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Immer mehr Kritik

13.000 Menschen demonstrieren gegen das Staatsbegräbnis von Shinzō Abe

Das Staatsbegräbnis von Shinzō Abe stößt in Japan weiterhin auf große Kritik. In Tokyo gab es mit über 13.000 Teilnehmern die bisher größte Demonstration gegen den Plan der Regierung, die Zeremonie am 27. September durchzuführen.

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Die Demonstration wurde von einer Bürgergruppe namens „Senso Sasenai, 9-jo Kowasuna! Sogakari Kodo Jikko Iinkai“ (Wir werden keinen Krieg zulassen. Zerstört nicht den Artikel 9! Das Komitee für umfassende Aktionen) und „Sayonara Genpatsu 10.000.000 Nin Action Jikko Iinkai“ (Das Exekutivkomitee für die Aktion von 10 Millionen Menschen zum Abschied von Atomkraftwerken) organisiert.

13.000 Menschen gegen das Staatsbegräbnis

Unter den 13.000 Menschen waren auch Abgeordnete der japanischen Oppositionsparteien, darunter Mitglieder von der demokratischen Verfassungspartei Japans und die Kommunistische Partei Japans, ebenso dabei war die Schriftstellerin Keiko Ochiai, die bereits seit längerem das Staatsbegräbnis kritisiert.

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Zu Beginn der Kundgebung sprachen Mitglieder der Organisatoren von einer Bühne aus über die Gründe für die Ablehnung des für den 27. September in der Nippon Budokan Halle in der Hauptstadt geplanten Staatsbegräbnisses, dessen Kosten immer weiter steigen.

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Als ein Grund wurde Abes Beziehung zur Vereinigungskirche genannt. Der Mann, der den ehemaligen Premierminister im Juli erschoss, hat ausgesagt, dass sein Leben ruiniert wurde, weil seine Mutter das Geld der Familie an die Vereinigungskirche gespendet hat.

Umfragewerte der Regierung brechen ein

Weitere Gründe für die Ablehnung sind einige Skandale von Abe während seiner Amtszeit als Premierminister und die Abenomics, die Japan zwar aus einer Rezession geholt, aber auch dafür gesorgt haben, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wurde.

Die japanische Regierung hält unterdessen an dem Staatsbegräbnis fest. Als Folge sind die Zustimmungswerte des japanischen Kabinetts auf einen Rekordtiefpunkt gefallen.

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