51 Tote und 48 Vermisste nach starken Regenfällen in West-Japan

Am Freitag fiel in vielen Präfekturen so viel Regen, wie schon lange nicht mehr und sorgte dadurch für einen Ausnahmezustand. Die Meteorological Agency hob nun für die Präfekturen Kyoto, Hiroshima, Okayama, Fukuoka, Saga, Nagasaki, Hyogo und Tottori die Notfallwarnung auf. Da nun in einigen Regionen nach den Regenfällen etwas Ruhe einkehrt, gibt es die ersten Opferzahlen. Bis Samstagabend meldeten die Behörden 51 Tote und 48 Vermisste.

Am schwersten traf es die Präfektur Hiroshima mit 23 Toten und 21 Vermissten, die vor allem durch Erdrutsche starben. Am Freitag gab es zahlreiche Berichte von Verschütteten, die bis jetzt nicht alle geborgen sind. Die lokalen Rettungsdienste versuchen trotz der Wetterlage weiterhin Such- und Rettungsaktionen durchzuführen.

In der Präfektur Okayama gab es die Meldung, dass ein Unternehmen für Autoteile von einer Schlammlawine getroffen wurde. Ein Mitarbeiter starb dabei, ein weiterer gilt noch als vermisst. Die Präfektur Gifu meldete hingegen, dass 92 Menschen in 44 Haushalten in Hida durch Erdrutsche eingeschlossen sind.

In Gifu gilt immer noch die Notfallwarnung

Die Stadt Gujo befürchtet aktuell eine Überschwemmung, da der Fluss Nagara mittlerweile einen Stand von 3,7 Meter verzeichnet. Der Katsura-Fluss in der Präfektur Kyoto droht ebenfalls über die Ufer zu treten. Um das zu verhindern, ließ das Kinki-Regionalentwicklungsbüro Wasser aus dem Hiyoshi-Staudamm ab.

Kabinettssekretär Yoshihide Suga bestätigte, dass die Zentralregierung mit den lokalen Regierungen zusammenarbeitet, um bei den Such- und Rettungsaktionen zu helfen. Mittlerweile sind 48.000 Rettungskräfte in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Gleichzeitig weist er ein weiteres Mal darauf hin, dass Anwohner vorsichtig sein sollen und unbedingt auf Evakuierungsberatungen und neue Informationen achten sollen.

Es wird vor weiteren Erdrutschen und starkem Regen gewarnt

Die Meteorological Agency sprach in der Zwischenzeit von Rekordregen, der heute wahrscheinlich seinen Höhepunkt erreicht. Es ist das erste Mal, dass es für acht Präfekturen gleichzeitig eine Notfallwarnung gab. Das war jedoch eher eine Vorsichtsmaßnahme und einige Präfekturen erreichten nicht die eigentlich Regenmenge für das Warnsystem.

Innerhalb von 24 Stunden fielen in den Regionen Tokai und Süd-Kyushu 250 Millimeter Regen. Hokuriku und Shikoku kämpften mit 200 Millimetern. In Kinki und Nord-Kyushu gab es einen Niederschlag von 150 Millimeter. Im Vergleich fielen im Asakita-Bezirk in Hiroshima 289,5 Millimeter Regen innerhalb von 72 Stunden.

Obwohl die Warnungen in vielen Gebieten aufgehoben sind und der Regen in einigen Präfekturen nachlässt, ruft die Regierung zur Vorsicht auf. Der Boden ist vor allem in den ländlichen Regionen aufgeweicht und es drohen Erdrutsche. Touristen sollen sich ebenfalls von den gefährdeten Regionen fernhalten. Am 7. oder 8. Juni kann es zu weiteren schweren Regenfällen kommen.

Quelle: Mainichi, NHK

3 Kommentare

  1. Uff, das scheint ja richtig heftig gewesen zu sein. So starke Regenfälle können schon echt übel sein, hab ich selbst in meiner damaligen Heimat Kleinstadt miterlebt gehabt, vor allem auch die Schäden, die es angerichtet hat und wie lange es dauerte bis alle Schäden verschwunden waren. Starke Regenfälle sollte man echt nicht unterschätzen.

  2. So ein Mist…

    Reise Ende des Monats endlich das erste Mal nach Japan. Kyoto und Hiroshima streiche ich wohl mal von der Liste, oder?

    Ps: Im Text wird vor weiterem Regen im Juni gewarnt

    • Es ist noch nicht klar, wie viel Regen es bis Ende des Monats gibt. Touristen sollten sich aber nicht unbedingt in den ländlicheren Gegenden aufhalten (die am häufigsten von Erdrutschen betroffen sind) und sich angestiegenen Gewässern fernhalten. Eine Reisewarnung gibt es nicht und Touristen sind immer noch Willkommen. Es sollte jedoch bedacht werden, dass viel kaputt ist und manche Sehenswürdigkeiten geschlossen sind. Streichen würde ich Kyoto und Hiroshima jedoch nicht, da es durchaus auch ungefährliche Gegenden gibt und es zwei wirklich schöne Orte sind, die man eigentlich nicht auf der Reise verpassen sollte. Einfach vor der Abfahrt erkundigen und den Wetterbericht lesen.

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