240.000 Haushalte in Japan nach starken Regenfällen immer noch ohne Wasser

Während Rettungsteams immer noch nach zahlreichen Vermissten suchen, sind viele Orte nach den heftigen Regenfällen mit den Aufräumarbeiten beschäftigt und trauern um die mittlerweile 200 Opfer. Viele Bewohner in vor allem abgelegenen Gegenden müssen mit dem auskommen was sie haben, da Zufahrtsstraßen teilweise immer noch blockiert sind. Dasselbe gilt für Strom und Wasser, da einige Leitungen beschädigt sind. Laut dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales sind aktuell 244.612 Haushalte ohne Wasser.

Besonders die Präfektur Hiroshima, die es bis jetzt am härtesten traf, hat ein Problem mit den Leitungen. Insgesamt sind in dem Gebiet 211.008 Häuser ohne Wasser. In der Präfektur Ehime sind es 22.757 Haushalte und in Okayama müssen 9.693 Häuser ohne Wasser auskommen. Weitere 1.154 Haushalte sind über die Präfekturen Gifu, Kyoto, Osaka, Hyogo, Tottori, Shimane, Yamaguchi, Tokushima und Kochi verteilt.

Besonders für die Evakuierungszentren und medizinischen Einrichtungen ist der Wassermangel ein großes Problem. Da es in der Region besonders warm ist, steigt die Gefahr von einem Hitzeschlag oder Dehydrierung. In vielen betroffenen Städten gibt es nur Transporter mit Wasser als Ersatz, das jedoch nicht komplett sauber und trinkbar ist.

Einige Orte haben seit dem 7. Juli schon kein Wasser mehr und es ist nicht klar, wann die Leitungen wieder repariert sind. Die Bewohner kämpfen zusätzlich mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Trinkwasser gib es glücklicherweise kostenlos in den Evakuierungszentren. Eine Frau in den 30er erzählte jedoch, dass sie mehrmals am Tag zwischen ihrem Haus und dem 1,5 Kilometer entfernten Zentrum pendelt, um Wasser zu besorgen. Andere füllen gleich mehrere Kanister und Kühltruhen mit Wasser.

Viele hoffen, dass es bald wieder Wasser gibt

Da viele Anwohner nicht baden oder duschen können, versuchen die Städte zu improvisieren. Seiyo in der Präfektur Ehime öffnete unter anderem kostenlos die Badeeinrichtungen der Stadt für alle. Da jedoch die direkte Zufahrtsstraße noch blockiert ist, dauerte die Fahrt zu den Einrichtungen über eine Stunde. Für Personen, die ihr Auto bei der Überflutung verloren haben, ist damit das Angebot so gut wie nutzlos.

Ältere Bewohner, die alleine leben, und ohne Wasser komplett aufgeschmissen sind, evakuierten viele Städte in besser versorgte Ortschaften. Obwohl die Situation aktuell ruhig und halbwegs unter Kontrolle ist, hoffen viele, dass es bald wieder fließendes Wasser gibt. Die Aufräumarbeiten werden jedoch teilweise in einigen Regionen mehr als ein Jahr dauern. Es gibt bereits mehrere Seiten die Spenden annehmen oder Nachrichten, um den Bewohnern Mut zu machen.

Quelle: Mainichi

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