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Japan soll Militärregierung in Myanmar nicht unterstützen

3.000 Menschen aus Myanmar demonstrieren in Tokyo

3.000 Menschen aus Myanmar haben vor dem Außenministerium in Tokyo für die Freilassung der Politikerin Aung San Suu Kyi demonstriert.

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Die Politikerin und einige andere Abgeordnete der Regierung wurden nach einem Militärputsch am Montag festgenommen.

Menschen fordern, dass Japan die Militärregierung nicht unterstützen darf

Die Menschen forderten die japanische Regierung auf, die Militärregierung Myanmars nicht zu unterstützen und hielten Schilder mit Botschaften wie „Die japanische Regierung, bitte helft uns“ und „Übt Druck auf den Militärkommandanten aus“ oder hielten Fotos von Suu Kyi hoch.

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Ein Demonstrant warf während des Protestes, der von der Union of Myanmar Citizens‘ Association organisiert wurde, ein Foto des Militärkommandanten von Myanmar auf den Boden und stampfte darauf herum. Die Menge sang auch ein Lied, das oft von Mitgliedern der pro-demokratischen Bewegung Myanmars gesungen wird.

„Ich habe mich geirrt, als ich glaubte, dass Myanmar ein demokratisches Land sei,“ sagte der Berufsschüler Ei Thandar Aung, der an der Demonstration teilnahm. „Nachdem ich von dem Militärputsch gehört hatte, war ich so bitter enttäuscht, dass ich einfach geweint habe.“

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„Ich möchte, dass die japanische Regierung, die die Demokratisierung in Myanmar unterstützt hat, uns hilft,“ sagte der Restaurantbesitzer Kyaw Kyaw Soe.

Menschen erreichen ihre Angehörigen nicht

Ein ehemaliger technischer Praktikant, der an dem Protest teilnahm, sagte, dass er sich Sorgen um seine Verwandten in Myanmar mache, nachdem er sie weder telefonisch noch online erreichen konnte.

Der Mann ist der jüngste von drei Geschwistern und kam vor vier Jahren nach Japan, um seiner Familie zu helfen, die in Myanmar einen Varietéladen betreibt. Er sprach zuletzt am 26. Januar mit Familienmitgliedern in Myanmar, sagte er.

Aber er sagte, dass er sich am meisten um das Schicksal von Suu Kyi sorgt.

„Ich mache mir natürlich Sorgen um meine Familie, aber meine größte Sorge gilt Suu Kyi, die hart für unsere Nation kämpft“, so der Mann. „Ich hoffe, dass die japanische Regierung mehr Druck auf die Militärregierung ausüben wird.“

Die japanische Regierung hatte bereits in einer Erklärung dazu aufgefordert, dass die Politikerin freigelassen wird und äußerte sich besorgt über die Situation im Land.

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