein Vater – die Menschen, welche Emil am Nächsten stehen – vor dem Jugendlichen versteckt hielt. Er reagiert mit Distanz und Wut darauf, da Emil nicht mehr wie ein Kind behandelt werden möchte, sondern sich endlich selbst beweisen sowie aus eigenen Kräften die Welt ein bisschen besser machen möchte. Ein gefundenes Fressen für die negative Energie des Unterkiefers in seinem Besitz, was ihn langsam in einen bösen Asura verwandelt. Der Verlust von Kontrolle verleitet Emil zu unüberlegten Reaktionen, die seine Liebsten verletzen. Für Emil ist Skull Party neben der abenteuerlichen Mission, die Welt zu retten, auch ein Weg zum Erwachsenwerden, sodass aus dem rebellischen Jugendlichen, welcher ohne wirkliche Zukunftschancen sowie fehlenden Lebenssinn in den Tag hineinlebt, ein verantwortungsbewusster Mann wird, der beschützt, was ihm viel bedeutet, und mit Optimismus Dinge in die Hand nimmt.

Alter Entwurf von Emils Kampfmodus

Emil ist die Reinkarnation von Ask, der in Atlantis lebte. Sein Name fällt bereits erstmals in Band eins von Skull Party, so wirklich zu Gesicht bekommt man ihn aber erst zwei Teile später, als Emil die »große Wahrheit« offenbart bekommt. Die geschlechtslose Göttin Embla liebte Ask, doch dieser ließ sich von der bezaubernden Lilith im Liebesakt hinreißen, selbst nach Macht zu streben und die fünf Kristallschädel einzufordern. Dies führte zur Ermordung von Embla und ihrem Diener Adam, aber ebenfalls zum Untergang von Atlantis. So geht die Geschichte, doch stimmt sie so tatsächlich?

Rechts seht ihr einen alten Entwurf von Emils Verwandlung in einen Schädelmeister. Das sieht im Manga dann doch noch mal eine ganze Ecke anders aus, nämlich dämonischer mit Hörnern am Kopf und kleinen Teufelsflügelchen am Rücken. Da er anfangs nur den Unterkiefer besitzt, die Hälfte eines Schädels, verwandelt sich auch nur ein Teil von ihm – obenrum Schädelmeister, der Rest gewohnte Straßenjeans. Aber im Laufe der Handlung verändert sich Emils Äußeres weiter, als er lernt, Kontrolle über seine negativen Gefühle zu erlangen.

Lucas Schwarz/Embla

Der 18-jährige Lucas erlitt als Kind eine schwere Kopfverletzung, als sein älterer Bruder Emil ihn die Treppe runterschubste. Dies führte zur Trennung ihrer Eltern, bei der Lucas mit ihrer Mutter Carola fortging. Die Verletzung ließ ihn letztendlich ins Koma fallen, und Carola traf eine gewichtige Entscheidung, indem sie den oberen Teil des Kristallschädels, dessen Unterkiefer später in Emils Besitz landet, ihrem Sohn einsetzte. Dies hatte zur Folge, dass er zwar wieder gesund wurde und nun gar über übermenschliche, gottgleiche Fähigkeiten verfügt, aber sein Wesen hat sich total verändert. Mit dem Schädel kamen nämlich die Erinnerungen an seine früheren Leben, besonders als er als Embla mit der Kraft der Kristallschädel die Menschen auf der Erde erschuf und in Atlantis als gütige, aber geschwächte Göttin ohne Geschlecht über sie wachte. Bis zum Tage als Ask, den sie so sehr liebte, Embla tötete.

Mit so einer tragischen Vergangenheit belastet, sinnt Lucas auf Rache an Ask alias dessen Wiedergeburt Emil, auch wenn es sich dabei um seinen eigenen Bruder handelt. Sein Rang als Offizier im Bilderberger-Militär, als Zeichen dafür trägt er sowohl das Wappen als Tätowierung auf seiner Brust als auch die Nummer 22 als Kette um den Hals, sowie seine als Schädelmeister besondere Position geben Lucas dabei Rückenwind. Seine göttlichen Wurzeln erlauben es ihm, böse Asura zu eliminieren und ihre Energie aufzunehmen. Noch viel eindrucksvoller: Lucas kann Tote zum Leben erwecken. So hat er etwa Lin an sich gebunden.

