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73 Prozent der Japaner wollen auf Plastiktüten verzichten

70 Prozent der Japaner befürworten Verbot von kostenlosen Plastiktüten

Laut einer Umfrage der Mainichi Shimbun befürworten rund 70 Prozent der Japaner ein Verbot von kostenlosen Plastiktüten. 20 Prozent sprachen sich gegen ein Verbot aus.

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73 Prozent gaben an, dass sie keine Plastiktüten mehr benutzen wollen, wenn sie dafür bezahlen müssten, 17 Prozent ist es aber egal. Nach Geschlecht gaben 24 Prozent der Männer an, dass sie kein Problem damit haben zu zahlen, bei den Frauen waren es 10 Prozent.

Plastiktüten ab 2020 kostenpflichtig in Japan

Die japanische Regierung hat vor Kurzem beschlossen, dass ab April 2020 Plastiktüten in Japan Geld kosten sollen. Allerdings sind kleine und mittelständische Unternehmen erst einmal von der neuen Regelung ausgeschlossen.

Japan produziert hinter den USA, China und Brasilien, die größte Menge Plastikmüll pro Kopf und ist weiten hinten auf der Liste der Länder, die Plastikmüll versuchen einzudämmen. Im Vergleich produziert Deutschland nur etwas weniger als Japan.

Das Umweltministerium erwartet von den Einzelhändlern eine Gebühr zwischen 10 Yen und mehr pro Plastiktüte. Der Preis soll effektiv sein, so der Umweltminister.

Geld soll in Umweltprojekte fließen

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Zudem sind die Einzelhändler aufgefordert, die Einnahmen, die durch den Verkauf der Tüten entsteht, für Umweltprojekte bereitzustellen.

Schätzungen zufolge fließen jedes Jahr mehr als 8 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane und verursachen eine Verschmutzung durch Mikroplastik. Dabei absorbieren winzige Teile des abgebauten Plastiks schädliche Chemikalien und reichern sich in Fischen, Vögeln und anderen Tieren an, während sie die Nahrungskette entlanglaufen.

Quelle: Ma, AS

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