Hinter den Kulissen von Death Note Teil 2: Das Charaktercasting

Letzten Oktober kam Death Note Light up the NEW world in die japanischen Kinos. Hier in Deutschland wird der Film erstmals auf der Nippon Connection zu sehen sein. In diesem Zuge zeigen wir euch eine Zusammenfassung der Interview-Reihe, die My Navi mit Produzent Takahiro Sato führte.

Takahiro Sato war in den ersten beiden Filmen vor 10 Jahren, dem Spin-off-Movie aus dem Jahr 2008 mit L als Hauptperson und der Serie aus dem Jahr 2015 beteiligt. Da das Interview sehr lange dauerte, veröffentlichte My Navi dieses in 20 Einzelartikeln. Auch wir haben das Thema auf mehrere Artikel aufgeteilt. Im ersten Teil wurde erzählt, wie sich NTV die Rechte an den Death Note-Adaptionen sicherte. Nun folgt ein Einblick in das Charaktercasting von Tatsuya Fujiwara und Kenichi Matsuyama.

Tatsuya Fujiwara - Soshite, Dare mo inakunatta
© The Television

Als erstes stand Tatsuya Fujiwara fest. Er war für die Produzenten der unumstrittene Favorit für Yagami Light. Es hätten noch andere Schauspieler in das Bild von Yagami gepasst. Aber die Produzenten waren sich sicher, dass Fujiwara den Charakter mit seiner Verrücktheit am besten darstellen kann. Light ist vertieft in seinen eigenen Gerechtigkeitssinn. Also stand schon sehr früh fest, dass Fujiwara im Film mitspielt.

Fujiwara wurde als Genie gesehen, der ohne viel Mühe von einer Sekunde auf die andere in praktisch jede Rolle schlüpfen kann. Allerdings war er im Privaten völlig anders als sein Rollencharakter. Erika Toda tat es ihm gleich. Dagegen lebte ihr Kollege Kenichi Matsuyama praktisch den ganzen Dreh über seinen Filmcharakter aus.

Es war aber nicht so, dass Fujiwara keine Anstrengungen unternehmen musste. Er nahm seine Arbeit sehr ernst. Zum Beispiel dachte er viel darüber nach, wie er die Darstellung seines Charakters verbessern könnte. Außerdem hatte er viele Szenen mit dem Todesgott Ryuk. Dieser wurde erst in der Nachbearbeitung über CG in die Szene eingebaut. So musste Fujiwara in diesen Szenen mit seiner Vorstellung arbeiten und die gleichen Szenen immer wieder spielen. Dies tat er mit einer überraschenden Genauigkeit. Sein Vorteil war in diesem Fall, dass er ein erfahrener Bühnenschauspieler ist. So wusste Fujiwara, wie er die gleichen Handlungen bei jeder Aufführung wiederholt.

Fujiwara war auch derjenige, der den Besuch im Shinjuku Joy Cinema initiierte. 2006 war dieses Kino mit 200 bis 300 Plätzen eines der größten in Tokyo. Es wurde 2009 geschlossen. Das Shinjuku Picadilly nor TOHO Cinema war noch nicht gebaut. Für den ersten Teil von Death Note gingen Fujiwara und Matsuyama zum Begrüßen des Publikums ins Cine Chitta in Kawasaki. Danach sollte der Tag mit dem Erscheinen bei NTVs Sports Urugurusu enden. Fujiwara schlug aber vor, noch in ein anderes Kino zu gehen. Shinjuku Joy Cinema war das einzige Kino, das der späten Anfrage zugestimmt hatte. So erschienen die beiden Schauspieler unangekündigt bei einer Spätvorstellung. Da dies auf positive Rückmeldung stieß, machten die beiden noch weitere unangekündigte Kinobesuche danach. Normalerweise dürfen die Schauspieler bei solchen Besuchen nicht fotografiert werden. Fujiwara forderte die Fans aber gerade dazu auf, Fotos zu nehmen. Dies war sein besonderer Fan-Service.