aus »Skull Party« Band 4

In seinem Handeln sehe ich die unentwegte Jagd nach Verehrung und liebevolle Anbetung, wie sie ihm einst in Atlantis zuteilwurde. Wohingegen doch Embla damals unter diesem Anderssein – ihr geschwächter Zustand sowie fehlende Geschlechtsteile gelitten hat und sicher wohl einiges gegeben hätte, um menschlicher zu sein. Diesen Aspekt scheint ihre Reinkarnation dagegen vollkommen auszublenden. Lucas stellt sich über alle anderen. Der Schädelmeister gibt sich überheblich und unantastbar. Niemand ist so toll oder mächtig wie er. Sein eigenes Verhalten gegenüber anderen erscheint dabei gewalttätig und lieblos – das Lächeln nur zum bösen Spiel aufgesetzt. Dahinter sieht es wahrlich anders aus. Der Schmerz über den Verrat sitzt nach all den Jahrhunderten immer noch tief, sodass er weder sein Leben als Lucas Schwarz als solches wahrnimmt sowie noch weniger, welche Menschen tatsächlich um sein Wohlergehen besorgt sind und wer ihn nur ausnutzt. Im Grunde kämpfen sowohl Emil als auch Lucas mit demselben Problem. Wer bin ich, und was mache ich in dieser Welt? Doch während Emil Menschen an seiner Seite hat, die ihm in schlechten Zeiten beistehen, muss Lucas, teils selbstverschuldet, allein ausharren.

Von allen Charakteren hat Lucas das auffälligste Design mit seiner »Stinktier-Frisur« und einer Naht/Narbe quer über seine Stirn, etwas durch den Haaransatz verborgen, die an die Operation erinnert. Am rechten Ohr trägt er vier Piercings, am linken nur eines. Seine Finger sind mit Ringen geschmückt und die Nägel schwarz lackiert. Einen Offizier beim Militär würde man sich normalerweise anders vorstellen.

Rosa Schwarz/Lilith

Rosa ist die Schwester von Emil und Lucas. Im Gegensatz zu ihrem älteren Bruder weiß sie schon länger über die Skull Party Bescheid und ist als Schädelmeisterin sogar Mitglied. Ihrem niedlichen Äußeren inklusive eines süßen Kleides, Brille sowie zwei Haarschwänzen möchte man auf dem ersten Blick kaum die Bereitschaft zum Kampf zutrauen. Dabei ändert sich ihr Wesen nicht zu einer wilden Kampfbestie, sondern ist als Schädelmeisterin mehr aufs Beschützen als die Eliminierung von Feinden aus. Es kann jedoch passieren, dass sie ihre Aufmerksamkeit zu sehr auf ihren Schützling lenkt, als die drohende Gefahr vor ihr. Lange Zeit konnte Rosa Emil in Unkenntnis über die Skull Party lassen. Wegen seiner negativen Einstellung zum Leben macht sie sich sorgen um ihn, dass er bei Kontakt mit einem Schädel zu einem Asura werden könnte.

sollte mal Rosa werden… Sieht komplett anders aus im Manga!

In Atlantis verkörperte Rosa die Frau Lilith, die Ask verführt haben soll, sich gegen Embla aufzulehnen. Möglicherweise sieht man im Manga deswegen höchstens ein sehr distanziertes Verhältnis zwischen Rosa und Lucas, der in seiner Schwester nur eine alte Liebesrivalin sieht, die sein damaliges Leben ruiniert sowie ihm den Liebsten ausgespannt hat. Es ist ungewiss, wie viel Rosa selbst über ihre damalige Vergangenheit weiß. Sie spricht einmal in Band zwei über komische Träume, die sie niemandem erzählen könnte, nachdem Emil gerade selbst im Schlaf eine sexuelle Begegnung mit Lilith hatte. Dass diese sich im Traum während des Geschlechtsverkehrs noch zusätzlich in Rosa verwandelt, macht die Erfahrung nur verstörender. Trotz solch eines engen Verhältnisses in Atlantis als Ask und Lilith bleibt die Beziehung zwischen den beiden rein geschwisterlich.

Joseph und Carola Schwarz

Joseph und Carola lernten sich im Forschungsinstitut der Bilderberger-Regierung kennen, wo sie die bis dahin entdeckten Kristallschädel erforschten. Zusammen bekamen sie drei Kinder: Rosa, Emil und Lucas. Joseph entwickelte den Bürgerchip, dem jedem Bewohner im Nacken implantiert wurde. Dieser ermöglicht nicht nur Totalüberwachung seitens der Regierung, sondern auch medikamentöse Behandlung.

