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HomeMusikFuji Rock Festival feiert sein Comeback und sorgt für viel Kritik

Festival könnte zum Superspreader-Event werden

Fuji Rock Festival feiert sein Comeback und sorgt für viel Kritik

Japans wohl wichtigstes Rockfestival, Fuji Rock, musste sich letztes Jahr auch der Pandemie geschlagen geben. Dieses Jahr wurde nun das Comeback gefeiert, doch die Begeisterung hielt sich bei den Menschen in Grenzen.

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Das Festival stellte Maßnahmen auf, um Besucher und Künstler zu schützen. Schon beim Kartenverkauf zeigte sich, dass die Besucherzahlen für das Festival im Naeba Ski Resort in der Präfektur Niigata stark begrenzt wurden. Trotzdem sollte niemand aufs Spektakel verzichten müssen und als Alternative wurden YouTube-Livestreams für alle drei Tage für alle drei Bühnen angeboten.

Fuji Rock kann mit Corona-Maßnahmen nicht überzeugen

Damit konnten auch erstmals internationale Fans ganz einfach zuschauen. Das System war dabei ein voller Erfolg. Alleine am 21. August schauten beim Headliner King Gnu mehr als Hunderttausend Menschen zu. Auch Susumu Hirasawa sorgte für reichen Andrang.

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Besucher Vorort mussten sich an einige Einschränkungen halten. So wurden allen Zuschauern vorab ein kostenloser Corona-Test geschickt. Wer positiv getestet wurde, musste zu Hause bleiben. Vor den Bühnen sollten die Menschen Abstand halten und Masken tragen.

Trotz der strengen Corona-Maßnahmen wurde das Festival stark kritisiert. Das lag unter anderem auch an der Berichterstattungen der Medien und der sozialen Netzwerke. Teilweise wurden Bilder veröffentlicht, die große Menschenmassen vor den Bühnen zeigten.

Musiker sind verunsichert

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Ein Reporter der Daily Shincho berichtete und zeigte, wie viele Menschen aus Tokyo kamen, wo es zurzeit die größten Probleme mit Corona-Infizierten gibt. Zynisch stellte er das Fazit, dass die verzweifelten Rufe des medizinischen Personals bei den Festivalbesuchern wohl nicht ankommen.

Musiker zeigten sich zum Festivalbeginn am 20. August verunsichert, weil vorab gleich mehrere Künstler positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Einige sagten deswegen und wegen der steigenden Infektionszahlen kurzfristig ab.

Wer blieb, versuchte hingegen, seinen Auftritt online zu rechtfertigen und für Verständnis zu sorgen. R&B-Künstler Sirup und Kung-Fu-Generation-Sänger Masafumi Gotoh sorgten damit für einen Shitstorm, weil sie sich zuvor noch gegen die Olympischen Spiele gestellt hatten. Fans kritisierten sie für ihre Aussagen scharf und nannten sie Heuchler.

Wie bei den Olympischen Spielen in Tokyo zeigten sich am Ende viele empört und bezeichneten die Veranstaltung als fahrlässig. Laut wurde die Absage gefordert. Nun wird gewartet, ob Fuji Rock ein Superspreader-Event ist oder ob die Veranstalter mit einem blauen Auge davonkommen.

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