Anzeige
HomeNachrichten aus Japan226 japanische Lehrkräfte im Wirtschaftsjahr 2016 wegen Sexualdelikten gemaßregelt

226 japanische Lehrkräfte im Wirtschaftsjahr 2016 wegen Sexualdelikten gemaßregelt

Laut Angaben des japanischen Bildungsministeriums wurden 226 Lehrkräfte im Geschäftsjahr 2016 wegen Sexualdelikten gemaßregelt.

Anzeige

Die Übergriffe beinhalteten Berührungen des Körpers (89), Geschlechtsverkehr (44) und heimliches Fotografieren oder Spannen (40). Von den 226 Kräften wurden anschließend 129 entlassen. In beiderlei Hinsicht sind diese Zahlen ein Rekordhoch.

Die 223 männlichen und 3 weiblichen Lehrpersonen wurden wegen sexuellen Fehlverhaltens, einschließlich Belästigung und Missbrauch, diszipliniert. Sie unterrichteten hauptsächlich an Grund-, Mittel- und Oberschulen.

Auch die Zahlen der Opfer wurden bekannt gegeben. So waren von den 226 Opfern 109 Schülerinnen und Schüler der Schulen. 38 der Opfer waren Kollegen der Lehrkräfte. Teilweise wurden die entlassenen Lehrer rückfällig, nachdem sie in anderen Regionen wieder eingestellt worden waren.

Nun hat das Bildungsministerium für das Wirtschaftsjahr 2018 23 Millionen Yen (etwa 170.000 Euro) für eine Arbeitsgruppe eingeplant, die sich dem Problem annehmen soll. Unter anderem gibt es den Vorschlag, Informationen zu gemaßregelten Lehrern über das Lehrlizenz Management System zu teilen. Außerdem will das Ministerium eine Online-Datenbank anlegen, um den lokalen Bildungsbehörden die Überprüfung ihrer potenziellen Mitarbeiter zu erleichtern.

Anzeige

Das Ministerium gab zudem bekannt, dass 28 Lehrer wegen unangemessener Behandlung in Mobbingfällen zwischen Schülern diszipliniert wurden. Insgesamt 920.058 Lehrer waren im Wirtschaftsjahr 2016 an öffentlichen Schulen angestellt.

Die Polizeibehörde gab bereits im ersten Halbjahr 2017 bekannt, dass in Japan ein neuer Rekord an Fällen von Kindesmisshandlung und Missbrauch gemeldet wurde. So waren es laut den Behörden von Januar bis Juni über 30.000 Fälle. Insgesamt musste 1.787 Kindern unter 18 Jahren Notfallschutz gewährt werden. Offizielle Zahlen zum kompletten Fiskaljahr 2016 wurden bisher noch nicht bekannt gegeben.

Anzeige
Anzeige