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7.600 japanische Facebook-Accounts gehackt

Die Konto-Daten von etwa 7.600 japanischen Facebook-Nutzern wurden anscheinend von Betrügern gestohlen und auf einen Server in Russland geschickt. Dies erklärte vor wenigen Tagen ein japanisches Unternehmen für Cyber-Sicherheit.

Seit etwa Ende Juni bekamen japanische Facebook-Nutzer Videos, die scheinbar von den Seiten ihrer Freunde im Social Media-Netzwerk stammten. Diesen stammten angeblich von der Regierung, der Information Technology Promotion Agency Japan oder anderen öffentlichen und seriösen Quellen.

Facebook Japan schweigt zum Diebstahl

Klickten die Empfänger auf die Links zum Video wurden sie auf gefälschte Webseiten weitergeleitet, die wie die japanische Anmelde-Seite der Social-Media Plattform aussieht. Wer auf dieser Seite seine Konto-Daten eingab, stellte sie allerdings unfreiwillig den Dieben zur Verfügung.

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Facebook Japan hat sich bisher nicht zum Umfang der gestohlenen Konto-Daten geäußert. Die Cyber-Sicherheitsfirma Sola.Com geht davon aus, dass die Täter über die gefälschte Seite seit Ende Juli die Daten von mehr als 10.000 Accounts nach Russland umgeleitet haben.

Das Unternehmen mit Sitz in Sendai hat mittlerweile Zugriff auf die russischen Server und stellte fest, dass nachdem alle Duplikate gelöscht wurden, die Anmelde-Informationen von 7.630 japanischen Facebook-Nutzern übrig blieben.

Die Zahl der gestohlenen Daten stieg zwischen Juli und August sprunghaft an, deswegen vermutet das Unternehmen, dass mindestens acht Betrüger-Gruppen an den Diebstählen beteiligt waren. Laut internen Angaben gehe man von Spanisch sprechenden Betrügern aus.

Nicht nur Privat-Accounts betroffen

Viele der gestohlenen E-Mail-Adressen, die für das Login benötigt wurden, stammten von privaten Smartphones, auch geschäftliche E-Mail-Adressen wurden gefunden. So seien die Accounts von Mitarbeitern der Japan Aerospace Exploration Agency, der Tohoku-Universität sowie der Zentralregierung ebenfalls betroffen.

Das Unternehmen geht davon aus, dass die gestohlenen Accounts zur Manipulierung der öffentlichen Meinung hätten genutzt werden sollen. Um weiteren Schaden zu vermeiden, sollten japanische Facebook-Nutzer ihre Passwörter ändern und eine zusätzliche Sicherheit-Authentifizierung implementieren, um einen erneuten Zugriff von Außen zu verhindern.

Gleichzeitig sollten alle Nutzer ihre Konten auf anderen Seiten prüfen, deren Zugang ebenfalls über ihren Social Media-Account erfolgte. Auch hier könnten die gestohlenen Daten zur Anwendung gekommen sein.

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