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Digitales Event soll Künstler in Krise unterschützen

Rainbow Disco Club Festival in Shizuoka wird online gestreamt

Viele Clubs und Festivals in Japan haben wegen der Coronavirus-Krise geschlossen oder wurde abgesagt. Besonders im April trifft das viele hart, da in Japan dir Musikfestivalsaison beginnt. Einige Veranstalter lassen sich davon nicht unterkriegen und veranstalten die Partys einfach online. Auch der Rainbow Disco Club in Higashiizu, Shizuoka hat sich zu diesem Schritt entschieden.

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Eigentlich veranstaltet das Festival eine der ersten großen Partys des Jahres, die über mehrere Tage geht. Am 18. April wird dass ganze nun ins Internet verschoben. Lauren Rose Kocher, COO und Mitgründerin der E-Ticketplatform Zaiko, erklärte, warum sie nun Online feiern.

Zahlreiche Künstler sollen trotzdem auftreten

Sie wollen all die Menschen unterstützen, die an dem Festival beteiligt sind und versuchen die Stimmung aufrecht zu halten. Gleichzeitig wollen sie das Festival durch die schwere Zeit bringen. Viele Veranstalter und Clubs setzten nämlich auf Crowdfunding und andere Unterstützungsmöglichkeiten. Trotzdem werden einige wohl die Krise nicht überstehen.

Zaiko und Rainbow Disco Club haben sich für das Online-Festival zusammengeschlossen. 12 Stunden soll die Party laufen. Elf Künstler wurden bereits bestätigt, die von Izu aus auftreten. Unter anderen sind DJ Nobu, Soichi Terada, CYK, Machina und Wata Igrashi Mi dabei. Das komplette Line-up und der Zeitplan stehen noch nicht fest.

Gefilmt wird das ganze von Realrockdesign, die normalerweise den After-Movie von dem Festival machen. Statt die Möglichkeit zu Spenden ist der Stream selbst kostenpflichtig. Zuschauer müssen dafür ein digitales Ticket kaufen und sich dann am entsprechenden Tag einloggen.

Gemeinsam durch die schwere Zeit

Zusätzlich soll es dank weiteren Zusammenarbeiten noch spezielles Merchandise geben. Dazu gehören T-Shirts, Wein und Kerzen-Sets. Zuschauer können sich auf einer virtuellen Tanzfläche über die App Zoom vergnügen. So soll es möglich sein mit anderen Leuten zu interagieren. Alle weiteren Details zum Festival gibt es auf der offiziellen Webseite.

Zaiko hofft so Künstlern durch die schwierige Zeit zu helfen. Schon Ende Februar dachten sie über Streaming Tickets nach, als sie bemerkten, dass keine neuen Events mehr in ihr System kamen und geplante Veranstaltung abgesagt wurden. Inspiration gab es von den Daten von chinesischen Livestream-Platformen, als das Land auch mit dem Virus kämpfte.

Zaiko verschickte eine Mitteilung und prüfte, ob es Interesse gab. Da Veranstalter trotz Absage die Locations bezahlen müssen, bot das Unternehmen an, lieber an einem leeren Ort zu spielen und zu streamen, als gar keine Einnahmen zu haben. Tatsächlich gab es Interesse an der Idee und mittlerweile scheinen Live-Streams etwas Normales in der Industrie zu sein.

TJT

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