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Nachdem wir eure Nerven letzte Woche schon ein wenig getestet haben, gehen wir diese Woche einen Schritt weiter. „Nou Otoko“ ist wirklich nichts für schwache Nerven.

„Nou Otoko“ heißt übersetzt „Gehirn Mann“.
Der Film erschien am 9.Februar 2013 in den japanischen Kinos.
Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Shudo Urio. Das Buch „Nou Otoko“ gewann den 46. Edogawa Rampo Award.

Die Hauptrolle in „Nou Otoko“ spielt Ikuta Toma. An seiner Seite sind Matsuyuki Yasuko, Eguchi Yosuke und den jungen, noch eher unbekannten Schauspielerinnen Nikaido Fumi und Ohta Rina.

Der Soundtrack wurde von Imahori Tsunea komponiert. Den Ending Song singt „21st Century“. Der Titel lautet „Shizoid Man“.

„Nou Otoko“ wurde auch auf Internationalen Filmfesten gezeigt.
2013 lief er auf den 17. Puchon International Fantastic Film Festival und hatte damit seine Premiere in Korea.
Aber „Nou Otoko“ kam auch nach Europa. Er wurde nämlich auf dem 30. Amsterdam Film Festival gezeigt.

Nou Otoko

 © TOHO  © Johnny's Associates
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Wie oben schon angedeutet ist „Nou Otoko“ ein Film mit einigen Szenen, wo es einem eiskalt den Rücken herunterläuft.
Viel schlimmer als die zahlreichen Actionszenen mit Explosionen, finde ich persönlich Szenen in denen die Darsteller kaltblütig und emotionslos brutale Gewalt ausüben. Und von diesen Szenen gibt es mehrere, die auch ziemlich deutlich zeigen, was da alles an Organen von Menschen abgeschnitten oder verstümmelt wird. Wer also Probleme mit herumkullernden Augen oder abgeschnittenen Körperteilen hat, der sollte den Film eher nicht anschauen oder ab und zu mal die Augen zumachen.

Insgesamt ist der Film natürlich aufgrund seiner Handlung eher düster gehalten.
Leuchtende Farben oder fröhliche Gesichter sollte man hier eher nicht erwarten.

Interessant ist bei „Nou Otoko“ vor allem der Hauptdarsteller Ikuta Toma.
Manche kennen ihn vielleicht aus dem Drama „Hanazakari no Kimitachi e“ oder „Hanamizuki“. In vielen seiner Filme und Dramen spielt er eher lustige, tollpatschige oder entspannte Rollen. Allerdings zeigte er bereits in „Maou“ und „Majo Saiban“, dass er auch ernste Rollen spielen kann. In „Nou Otoko“ übertrifft er sich meiner Meinung nach aber selber. Überzeugend stellt er einen emotionslosen Killer dar. Dabei spricht er im ganzen Film vielleicht 50 Sätze. Vielmehr spielt er mit seiner Körperhaltung, seiner Mimik und seinen Augen.
Wer Ikuta Toma in einer seiner bisher überzeugendsten Rollen sehen möchte, sollte sich „Nou Otoko“ nicht entgehen lassen.

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Unheimlich überzeugend (und dabei liegt die Betonung tatsächlich auf unheimlich!) war die noch junge Schauspielerin Nikaido Fumi. Auch sie spielt die Rolle einer verrückten Mörderin und die bringt sie sehr sehr realistisch rüber.
Es gelingt ihr, den Zuschauer von ihrem Wahnsinn zu überzeugen, was für eine so junge Schauspielerin eine großartige Leistung ist.

Neben den sehr realistischen und teilweise recht explosiven Szenen und einem überzeugenden Cast lässt sich die Handlung des Films jedoch nicht lumpen.
Wir begleiten die Psychiaterin Washiya Mariko auf ihrem Versuch zu verstehen wie jemand zu einem emotionslosen Killer werden kann während sie gleichzeitig mit Hilfe des Polizisten Chaya versucht, die wahnsinnige Mörderin zu fassen. Diese zwei Handlungsstränge sorgen dafür, dass man als Zuschauer gut beschäftigt ist und es zu keiner Langeweile kommt.

Inhalt
nou otoko 4
Als eine Bombe in einem Bus voller Jugendlicher explodiert und so einen Massenmord nach sich zieht, ist die Polizei auf höchster Alarmstufe und auf der Suche nach dem Bombenleger.
Während sie alle Spuren verfolgen findet der Hauptkommissar Chaya einen Mann namens Ichiro Suzuki im Versteck des Bombenlegers. Damit ist er der Hauptverdächtige in diesem Fall.
Die Psychologin Washiya Mariko nimmt sich Suzukis an. Sie hat sich darauf spezialisiert mit Kriminellen zusammen zu arbeiten. Sie ist der Meinung, dass man Kriminelle wieder bekehren kann, wenn man sie mit ihren Opfern sprechen lässt.
Intern wird Suzuki als „Gehirn Mann“ bezeichnet, da er über einen außerordentlich hohen IQ verfügt. Außerdem hat er einen perfekt trainierten Körper. Was ihm allerdings fehlt sind menschliche Emotionen.
Washiya Mariko versucht herauszufinden, wieso sich Ichiro zu einem solchen Menschen entwickelt hat. Dabei muss sie immer weiter in seine Vergangenheit gehen. Zudem versucht sie herauszufinden, ob er tatsächlich der Bombenleger ist.

Cast

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Suzuki Ichiro – Ikuta Toma
Washiya Mariko – Matsuyuki Yasuko
Chaya – Eguchi Yosuke
Midorikawa Noriko – Nikaido Fumi
Mizuzawa Yuria – Ohta Rina
Hirono – Owada Kensuke
Shimura – Sometani Shota
Kuroda Yutaka – Mitsuishi Ken
Karami – Komoto Masahiro
Ino – Ozawa Yukiyoshi
Aizawa – Ishibashi Renji
Irisu Noriyuki – Natsuyagi Isao