VAMPS Bloodsuckers
© Spinefarm Records

Am 29.Oktober 2014 erschien VAMPS‘ drittes Studioalbum „Bloodsuckers“ in Japan. Ca. 5 Monate später schafft es das Album auch endlich auch zu uns nach Deutschland.

Spinefarm Records veröffentlicht hierzulande eine International Edition von VAMPS‘ „Bloodsuckers“ am 20.März 2015. Doch um was für ein Album handelt es sich hier eigentlich, welches die japanischen Blutsauger ihren Fans präsentieren? Wir haben für euch reingehört.

Der Stil
Bei VAMPS‘ „Bloodsuckers“ handelt es sich um eine gemischte Zusammensammlung von Rocksongs, von langsamen Balladen wie „Vampire’s Love“ und „Ghost“, die einem richtig unter die Haut gehen können, bis hin zu schnelleren Nummern wie „Bloodsuckers“ und „The Jolly Roger“, die einem zum tanzen und mitsingen verleiten.
Viele Songs, wie „Evil“ und „Damned“ wirken recht düster, was sowohl von der Melodie als auch vom Text übermittelt wird. Die Lyrics sind vorwiegend in English, auch wenn nicht komplett auf die japanische Sprache verzichtet wurde, jedoch muss man diese Textpassagen eher suchen.

Die Abstimmung
Durch den Einleitesong „Reincarnation“ wird man nicht gleich ins kalte Wasser geworfen, es gibt so einen leichten Einstieg in das Album und zum ersten Song „Zero“.
Danach kommen viele rockig und schnellere Songs, wie „Ahead“, „Evil“ und „Replay“. Unterbrochen wird diese Welle von langsameren Rockballaden, um den Hörer eine Pause zu gewähren.

Wer jedoch denkt, dass das Album mit einen gutem Hard Rock Song endet, täuscht sich hier. Nach „Bloodsuckers“ und „The Jolly Rogers“ wird das Album eher mit sanfteren Klängen von „Inside Myself“ beendet.
Die Tracklist ist gut durchmischt. Es kommen nicht zu viele schnellere oder langsame Songs hintereinander, die Abstimmung der Songs ist angenehm zu hören.

Der Gesang
Wer Hyde als Sänger kennt, wird auch seine raue Stimme kennen, die manchmal auch etwas ins kratzige überschwengt, wie bei „Bloodsuckers“. Doch dass er in seine Stimme auch eine bestimmte Sanftheit legen kann, hört man besonders gut in „Vampire’s Love“.
Sein Englisch ist gut ausgeprägt und überbringt auch so sehr gut die Texte, auch wenn ich es persönlich lieber habe, Hyde in Japanisch zu hören, da ich denke, dass er da viel mehr Gefühl zum Ausdruck bringen kann.

Man merkt, dass hier ein Sänger mit über 20 Jahren Gesangserfahrung am Werk ist. Seine Stimme ist wandelbar, was man sehr gut erkennen kann, wenn nach „Vampire’s Love“ der eher düstere Song „Damned“ gespielt wird, wo seine Stimme fast einschüchternd wirkt.

Der Sound
Was mich etwas aufstößt sind hier die elektrischen Klänge in manchen Songs, wie zum Beispiel in „Zero“ oder auch „Ahead“. Ich bevorzuge da die Single-Version von „Ahead“, da dieser elektrische Sound dort noch nicht zu hören war und ich es etwas gewöhnungsbedürftig in diesem Fall halte. Und gemischt mit Rock ist dies an manchen Stellen auch nicht immer so geeignet.

Fazit
Es ist durchaus ein Album, welches ich mir mehr als nur ein Mal anhöre. Es sind viele sehr gute Songs mit dabei, die Live sicherlich noch besser wirken.

Einige Songs haben mich vor allem auch von ihren Texten her beeindruckt, wie „Evil“. Es ist aus der Sicht der eigenen teuflischen Seite geschrieben. „Ghost“ erinnert ein wenig an den Film ‚Ghost‘, eine verstorbene Seele sagt seinem geliebten Menschen, dass er trotzdem weiterhin an dessen Seite bleibt. Oder wenn man sich „Damned“ betrachten, handelt dieser Song davon, dass das vampirische Wesen langsam aber sicher in einem heranwächst und man sich selbst komplett verliert.
Das Album hat durchaus durch Musik und Text einen vampirischen Touch, durch „The Jolly Roger“ zusätzlich noch einen piratischen, der mir sehr gut gefällt.

Für JRock-Fans sicherlich ein Album, in das man einmal hineinhören sollte.
Meiner Seits aus zwar nicht das beste Album von VAMPS, da gefiel mir ihr letzteres „Beast“ ein Stück besser, aber trotzdem bleibt es ein sehr gutes und ich werde die CD sicherlich einige Male in den Player legen und abspielen.

VAMPS Universal International / Delicious Deli Records
© Spinefarm Records

Tracklist:
1. REINCARNATION
2. ZERO
3. LIPS
4. AHEAD
5. EVIL
6. GHOST
7. VAMPIRE’S LOVE
8. DAMNED
9. GET AWAY
10. REPLAY
11. BLOODSUCKERS
12. THE JOLLY ROGER
13. INSIDE MYSELF

 

Info
Bloodsuckers
von: VAMPS
Label: Spinefarm Records (Universal Music)
Erscheinungsdatum (Deutschland): 20.03.2015
Erscheinungsdatum (Japan): 29.10.2014
Tracks: 13
Format: Audio CD, MP3-Download
Preis: 18,98 € (CD)

Das Album ist auf Amazon, iTunes oder in Musikläden zu kaufen.

Info:
Das Album-Cover Artwork stammt von Rockin‘ Jelly Bean, der bereits für VAMPS‘ Single „Get Away/The Jolly Roger“ das Cover entwarf.

Im Web:
VAMPS – Offizielle Homepage
VAMPS – Facebook