Nach Musik, Romantik und Fantasy machen wir mal wieder einen Ausflug in die japanische Geschichte. Der Titel des Films „Ooku – The Lady Shogun and Her Men“ weist schon darauf hin, dass der Filminhalt jedoch nicht ganz so der Realität entspricht.

Am 1. Oktober 2010 erschien „Ooku – The Lady Shogun and Her Men“ in den japanischen Kinos.
In der Hauptrolle sind Shibasaki Kou und Ninomiya Kazunari zu sehen.

Als Vorlage für den Film diente der unbeendete Manga von Yoshinaga Fumi. Seit September 2005 erscheint pro Jahr ein Band des Mangas.
Grund dafür ist, wie der Leiter des englischen Publishers erklärte, dass Ooku weder richtig in das Genre der Shoujo noch der Shonen Mangas passt. Eher richtet sich der Manga an ältere Leser. Zudem ist Ooku kein Manga, den man schnell hintereinander lesen sollte, sondern man sollte sich Zeit dafür nehmen.
Um dies auch dem Publikum klar zu machen, entschied sich der Verlag für diese langen Veröffentlichungsintervalle.
„Ooku“ erscheint in Japan in Hakusenshas Magazin „Melody“. Aber auch in Nordamerika, Taiwan und Frankreich/Kanada ist der Manga in der jeweiligen Sprache erhältlich.

© Viz Media
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Das es wirklich ein qualitativ hochwertiger Manga ist, zeigen die vielen Nominierungen und Preise, die er gewonnen hat.
Im Jahr 2006 erhielt er den „Excellence Prize“ auf dem Japan Media Arts Festival. Ein Jahr zuvor krönte die Japanese Association of Feminist Science Fiction und Fantasy Ooku mit dem Sense of Gender Award. 2008 wurde er für Manga Taishou nominiert. Weiterhin erhielt er drei Nominierungen für den Tezuka Osamu Cultural Prize bevor der Manga diesen Preis im April 2009 endlich erhielt.

Neben dem Kinofilm mit Shibasaki Kou und Ninomiya Kazunari erschien zwei Jahre später ein Drama, das ebenfalls auf dem gleichen Manga beruht. Es trägt den Titel „Ooku – Tanjou“. Darin spielt Tabe Mikako die Hauptrolle.
Weiterhin erschien im gleichen Jahr ein weiterer Film mit dem Namen „Ooku – Eien“. Jedoch wurde hier ein komplett anderer Cast gewählt.

Ooku – The Lady Shogun and Her Men

© Asmik Ace Entertainment
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Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich kein großer Fan von japanischen historischen Filmen bin. Meistens fehlt mir einfach das Hintergrundwissen dafür.
Ausschlaggebend dafür, den Film trotzdem zu sehen, war für mich als Arashi Fan natürlich Ninomiya Kazunari in der Hauptrolle. Aber selbst für diejenigen, die mit Arashi eher weniger anfangen können, ist der Film geeignet.

© Asmik Ace Entertainment
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Abgesehen von Nino, dessen Schauspielkunst ich jedoch sehr bewundere – Arashi Fan hin oder her, begeisterte mich hier auch Shibasaki Kou, die meiner Meinung nach für die Rolle als weiblicher Shogun geboren ist. Besonders der Ausdruck in ihren Augen verleiht ihr den herrschaftlichen Charakter.

Aber auch der restliche Cast des Films schauspielert hervorragend und erfreut so manche (weiblichen) Dramaliebhaber – Tamaki Hiroshi und Ohkura Tadayoshi sind doch immer recht nett anzuschauen.
Aber auch für die männlichen Zuschauer ist neben der Hauptdarstellerin Shibasaki Kou noch Horikita Maki dabei.
Weitere bekannte Namen wie Abe Sadao und Sasaki Kuranosuke bereichern den Cast des Films unheimlich.
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Außer dem hervorragenden Cast begeisterte mich neben der interessanten Story des Films (besonders als Frau finde ich sie sehr spannend) die Filmmusik.
Sie ist sehr episch, aber auch sehr japanisch und passt wundervoll zu dem Film.
Falls ihr eure Hände also einmal an diesen OST bekommen sollte, hört ihn euch auf jeden Fall an!

© Asmik Ace Entertainment
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Für Liebhaber der japanischen Geschichte oder einfach für diejenigen, die sich für Kimonos oder historische japanische Architektur begeistern, hält der Film viele wundervolle Szenen bereit.
Die Kostüme und das Bühnenbild sind beeindruckend und sehr realistisch, mit besonderem Blick auf Details.
Mich zum Beispiel stört es unheimlich, wenn man in Filmen sehen kann, dass die Männer eine Perücke tragen, weil sie sich die Haare nicht abrasieren wollten (für die traditionelle Frisur). Dies ist jedoch in diesem Film nicht der Fall, sodass ich mich nicht permanent gestört fühlte^^

© Asmik Ace Entertainment
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Wie schon oben kurz erwähnt, ist die Handlung des Films äußerst interessant, da die Welt ein wenig umgekehrt ist.
Wie also die Geschichte hätte sein können, wenn statt der Männer, die Frauen in Japan an der Macht gewesen wären, zeigt dieser Film zumindest ein wenig und spricht mich daher sehr an.
Neben dem Aspekt der weiblichen Machtinhaberin, werden jedoch auch Themen wie Hinterlistigkeit, Neid, aber auch tiefe Freundschaft und Liebe angesprochen. Damit hält der Film verschiedene Situationen bereit, sodass er selten langweilig wird.

P.S.: Für alle, die Nino gerne in Kussszenen sehen, ist dieser Film ein Goldstück – und er küsst nicht nur Frauen^^

Inhalt

© Asmik Ace Entertainment
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Der Film spielt im Jahre 1716 in Japan. Eine mysteriöse Krankheit, die nur Männer befällt, verbreitet sich im Land und reduziert die männliche Bevölkerung auf nur ¼ der weiblichen. Somit verändern sich die Geschlechterrollen im Land. Frauen erledigen das Handwerk und auch im Königspalast haben die Frauen das Sagen. Die Männer werden hauptsächlich benötigt um Nachkommen zu zeugen.
In dieser Zeit lebt Mizuno Unoshin, ein Sohn einer verarmten Samurai Familie. Er hofft, seine Jugendliebe Onobu zu heiraten, aber aufgrund ihrer Klassenunterschiede ist das kaum möglich. Zugleich ereilt ihn das Verlangen für seine Familie zu sorgen. So fasst er den Entschluss in den Ooku (den Innern Kammern des Palastes) zu arbeiten. Dort buhlt er mit weiteren 3.000 schönen Männern um die Gunst des weiblichen Shoguns. Unoshin muss lernen, dass die Männer in der Ooku äußerlich alle wunderschön sind, ihre Herzen jedoch unrein und schwarz sind.
Kurz nach seiner Ankunft stirbt der Shogun und eine neue Frau wird in dieses Amt gesetzt. Diese regiert jedoch anders als alle zuvor und bringt damit den geordneten Alltag in der Ooku durcheinander.

Cast

© Asmik Ace Entertainment
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Mizuno Unoshin – Ninomiya Kazunari
Tokugawa Yoshimuna – Shibasaki Kou
Onobu – Horikita Maki
Tsuroka – Ohkura Tadayoshi
Kakiten – Nakamura Aoi
Matsushima – Tamaki Hiroki
Sugishita – Abe Sadao
Huzinami – Sasaki Kuranosuke

Info

Der Film wurde von Akina_Fansubs für euch mit deutschen Untertiteln versehen. Schaut doch mal vorbei^^

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