Das menschenunwürdige Verwenden des Bürgerchips zum heimlichen Injizieren von Beruhigungsmitteln und Gefühlshemmern widerspricht Josephs Intentionen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen, während Carola dieser Art von Nutzung befürwortet. Ihre Ehe nähert sich bereits unbewusst dem Ende, als Joseph einen der Schädel in den oberen Teil und den Unterkiefer zerlegt. Dies hat zur Folge, dass ihm der Vogelmann erscheint und einen Weg offenbart, die Welt zu retten. Ein Unfall Zuhause führt in der Zeit zur endgültigen Trennung des Paars. Joseph stiehlt einen Schädel und den Unterkiefer. Er gründet den Widerstand Skull Party. Der komplette Schädel geht in den Besitz seiner Tochter Rosa über. Den Unterkiefer versteckt er und verschweigt seinem Sohn Emil alles.

Im Manga erscheint Joseph zuerst mehr als friedlicher Öko-Vater, der den Protagonisten ermahnt, nicht eigensüchtig, sondern ressourcensparend zu denken. Seine illegale Organisation kommt erst danach zum Vorschein. Professor Zanzara, der im Laufe der Handlung zu einem Asura wird, arbeitete einst mit Joseph zusammen. Er beschreibt ihn als Erfinder, Wissenschaftler und Genie. Joseph ist aber auch ein sensibler Mensch, dem seine Familie alles bedeutet, speziell Emil und Rosa, welche bei ihm leben. Die Beziehung zu seiner Frau erscheint dagegen vollkommen erkaltet, was in meinen Augen aber vor allem an ihren vollkommen gegensätzlichen Betrachtungsweisen einer möglichen Rettung der Menschheit liegt. Wie sein Verhältnis zu Lucas aussieht, bleibt unerwähnt. Als Emil in seiner Wut böse Worte an Joseph richtet, setzt das dem Vater seelisch schwer zu. Gleichzeitig ist die Familie sein Halt, optimistisch in die Zukunft zu blicken und alles daran zu setzen, die Schädel zu finden.

Carola wirkt dagegen zuerst weniger sympathisch, auch wenn die Frau angibt, in Namen von Wissenschaft und Vernunft zu handeln. Sie steht auf Seiten der Regierung und hält die Skull Party für einen Haufen Esoteriker, die eine spirituelle Revolution heraufbeschwören wollen. Seit dem Unfall von Lucas sind ihre Gefühle für den ältesten Sohn erkaltet, wie sich in einer Wiedersehensszene der beiden nach Jahren zeigt, als sie Emil nicht einmal umarmen möchte. Ob Carola jedoch tatsächlich an Lucas versuchter Ermordung seines Bruders durch Tabletten im ersten Band beteiligt war, wirkt mir eher wie eine Finte ihres Sohnemannes. Zwischen Carola und Lucas, obwohl sich die Mutter für ihren Jüngsten von ihrem Mann getrennt hat sowie zwei Kinder in dessen Obhut zurückließ, erscheint mir überraschend emotionslos. Vielmehr steht die große Sache, das Verlassen der Erde, bevor es zu spät ist, im Mittelpunkt all ihres Bemühens. Dass in ihr dennoch das Herz einer Mutter schlägt, zeigt sich erst zu spät, als jegliche Kontrolle – sowohl über ihre Berechnungen, ihre Stellung als auch besonders Lucas – aus der Hand geglitten ist und eine schreckliche Tat ihres Sohnes Carola umdenken lässt.

Lin/Adam

Lin tritt anfangs als Lucas‘ Untergebene auf. Die vollbusige, asiatische Schönheit ist eine regelrechte Wildkatze im Kampf. Durch ihre Oberweite muss die Kämpferin aber so manch hämischen Kommentar von Emil einstecken. Lucas behandelt sie offensichtlich schlecht, regelrecht sadistisch, ohne dass Lin jedoch seine Befehle ignorieren würde. Im ersten Band kommt es gar zu einer aufgedrängten Sexeinlage in einem öffentlichen Gebäude (eine Szene, die Melanie Schober laut Interview im Nachhinein gerne gestrichen hätte), bei der sie Lucas Liebe schwört. Später gesteht Lin Emil jedoch, dass sie in Wahrheit Angst vor ihm hat. Lin ist der Erotik-Faktor von Skull Party, was sie im zweiten/dritten Band zum Opfer des Oktopus-Opas macht. Dabei hat die junge Frau viel mehr zu bieten als große Brüste und scharfe Kurven.

Alte Designs von Lucas und Lin. Lucas’ erstes Aussehen wurde dann für Adam verwendet.