Obwohl Kenichi Matsuyama als Darsteller von L ausgesucht wurde, spielte er bis dahin eher den ruhigen und gutmütigen Typ. Seine bisherigen Rollen unterschieden sich stark von Ls Charakter. Matsuyama hat bis 2006 beispielsweise bei Winning Pass (2004) und Otokotachi no Yamato (2005) mitgespielt. Außerdem war er damals noch recht unbekannt. So zählte er anfangs nicht zur ersten Wahl.

Matsuyama Kenichi
© Daily Sports

Allerdings hatten die Produzenten Schwierigkeiten, einen passenden Darsteller für L zu finden. Am Ende blieb nur noch Matsuyama übrig. Ursprünglich wurden mehrere Schauspieler angefragt, die dem Publikum schon recht bekannt waren. Diese zierten sich aber, einen so einschlägigen Charakter darzustellen. Außerdem waren sie von den Vorurteilen, wie die Zuschauer auf L reagieren, gehemmt. Also entschieden die Produzenten, ein unbekanntes Gesicht wie Matsuyama für L zu wählen. Damit hat das Publikum keine Erwartungen an den Darsteller. Im ersten Treffen hatten die Produzenten auch den Eindruck, dass Matsuyama L äußerlich ähnelt. Der Schauspieler besaß damals eine helle Haut, lange Arme und Beine sowie eine schlechte Körperhaltung.

Wegen Terminüberschneidungen mit Fujiwaras Theateraufführungen begann der Dreh mit Matsuyama damals nicht reibungslos. Es wurden zuerst die Szenen für Fujiwara bis Februar 2006 gedreht. Danach folgte die Aufnahme des Endkampfs von Death Note Part 1 mit Matsuyama in Kitakyushu. Es war für Matsuyama etwas ungünstig, an seinem ersten Drehtag direkt eine solche Endszene mit Fujiwara zu spielen. Aber das Ergebnis war besser als erwartet. Matsuyama hat im Nachhinein zugegeben, dass er von Fujiwaras Aufführung überwältigt war. Er schwor sich, im zweiten Film eine bessere Darstellung zu bieten. Matsuyama war der Meinung, L und Light sollten auf gleicher Ebene handeln, um den Film interessanter zu machen.

Es war nicht schwierig, Matsuyama wie L aussehen zu lassen, da er sowieso eine schlanke Figur besitzt. Um Ls Liebe für Süßes zu zeigen, wollten die Produzenten zuerst Ls Hotelzimmer mit Zuckerwürfeln und Donuts dekorieren. Aber Matsuyama schlug vor, mehr Variationen einzubauen, da Watari mehr als das für L tun muss. Letztendlich war Matsuyama derjenige, der die Süßigkeiten für den Film aussuchte. Diese füllten jedes Mal mindestens zwei Tische und ließen das ganze Set den ganzen Tag süß nach Gebäck und Kuchen riechen.

Die Hyottoko Maske (schiefe Männermaske), die L in den Death Note-Filmen trägt, wurde auch von Matsuyama ausgesucht. Der Requisiten-Designer schlug eine Maske mit einem verzerrten Gesicht vor, während der Regisseur eher eine cool aussehende Maske bevorzugte. Im Endeffekt hatte Matsuyama das letzte Wort und bestand darauf, eine Hyottoko Maske zu benutzen.

Quelle: My Navi

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1 KOMMENTAR

  1. Ich finde death note super cool und ich finde ihr habt die schauspieler sehr gut getroffen als waeren sie aus den Manga entflohen und zu menschen geworten besonderst L und light habe ich ins herz geschlossen es ist spannent und gleich zeitig voller humor ich hoffe ich lerne noch andere filme von kenichi und Tatsuya kennen lch finde euch super ich kucke sowie so gerne japanische filme wie zum beispiel godzilla das hab ich schon als kleines kind gekuckt damit bin ich gross geworten und auserdem macht ihr sowieso die besten filme da kann euch keiner was vor machen weiter so ihr seid super ich liebe euch.

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