85 Tote nach Japans Jahrhundertregen – Erste Lebensmittelengpässe

West-Japan leidet aktuell unter zahlreichen Überschwemmungen und Schlammlawinen. Der Jahrhundertregen hat zwar nachgelassen, doch noch immer droht in vielen Städten Gefahr. Mittlerweile ist die Opferzahl auf 85 Tote gestiegen. 58 Personen werden weiterhin noch vermisst.

Mit 37 Personen verzeichnet die Präfektur Hiroshima bis jetzt die meisten Toten. Noch immer suchen Rettungskräfte in den Schlammlawinen nach Vermissten, die teilweise schon seit mehr als einen Tag als verschüttet gelten. Um die 1.000 Haushalte sind durch Hochwasser von der Außenwelt abgeschnitten.

Besonders hart traf es das Krankenhaus in Kurashiki, Okayama. Das Hochwasser schloss um die 100 Patienten und Evakuierte ins Gebäude ein, die aufs Dach flüchteten. Mit Helikoptern schafften es Helfer und die Feuerwehr alle zu retten und in Notunterkünften unterzubringen. Bevorzugt werden Patienten mit Krankheiten behandelt, die ein 24-Stunden-Betreuung benötigen.

Die Menschen in den Regionen haben aktuell noch mit einem weiteren Problem zu kämpfen. Wegen dem Jahrhundertregen kommt es zur Verzögerung oder Ausfällen von Lebensmittellieferungen. Da viele Bewohner in den letzten Tage Vorräte kaufen, sind in vielen Supermärkten die Regale leer.

Ein Laden in Okayama sagt, dass sie kein Brot und keine Meeresfrüchte mehr haben. Andere Lebensmittel sind ebenfalls knapp. Der Lieferant sollte eigentlich am Sonntag kommen, ist aber wegen des Regens nicht durchgekommen. In den Städten Etajima und Kure in Hiroshima gibt es zusätzlich kein fließendes Wasser. Anwohner dürfen deswegen auf den Transportschiffen der maritimen Selbstverteidigungstruppen duschen. Es ist noch nicht klar, wann es wieder regelmäßige Lebensmittellieferungen gibt und die Wasserleitungen repariert sind.

Quelle: Mainichi, NHK

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