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Härtere Strafen für Lehrer gefordert

282 Lehrer wurden in Japan im Schuljahr 2018 wegen Sexualstraftaten verurteilt

Laut Daten des japanischen Bildungsministeriums wurden im Schuljahr 2018 282 Lehrer an öffentlichen Schulen in Japan wegen Sexualstraftaten verurteilt. Das sind 72 mehr als im Vorjahr.

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163 Lehrer wurden in diesem Schuljahr, das im März 2019 endete, aus dem Schuldienst ausgeschlossen, 43 mehr als im Vorjahr.

Richtlinien der Schulen für Lehrer, die sexuelle Straftaten begehen, sollen verschärft werden

Laut des Berichtes wurden 89 Lehrer dafür bestraft, dass sie den Körper des Opfers berührt hatten, gefolgt von 48 Lehrern, die ihre Opfer heimlich gefilmt oder beobachtet hatten. 41 hatte Geschlechtsverkehr.

Über 60 Prozent aller Opfer waren Schüler oder Absolventen der Schulen, an denen die Täter gearbeitet haben.

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Das Bildungsministerium fordert in ihrem Bericht die 47 Präfekturverwaltungen und 20 Großstädte des Landes auf, ihre Richtlinien für Strafmaßnahmen zu überprüfen, da sexuelle Straftaten oft nur mit einer Entlassung geahndet werden.

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Laut des Berichtes gibt es in den Präfekturen Hyogo und Kochi und in der Stadt Okayama gar keine festgelegten Maßnahmen für sexuelle Straftaten, die von Lehrern begangen werden und in der Stadt Shizuoka darf ein Lehrer nur suspendiert werden, weitere Konsequenzen gibt es nicht.

Das Ministerium plant Anfang nächsten Jahres Mitarbeiter der Gemeinden einzuladen, um dafür zu sorgen, dass das Strafmaß erhöht wird.

Mobbing unter Lehrern wurde das erste Mal im Bericht erwähnt

Nach einem Fall von Mobbing unter Lehrern an einer Grundschule in Kobe erfasste das Ministerium zum ersten Mal Daten zu Missbrauch und anderen Problemen zwischen Lehrern, einschließlich Belästigung durch Vorgesetzte.

Die Ergebnisse zeigten, dass im Geschäftsjahr 2018 32 Lehrer für solche Probleme bestraft wurden, darunter neun, die diszipliniert wurden. Zu den 9 gehörten diejenigen, die bestraft wurden, weil sie beständig Nachrichten an Kollegen über die Schulleitung gesendet und ihren Vorgesetzten und Kollegen gedroht haben.

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Außerdem zeigt der Bericht, dass 5.212 Lehrer aufgrund von psychischen Problemen beurlaubt wurden. 135 mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Lehrer, die wegen körperlicher Bestrafung von Schülern verurteilt wurden, belief sich im Schuljahr 2018 auf 578, 7 weniger als im Vorjahr.

TJT

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