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HomeMovie & TVOffizieller Film über die Olympischen Spiele in Tokyo feiert Premiere

Als Nächstes soll er in Cannes präsentiert werden

Offizieller Film über die Olympischen Spiele in Tokyo feiert Premiere

Der offizielle Dokumentarfilm über die Olympischen Spiele in Tokyo feierte vor wenigen Tagen in Japan offiziell Premiere. Wegen der Pandemie mussten die Spiele um ein Jahr verschoben werden.

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Der Film ist 120 Minuten lang und entstand unter der Regie von Naomi Kawase. Das Projekt zeigt die Olympischen Spiele aus der Sicht der Athleten, konzentriert sich dabei aber nicht nur auf die siegreichen Sportler. Direkt nach der Premiere in Tokyo soll der Film in Cannes einem internationalen Publikum vorgestellt werden.

Zwei Blicke auf die Olympischen Spiele in Tokyo

Die Regisseurin betont, dass es bei den Olympischen Spielen nicht in erste Linie darum geht, zu gewinnen und Erster zu werden. Vielmehr soll es in ihrem Film darum gehen, das Streben nach dem Sieg im Alltag darzustellen. Parallel arbeitete Naomi Kawase an einem weiteren Film, der sich mit den Ereignissen abseits des Alltags der Athleten befasst. Dieser trägt den Titel „Side B“ und soll zu einem, bisher nicht näher benannten, späteren Zeitpunkt in die Kinos kommen.

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Kawase erklärte, dass sie sich für zwei Teile entschieden habe, da das Thema während der Arbeit immer komplexer wurde. Die Verschiebung wegen der Pandemie trug dazu maßgeblich bei. In diesem zweiten Projekt geht es auch um Flüchtling-Sportler. Außerdem spielt das Thema Gleichstellung der Geschlechter eine bedeutende Rolle, da einige Mütter ihre Kinder mit an den Wettkampfstätten nehmen wollten.

Die politischen Kämpfe und Skandale im Vorfeld werden ebenfalls angesprochen. Yoshiro Mori, ehemaliger Premierminister Japans, trat fünf Monate vor Eröffnung der Olympischen Spiele zurück, nachdem er sich mehrmals abfällig über Frauen geäußert hat.

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Der Film über die Olympischen Spiele 1964 „Tokyo Olympiad“ von Regisseur Kon Ichikawa gilt in Japan als einer der wichtigsten Dokumentarfilme. Kawase erklärte, die fühle sich gehrt, in die Fußstapfen Ichikawas treten zu dürfen. Ähnlich wie er wollte sie auch das Unsichtbare während des Wettbewerbs für die Zuschauer sichtbar machen. Die Regisseurin empfand alle Sportler, egal ob siegreich oder nicht, als sehr schön, was sie in ihrem Film festhalten wolle.

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Gutes Handwerk bleibt für die Ewigkeit

Die Produktion wurde bereits 2018 in Auftrag gegeben. Letztendlich musste auch die Verschiebung der Spiele vom März 2020 und die Eröffnung im Juli 2021, weitestgehend ohne Zuschauer untergebracht werden. Gemäß offiziellen Angaben, der Film sei an 750 Drehtagen mit 5.000 Stunden Drehzeit entstanden

Naomi Kawase ist eine international renommierte Regisseurin, die 1997 mit ihrem Film „Suzaku“ als bisher jüngste Regisseurin mit der Camera d’Or der Filmfestspiele in Cannes ausgezeichnet wurde. Der Film über die Olympischen Spiele wurde vom Internationalen Olympischen Komitee und dem lokalen Organisationskomitee finanziert und gehörte zu den Voraussetzungen, um die Spiele ausrichten zu dürfen. Deswegen stand schon damals fest, dass alle Urheberrechte beim IOC liegen und des Komitee alle für das Projekt relevanten Entscheidung trifft.

Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse, fragte sich Kawase, ob in dieser Zeit ein Unterhaltungsfilm eigentlich angebracht ist. Allerdings hofft sie, dass, wenn Menschen in 50 oder 100 Jahren den Film sehen, verstehen, wie wichtig dieses kleine Glück ist, das die Athleten bei den Olympischen Spielen immer wieder erleben.

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