Hotei live. – Konzertbericht vom Auftritt in Berlin

Am 11. Februar 2016 gab Hotei Tomoyasu nach 20 Jahren endlich mal wieder ein Konzert in Berlin. Im Cassiopeia spielte er vor ca. 200 begeisterten Rockfans. Und ich war für Sumikai mittendrin.

In Japan ist der begnadete Gitarrist ein Superstar. Er füllt dort riesige Hallen und gilt auch als Trendsetter. Hier in Deutschland ist er nur wenigen bekannt. Und das obwohl fast jeder einen seiner größten Hits kennt. “Battle without Honor or Humanity” von Hotei findet sich nämlich im Soundtrack zu “Kill Bill”, was wohl nicht sehr viele wissen. Hotei scherzte sogar damit, dass er immer wieder für das tolle “Kill Bill”-Cover gelobt wird. Dabei hat er nach eigener Angabe sogar Metallica im Rennen um den Filmsoundtrack ausgestochen.

Mit der Tour promoted Hotei sein mittlerweile 16. Studio-Album “Strangers”. An dem auch Rocklegenden wie Iggy Pop oder Richard Z. Kruspe (Rammstein) mit gearbeitet haben. Letzterer ließ es sich nicht nehmen zum Konzert in Berlin zu kommen. Ein von vielen erhoffter Überraschungsauftritt blieb allerdings leider aus.

Der 54jährige Hotei rockte die Bühne und lieferte eine tolle Show. Zwischendurch erzählte er immer wieder Anekdoten und scherzte mit der Band und dem Publikum.

HOTEI BERLIN
Photo by Michiko Yamamoto

Sein Gitarrenspiel ist einfach grandios. Mit classic Rock in seinem eigenen unverwechselbaren Stil brachte die Stimmungskanone die Fans zum abtanzen. Der ganze Club feierte die dargebotene Show.

Nach ca. 1,5 Stunden und einer Zugabe war das Konzert leider auch schon vorbei. Aber er versprach nicht erst wieder 20 Jahre verstreichen zu lassen, bevor er wieder kommt. Vielleicht ja schon nächstes Jahr…?

Mein persönliches Fazit: Einfach nur Genial. Ich will unbedingt wieder in ein Konzert von ihm. Er hat auf jeden Fall eine größere Fangemeinde in Deutschland und Europa verdient. Ich habe mir noch vor Ort die signierte CD gekauft und höre sie sehr gerne.

Prädikat: Empfehlenswert.

Und ich muss wissen, wo es die Flügelturnschuhe gibt, die der Bassist hatte 😉