70 Prozent der Krankenhäuser in Fukushima kämpfen mit roten Zahlen

Sieben Jahre nach der Katastrophe am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi kehrt in vielen Orten um das zerstörte Werk Normalität ein. Trotz alledem leidet ein Wirtschaftszweig besonders unter der niedrigen Einwohnerzahl. 70 Prozent der Krankenhäuser in der Nähe des Kernkraftwerks schreiben rote Zahlen.

Zwar erholt sich die Region langsam, jedoch kommen weitaus weniger Menschen in die Städte zurück als erwartet. Weniger Einwohner bedeuten gleichzeitig weniger Patienten und das macht sich deutlich bemerkbar. Die Klinik in Tomioka Chuo gibt an, dass sie nur ein Zehntel der Patienten haben im Vergleich zur Patientenzahl vor der Katastrophe. Die wenigen Kranken und die steigenden Arbeitskosten sorgen dafür, dass sich finanzielle Probleme aufbauen. Der Leiter der Klinik, Akira Isaka, bittet deswegen um Hilfe. Er ist sich nämlich sicher, dass sie sich sonst nicht mehr lange halten.

Das Schicksal der Klinik in Tomioka Chuo ist kein Einzelfall. Laut der Präfekturregierung sank seit dem Unfall die Zahl der Krankenhäuser in 12 Städten von 100 auf 31. 70 Prozent von ihnen sind jedoch auf finanzielle Unterstützung angewiesen, da die Zahl der Patienten nicht ausreicht.

Es werden mehr Einrichtungen für ältere Menschen benötigt

Das Paradoxe an den Zahlen ist, dass die Anwohner sich gute medizinische Versorgung wünschen. Viele noch evakuierte Bewohner machen ihre Rückkehr von den medizinischen Einrichtungen und Pflegediensten abhängig. Deswegen eröffnete die Regierung in Tomioka ein 24-Stunden Notfallkrankenhaus. Eine hohe Qualität der Dienstleistungen und Versorgung ist dabei ebenfalls ein wichtiger Punkt. Vor allem Pflegeeinrichtungen und Spezialisierungen für ältere Menschen sind gefragt.

Neue oder spezialisierte Einrichtungen kosten jedoch ebenfalls Geld und Personal, was schwer zu kriegen ist. Während sich früher noch die Familien oder Jüngeren um die Senioren kümmerten, müssen das nun die Klinken übernehmen. Nötige Mitarbeiter sind jedoch teuer, da sich das Personal oft nur mit einem hohen Gehalt und guten Arbeitsbedingungen in die Region locken lässt.

Fukushimas Regierung ist sich dem Problem bewusst und versucht, den Einrichtungen zu helfen. Sie seien sich bewusst, dass es weniger Patienten gibt als vorher, nun müssen sie jedoch überlegen, die Finanzen der Krankenhäuser zu stabilisieren. Indirekt bestätigte ein Beamter, dass ein öffentlich-privates Team bei der Lösung des Problems helfen soll.

Quelle: JIJI

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