Musik-Special: musikalisch schöne Filme

Im Rahmen unseres Specials wird es auch in der Drama- und Film-Kategorie musikalisch. Es gibt zahlreiche Serien und Filme, die ebenfalls das Thema Musik aufgreifen. Nachdem wir euch schon ein paar Serien vorgestellt haben, listen wir euch hier nun einige Filme auf.

Wir haben uns auf die Suche nach Dramen und Filmen gemacht, in denen die Musik auf irgendeine Art und Weise eine wichtige Rolle spielt. Viele haben wir gefunden, einige davon sind gerade erst in die japanischen Kinos gekommen, andere feiern noch ihre Filmpremiere.

Von klassischer Musik, Dirigenten und Violinisten bis hin zu Pop- und Rockbands. Gemischt mit einer guten Story und großartigen Schauspielern können diese Serien und Filme zu wahren musikalischen Erlebnissen werden, die die Zuschauer an den Bildschirmen fesseln.

NANA
NANA - Movie 11-16
© Toho

Format: Kinofilm
Jahr: 2005 – 2006

Diese zweiteilige Live-Action-Adaption zeigt das Leben zweier Frauen, die beide Nana heißen. Durch Zufall treffen sie sich in einem zugeschneiten Zug und wenig später bei der Wohnungssuche erneut. Spontan entscheiden sich die beiden, die Wohnung zu teilen. Die eine Nana ist Sängerin in einer Band und verarbeitet noch den Verlust eines Bandmitglieds und Freundes. Die andere bekommt den Spitznamen Hachi und zieht ihrem Freund nach Tokyo hinterher.

Beide Filme wirken sehr ruhig. Vor allem der erste ist eher melancholisch angehaucht mit vielen Herzschmerz-Situationen. Dagegen kommt der zweite Teil etwas lockerer und humorvoller daher. Die Musik tritt auch eher im zweiten Film zum Vorschein, da dort die Mitglieder der Band um Nana eine größere Rolle spielen.

Mika Nakashima, die die singende Nana spielt, ist selbst Sängerin und hat sich schon mehrere Jahre zuvor als solche Verdient gemacht. Sie ist es auch, die den Soundtrack zu NANA und NANA 2 singt.

Kanojo wa Uso o Aishisugiteru
Kanojo wa Uso o Aishisugiteru - Kinoposter
© Toho

Format: Kinofilm
Jahr: 2013

Dieser Titel ist auch unter dem englischen Namen The Liar and His Lover bekannt und ist eine Verfilmung von Kotomi Aokis Manga.

Hier geht es um den Toningenieur Aki, der für die bekanntesten Songs der Band Crude Play verantwortlich ist. Nachdem die Band sich aber für ein Major-Label-Debüt entschied und damit so einige Verpflichtungen anstanden, mit denen er nicht zufrieden war, trat er aus der Gruppe aus. Seine Musik stellt Aki Crude Play allerdings noch immer zur Verfügung, wenn auch nur im Namen des Produzenten. Für die Fans bleibt er aber weiterhin unbekannt.

Es geht hier um einen jungen Menschen, der nicht mehr wirklich weiß, wie es mit sich und seinem Leben weiter gehen soll. Bis er ein junges Mädchen kennenlernt und sich in ihre Stimme verliebt.

Dieser Film beleuchtet das harte Musikgeschäft und zeigt, dass nicht immer alles glatt und mit rechten Dingen abläuft, auch wenn man nach außen hin erfolgreich ist. Es geht hier sowohl um eine bereits erfolgreiche Band, die ganz Japan kennt, als auch um Musiker, die auf der Straße entdeckt werden und realisieren, wie das Geschäft wirklich läuft. Man darf zwar nicht behaupten, dass es überall so zugeht, doch es wird hier einmal eine krasse Sicht auf die Dinge gezeigt.

Takeru Sato ist weniger für sein musikalisches Talent bekannt, doch er hat mit seinen überaus guten schauspielerischen Fähigkeiten diese Rolle einfach fantastisch und vor allem überzeugend gespielt. An seiner Seite ist Sakurako Ohara zu sehen, die im Gegensatz zu Takeru Sato, auch im wahren Leben eine Musikkarriere anstrebt und nahezu perfekt für diese Art von Rolle war.

Musikalischer kann es kaum noch gehen, von daher darf dieser Film hier in dieser Liste auf keinen Fall fehlen.

Kiseki – Ano Hi no Sobito
Kiseki - Kinoposter 11-16
© Toei

Format: Kinofilm
Jahr: 2017

Dieser Film ist zwar noch nicht einmal in den japanischen Kinos angelaufen, hier fehlen darf er trotzdem nicht. Kiseki – Ano Hi no Sobito erzählt nämlich die Entstehungsgeschichte der erfolgreichen Band GReeeeN.

