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3.200 Bauten in Japan von Kollisionen mit Schiffen bedroht

Im letzten Jahr sorgte ein Vorfall in Suo-Oshima in der Präfektur Yamaguchi für großes Aufsehen. Ein Frachter rammte die Brücke zur Insel und zerstörte so die einzige Wasserversorgung. Die Schiffskollision war allerdings kein Einzelfall und es gab 2018 zahlreiche Kollisionen mit Schiffen. NHK fand nun heraus, dass Bauten im ganzen Land ähnliche Fälle drohen. Mehr als 3.000 Gebäude und Bauten sind dabei betroffen.

Alleine letztes Jahr gab es nach offiziellen Angaben 360 Fälle, bei denen Schiffe mit Bauten kollidierten. Vor allem bei starkem Wind drohen den betreffenden Anlagen wohl ebenfalls derartige Vorfälle. Die japanische Küstenwache geht davon aus, dass rund 3.200 Bauten betroffen sind. Das stellte die Küstenwache fest, nachdem sie eine genaue Liste erstellte.

Auslöser für die Liste war ein Vorfall im letzten September in Osaka. Ein Tanker beschädigte die Zugangsbrücke des Flughafens in Kansai stark, als er es nicht schaffte gegen den Taifun anzukämpfen. Am stärksten gefährdet sind laut der Liste vor allem Piers. Danach folgen Brücken jeder Art und Kraftwerke sowie Ölspeichereinrichtungen, Liegeplätze und sogar Flughäfen.

Ölkatastrophen und blockierter Verkehr drohen

Die Bucht von Tokyo besitzt ein besonders hohes Risiko für Schiffsunfälle. In dem Bereich gibt es neben zahlreichen Piers ebenfalls den Flughafen Haneda und Wärmekraftwerke. Eine Schiffskollision wäre demnach ziemlich fatal. Der Isewangan-Expressway der durch die Tokai-Region führt, bereitet den Zuständigen ebenfalls große Sorgen. Die Strecke gilt als einer der wichtigsten Verbindungen zwischen Ost und West. Eine große Sperrung wäre ein riesiges Problem.

Ein weiteres Problem ist eine mögliche Ölpest, die bei der Beschädigung bestimmter Einrichtungen entstehen kann. Vor allem bei großen Liegeplätzen oder Lagereinrichtungen kann es zu derartigen Katastrophen kommen. Bis jetzt weiß die Küstenwache noch nicht genau, wie sie die betroffenen Bauten besser vor Unfällen schützen kann. Der Kansai-Flughafen verhängte nach dem Tankervorfall eine 5,5 Kilometer breite Sperre bei schlechtem Wetter.

Die Küstenwache überlegt nun die Regelung für die verschiedenen Orte zu übernehmen. Allerdings ist es aufgrund der verschiedenen Situationen der Häfen vermutlich nicht eins zu eins umsetzbar und so diskutiert die Behörde aktuell noch über mögliche individuelle Regelungen, um Kollisionen mit Schiffen zu verhindern.

Quelle: NHK

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