Erst sehr spät offenbart die Manga-Zeichnerin die tragische, von Missbrauch und Vergewaltigung geprägte Kindheit von Lin als Opfer der blinden Regierung als auch der Cerebro-Kapseln. Stets unterdrückt und letztendlich bei Gegenwehr gegen so ein ungerechtes Schicksal getötet, erntet Lin mein volles Mitgefühl. Doch auch ihr zweites Leben, »geschenkt« durch Lucas‘ Wiederbelebungsfähigkeiten startet mehr als düster. So ganz perfekt sind dessen Kräfte nämlich nicht. Vielmehr muss sie sich in seiner Gegenwart aufhalten, ansonsten beginnt Lin bei lebendigem Leibe zu verwesen. Was für ein Leben. Dabei ist sie eine sehr warmherzige, fürsorgliche Person, die ihren Freunden in schlimmen Zeiten Mut zuspricht, und trotz ihrer schrecklichen Erfahrungen optimistisch voranschreitet, solange jemand an ihrer Seite steht. Das alles trifft ebenfalls auf ihr früheres Leben als Adam in Atlantis zu, als dieser Embla diente und unerwidert liebte.

Rechts seht ihr, wie Lucas und Lin anfangs aussahen. Letztere hat sich im Manga nur etwas im Kleidungsstil verändert. Lucas hingegen wurde komplett umgekrempelt – bloß die Narbe an der Stirn (und der Hang zum nackten Oberkörper sind geblieben). Das alte Design erhielt jedoch eine zweite Chance als anderer Charakter.

Vogelmann

Aus »Skull Party« Band 4

Der Vogelmann tritt erstmals auf, als Emil Cerebro-Kapseln verabreicht bekommt, die ihn ins Land der Träume schicken. Das übernatürliche Wesen in der schwarzen Kutte und einer Maske befiehlt dem Jugendlichen, den Unterkiefer zu suchen, womit das Abenteuer seinen Lauf nimmt. Chronologisch begegnete jedoch Emils Vater Joseph dem Vogelmann bereits Jahre zuvor, als er einen der Schädel in zwei Hälften teilte. Die mysteriöse Gestalt setzte dem Forscher dabei in Kenntnis, dass alle fünf Schädel, erst einmal beisammen, die Erde heilen und die Menschheit dadurch retten könnten. Infolgedessen gründete Joseph die Skull Party.

Selbst bezeichnet sich der Vogelmann als personifiziertes Wissen aller fünf Kristallschädel, der Emil über seine Vergangenheit in Atlantis aufklärt. Die Informationen sind jedoch nicht notwendigerweise objektiv. Er taucht nie physisch in der Welt auf, sondern spricht über Träume und Visionen zu den Schädelmeistern. Auf seiner Schulter sitzt stets ein Vogel, aber niemals derselbe. Der Vogelmann riet Joseph zudem, den kompletten Schädel in seinem Besitz Rosa zu überlassen und den Unterkiefer an Emil zu geben.

Mönch Takotaro/Oktopus-Opa

Design vom schleimigen Tentakelmann

Ein Mönch namens Takotaro war einst im Besitz eines Kristallschädels. Selbst immer in abgeschiedener Enthaltsamkeit lebend, nahmen die vielen unbefriedigenden sexuellen Verlangen jedoch überhand, sodass der Mann sich letztendlich in einen Asura mit Tentakeln verwandelte. Eben diesem müssen sich Lin und Emil in Band 2 sowie 3 stellen. Als Mönch verkleidet, lebt er in einem Dorf aus Frauen, welche in perversen Sexorgien von ihm geschwängert werden, ohne dass sie sich später an die Ereignisse erinnern könnten. So glauben die Bewohnerinnen, die Kinder kämen vom lieben Gott. Doch dem Nachwuchs ergeht es schlecht, dieser wird nämlich vom Asura gefressen, während die Mütter selbst ewiges Leben verliehen bekommen.

Ich empfinde den Tentakel-Mönch nicht nur als Fanservice-Hilfe, da er zwischenzeitlich versucht, Lin an die Wäsche zu gehen – was ihm teilweise gelingt –, sondern auch als Mahnzeichen. Zur selben Zeit kämpft nämlich Emil mit seinem inneren Dämon (namens Horst). Der Oktopus-Opa verkörpert das, was Emil werden könnte, wenn er seine negativen Gelüste nicht bändigt und an die Leine legt.

Skull Party © Melanie Schober/Carlsen Verlag GmbH, Hamburg 2013-2015

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