Seit 2007 machen die Mitglieder HIDE, Navi, 92 und SOH gemeinsam als GReeeeN die japanische Musikszene unsicher. Die vier ‚e’s in ihrem Namen stehen für die Anzahl an Members in der Band.

Die Besonderheit der Gruppe besteht darin, dass keiner der Mitglieder je sein Gesicht in der Öffentlichkeit gezeigt hat. Weder in Musikvideos, in TV Shows, noch im Internet. 2007 hatten sie ihre einzige TV Performance in der Music-Show Music Bar Palo Palo, doch selbst dort wurden ihre Gesichter zensiert. Der Grund liegt darin, dass sie neben ihrer Musik noch ein Leben als Zahnärzte führen. Dieses Leben möchten sie nicht durch ihre Enthüllung, dass sie Mitglieder von GReeeeN sind, gefährden.

In dem Film bekommen die Bandmitglieder allerdings Gesichter, denn Tori Matsuzaka, Masaki Suda, Ryusei Yokohama, Ryo Narita und Yosuke Sugino werden JIN, HIDE, Navi, 92 und SOH darstellen und so auch ihre Konflikte zeigen, die sie mit Familie und Freunden haben.

Die Schauspieler sind zwar selbst keine Musiker, doch Masaki Suda, Ryusei Yokohama, Ryo Narita und Yosuke Sugino machen unter dem Namen GReeeeN Boys im Januar ihr Musik-Debüt und covern einige bekannte Songs von GReeeeN.

BECK
BECK Poster 16
© Shochiku

Format: Kinofilm
Jahr: 2010

BECK ist eine Verfilmung von Harold Sakuishis gleichnamigem Manga. Die Live-Action-Adaption feierte während des 30. Hawaii International Film Festivals Weltpremiere.

Der Film handelt von der Geburt einer Newcomer-Band. Der äußerst zurückhaltende Schüler Koyuki Tanaka hat auf einmal einen Traum vor Augen, den er zusammen mit seinen Freunden, komme was wolle, verwirklichen will. Doch es werden ihnen jede Menge Steine in den Weg gelegt, die sie versuchen gemeinsam zu überwinden. BECK zeigt alles, von ihrer ersten CD bis hin zu ihrem großen ersten Auftritt auf einem Musikfestival.

Wie auch schon bei Kanojo wa Uso o Aishisugiteru (The Liar and His Lover) spielt hier Takeru Sato die Hauptrolle. Doch zusammen mit Hiro Mizushima, Kenta Kiritani, Osamu Mukai und Aoi Nakamura ist dieser Film einfach nur star-besetzt.

Die Besonderheit des Films liegt darin, dass man nie die “engelsgleiche Gesangsstimme” des Hauptcharakters Koyuki Tanaka bzw. des Schauspielers Takeru Sato zu hören bekommt. So wie der Manga natürlich den Effekt mit sich bringt, dass der Leser sich ganz allein seine atemberaubende Stimme, die jeden in den Bann zieht, vorstellen kann, so ist es auch in dem Live-Action-Film der Fall. Anfangs vielleicht etwas enttäuschend, aber trotzdem eine ganz gute Idee von den Filmemachern.

Die Musik steht zwar hier ganz stark im Vordergrund, allerdings behandelt BECK auch die Themen wie Mobbing, Freundschaft, Zusammenhalt und das Scheitern eines Traumes.

Love & Piece
Love & Peace 11-16
© Asmik Ace Entertainment

Format: Kinofilm
Jahr: 2015

Wer auf schrägen Humor und eine verrückte Story steht, ist bei Love & Peace genau richtig. Erzählt wird die Geschichte eines gescheiterten Punkmusikers. Dieser kauft eine kleine Schildkröte, muss sie aber nach kurzer Zeit in der Toilette entsorgen. Die Schildkröte trifft in der Kanalisation auf einen alten Mann, der weggeworfene Tiere und Spielzeuge sammelt und ihnen Leben sowie eine Stimme einhaucht. Bei der Schildkröte verwechselt der Mann aber den Zauber und gibt ihr die Fähigkeit, die Wünsche seines Besitzers wahr werden zu lassen. So gewinnt der einst geächtete Musiker wieder an Anerkennung.

Neben viel rockiger Musik während des Films findet sich ein imposanter Schluss mit verschiedenen, überlagerten Klang- und Musikeinlagen. Unter anderem Beethovens 9. Sinfonie Freude schöner Götterfunken wird hier verwendet. Allerdings sollte man keine großartige Animationstechniken erwarten. Stattdessen greift Love & Peace auf handgeführte Puppen und Modelle zurück.

