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Die Tiere waren massiv unterernährt

238 vernachlässigte Katzen aus Haus in Nordjapan gerettet

In Sapporo holten die Behörden Ende März 238 vernachlässigte Katzen aus einem Haus. Die Bewohner waren aufgrund der hohen Zahl nicht in der Lage, sich um die Tiere zu kümmern.

Das japanische Umweltministerium äußerte sich ebenfalls zu dem überraschenden Fund und erklärte, dass nur äußerst selten mehr als 200 Katzen von einem Ort gerettet werden müssen. Die Tiere wurden entdeckt, weil die Hausbesitzer mehrere Mieten nicht bezahlt hatten. Nach Angaben der städtischen Behörden lebten in dem zweistöckigen Haus im Stadtteil Kita ein älteres Ehepaar und deren Sohn.

Katzen vermehrten sich unkontrolliert

Das städtische Tier-Kontrollzentrum und Mitarbeiter einer Tierschutzorganisation kamen in das Haus, um sich die Tiere anzusehen. Dabei stellten sie fest, dass viele der Samtpfoten unterernährt waren. Außerdem fanden die Mitarbeiter auch Knochen von toten Katzen, die überall auf dem Boden verstreut waren.

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Ein Mitarbeiter äußerte sich gegenüber den Medien und sagte, dass die Tiere knochig aussahen und eng aneinander gekauert aufgefunden wurden. Der Gestank in den Räumen war so schlimm, dass es selbst den erfahrenen Tierschützern den Atem verschlug.

Im Zuge einer freiwilligen Befragung durch die Stadtverwaltung sagten die drei Anwohner, die Katzen wären weder kastriert noch sterilisiert worden, was dazu führte, dass ihre Zahl unkontrollierbar anstieg.

Der Besitzer des Hauses reichte beim Bezirksgericht von Sapporo eine Räumungsklage ein, was dazu führte, dass alle drei Bewohner das Haus Ende März verließen. Die 238 Katzen nahm das städtische Tier-Kontrollzentrum in Obhut, einige Tiere nahm die Tierschutzorganisation in Pflege, für wiederum andere Samtpfoten wurde bereits ein neues Zuhause gefunden.

Zahl der Misshandlungen gegenüber Tieren wächst

Tamami Katsuta, die eine gemeinnützige Organisation zum Schutz streunender Katzen leitet, kritisiert den Umgang mit den Tieren durch die vorherigen Besitzer. Sie erklärte, dass sie einige gesundheitlichen Probleme wie Hörverlust hatten.

Die Tierschützerin fordert jetzt, dass die Besitzer zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Diese Art der Zucht verstoße eindeutig gegen das Gesetz. Die Polizei von Sapporo ermittelt in dem Fall.

Seit 2010 erheben öffentliche Stellen Daten zu Verstößen gegen das Tierrecht, wozu unter anderem Misshandlungen gehören. Die Polizei stellte eine stetig steigende Zahl fest. Der bisherige Rekordstand wurde im letzten Jahr mit 105 gemeldeten Fällen erreicht.

Kyodo

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