Dem schrägen Auftreten des Films entsprechend spielt auch Hiroki Hasegawa sehr überzeugend den Hauptcharakter. Daher ist der Film für alle Liebhaber schräger Kunst- und Filmarbeit eine gute Wahl.

Oke Rojin
Oke Rojin 11-16
© PHANTOM FILM

Format: Kinofilm
Jahr: 2016

Oke Rojin ist gerade erst am 11. November 2016 in den japanischen Kinos angelaufen. Von der Thematik her findet der Film aber trotzdem einen Platz in dieser Liste.

Wie bei Nodame Cantabile geht es hier um die klassische Musik bzw. um ein Orchester. Doch auf eine klein wenig andere Art und Weise, denn die Protagonistin Chizuru Koyama, die von Anne Watanabe gespielt wird, wird aus Versehen Dirigentin eines Orchesters alter Leute. Der Trailer verspricht schon einmal viel Verzweiflung seitens der Hauptcharaktere, aber auch ein sehr humorvolles und musikalisches Filmerlebnis.

ROCKERS
ROCKERS
© GAGA Corporation

Format: Kinofilm
Jahr: 2003

ROCKERS erzählt die wahre Geschichte von Takanori Jinnai, der heute ein sehr bekannter Schauspieler ist. Früher verdiente er sich sein Geld als Rockstar und war Teil der Band The Rockers, die sich 1977 gegründet hatte. Takanori Jinnai führte bei dem Film die Regie.

Der Streifen wirkt an vielen Stellen ganz schön beklobt und übertrieben. Der Umgang mit den Fans, ihre Auftritte auf der Bühne – das wird alles hier nicht ganz so ernst genommen und auf einer sehr spaßigen Ebene gezeigt. Aber genau das bringt den Zuschauer zum Lachen und macht ROCKERS zu einem wirklich tollen Musikerlebnis.

Doch auch solch ein amüsanter Film hat leider ein sehr tragisches Ende. Denn die Band verlor ein wichtiges Mitglied bei einem Unfall. Die Tragik, die der Film zum Ende dann doch mit sich bringt, wird durch die Tatsache, dass alles wirklich so passiert ist, noch gesteigert.

ROCKERS punktet nicht nur mit einer guten Story, sondern auch mit einer Starbesetzung. Takashi Tsukamoto, Tetsuji Tamayama, Hiroshi Tamaki, Ryuta Sato, Shunsuke Nakamura – hier waren viele, sehr gute Schauspieler dabei.

Kaze no Shounen – Ozaki Yutaka Towa no densetsu

Format: TV-Film
Jahr: 2011

kaze no shounen
© TV Tokyo

Mit Hilfe dieses Specials wurde die Geschichte des bekannten japanischen Rockstars Yutaka Ozaki nacherzählt. Yutaka lebte vom 29. November 1965 bis zum 25. April 1992. Er wurde keine 27 Jahre und verzweifelte an seinem Ruhm.

Sein erstes Live hielt er mit 13 während eines Schulfestivals. Später wurde er von dem Produzenten Akira Sudo entdeckt und unterzeichnete 1983 bei Sony Music. Seitdem feierte er eine große Musik-Karriere. Seine Fans liebten ihn, doch kam er mit dem Ruhm und dem Druck des Managements nicht zurecht. 1992 wurde er nackt, betrunken und bewusstlos in einer Tokyoter Gasse gefunden. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, kurz daraufhin wieder entlassen. Ein paar Stunden später starb er, angeblich an einem Lungenödem, doch es gibt viele andere Theorien. Viele Stimmen sagen, dass er ermordet wurde.

Zu seinen bekanntesten Songs gehörte I Love You, der bereits von unzähligen Artists innerhalb und außerhalb Japans gecovert wurde.

In diesem TV-Film spielt Hiroki Narimiya die Rolle von Yutaka Ozaki. Er stellt fantastisch sein Leben dar und zeigt, wie zerbrechlich dieser Mensch letztendlich doch war. Vieles ist wahrscheinlich Eigeninterpretation, denn Ozaki hat nie wirklich darüber geredet, wie er sich über die Jahre fühlte. Doch viele Szenen sollen angeblich wirklich so passiert sein.

Es gibt hier diverse Szenen, die zeigen, dass Yutaka Ozaki anscheinend nicht mit dem Druck des Showbiz zurecht kam, dass er sich selbst verloren hat … wie seine Zusammenbrüche, seine Schreibblockade oder wie verrückt es ihn auf der Bühne machte, wenn die Fans seinen Song mitsangen.

90 Minuten sind vielleicht nicht genug, um die gesamten Jahre von Yutaka Ozakis Erfolg ausführlich zu zeigen. Doch es reicht um einen Einblick zu bekommen, was für ein Mensch er war und warum er möglicherweise mit so jungen Jahren starb.

Shigatsu wa Kimi no Uso
Your Lie in April / © Naoshi Arakawa/Kodansha
Your Lie in April / © Naoshi Arakawa/Kodansha

Format: Kinofilm
Jahr: 2016

Dieser Titel ist auch unter dem englischen Namen Your Lie in April bekannt und eine Verfilmung der sehr beliebten Manga-Serie von Naoshi Arakawa. Am 10. September 2016 feierte der Film erst Kinopremiere in Japan, doch deutsche Fans erhalten im Rahmen des AKIBA PASS Festivals im Januar und Februar 2017 ebenfalls die Gelegenheit, sich Shigatsu wa Kimi no Uso im Kino anzuschauen.

Dieser Film zählt auf die harmonische Zusammenarbeit zwischen den Schauspielern Kento Yamazaki und Suzu Hirose. Es geht um den jungen Mann namens Kosei Arima, der nach dem Tod seiner Mutter nicht mehr Klavier spielen kann. Durch die Hilfe der Violinistin Kaori Miyazono findet er aber wieder Hoffnung.

Gemischt mit viel Romantik, aber auch Tragik versucht der Film, die Herzen der Zuschauer für sich zu gewinnen. Doch ob er dies auch wirklich schafft, erfahren wir hierzulande frühestens im Januar 2017.

Kimi to 100 Kaime no Koi
Kimi to 100 Kaime no Koi Kinoposter 10-16
© 2017 “Kimi to 100 Kaime no Koi” Produktionsteam

Format: Kinofilm
Jahr: 2017

Kimi to 100 Kaime no Koi startet erst am 4. Februar 2017 in Japans Kinos. Doch auch hier geht es um die Musik.

Die Hauptrolle geht hier an miwa, eine beliebte japanische Sängerin. Sie spielt die Rolle der Studentin Aoi Hinata, die in einen Unfall verwickelt wird. Als sie aufwacht, findet sie sich selbst im Klassenzimmer wieder … eine Woche vor dem Unfall. Ihr Kindheitsfreund Riku Hasegawa (Kentaro Sakaguchi) sagt ihr, dass er in der Lage ist, durch die Zeit zu reisen. Aoi und Riku lieben sich gegenseitig, haben ihre Gefühle aber nie offenbart – bis zu diesem Tag. Gemeinsam reisen sie ein Jahr in der Zeit zurück und verbringen ihre Tage als Paar. Doch es gibt ein großes Geheimnis hinter dem Zeitreisen und der 27. Juli rückt immer näher.

Aoi und Riku spielen im Film unter anderem auch in der Band The STROBOSCORP, die auch den Titelsong des Films beisteuert.

Wie man also sieht, erwartet einen hier ein Fantasy-Film, in dem es vor allem sehr romantisch zugeht, bei dem aber auch die Musik eine wichtige Rolle spielt.

Fukumenkei Noise
Fukumenkei Noise- 11-16
© “Fukumenkei Noise” Filmproduktionsteam

Format: Kinofilm
Jahr: Herbst 2017

Momentan kennt man Fukuenkei Noise nur als Manga in Japan, welcher aus der Feder der Zeichnerin Ryoko Fukuyama stammt. In Deutschland wurden bis jetzt zwei Manga-Serien von ihr veröffentlicht: Monochrome Kids und Charming Junkie.

Die Story ist sehr einfach gehalten, es geht um das Mädchen Nino, welches es liebt, zu singen. Es beginnt damit, dass Ninos Kindheitsfreundin Momo wegzieht. Während sie auf die Rückkehr ihrer Freundin wartet, trifft sie auf Yuzu, der ihre Leidenschaft zur Musik teilt. Die Kompositionen faszinieren das Mädchen und sie verliebt sich in die Songs des Jungen, aber auch er verlässt ihr Leben wieder so schnell, wie er aufgetaucht war. Jahre später ist Nino eine zurückgezogene Einzelgängerin, die nun das Gymnasium besucht. Vor allem durch ihren Mundschutz, den sie immer trägt, fällt sie in der Masse trotz allem auf. In der Schule trifft sie endlich wieder auf Yuzu, der nun in der Schulband ist. Es dauert nicht lange, bis Nino den Weg in die Band findet … und auch Momo wiedertrifft.

Im Film kann man rockige Musik gepaart mit kräftigen Stimmvolumen erwarten, denn so wird die Musik im Manga dargestellt. Mittlerweile steht fest, dass Ayami Nakajo die Hauptrolle spielen wird, doch weitere Darsteller und welche Musiker die Musik beisteuern werden, ist noch nicht bekannt. Also lassen wir uns überraschen.

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