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Alles für die Stabilisierung im Konflikt zwischen USA und dem Iran

Abe entsendet japanische Marine in den Nahen Osten und plant 5-tägige Reise ins Kriegsgebiet

Premierminister Shinzo Abe wird ab Samstag eine fünftägige Reise in den Nahen Osten unternehmen, sagte die japanische Regierung am Freitag, als sie der Maritimen Selbstverteidigungstruppe befahl, einen Zerstörer und Patrouillenflugzeuge in die Region zu entsenden, um Informationen zu sammeln.

Um bei den schwelenden Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zur Stabilisierung der Region beizutragen, plant Abe, nach Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman zu Gesprächen mit ihren Führern zu reisen, sagte Kabinettschef Yoshihide Suga auf einer Pressekonferenz.

Entspannung zwischen USA und dem Iran

Die Regierung hat darüber Nachgedacht, die Reise abzusagen, aber Abe wollte sie fortsetzen, da US-Präsident Donald Trump sich von weiteren militärischen Aktionen gegen den Iran zurückzog. Dies führte vorerst zu einer Entspannung zwischen den langjährigen Gegnern.

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Abe wird sich mit den drei Ländern, die eine wichtige Rolle bei der Entspannung und Stabilisierung der Lage in der Region spielen, austauschen“, sagte der oberste Regierungssprecher Suga. „Er plant, eine Zusammenarbeit, um eine stabile Energieversorgung und eine sichere Navigation zu gewährleisten“, sagte er.

Von Abe wird erwartet, dass er etwa 260 MSDF-Soldaten und -Einrichtungen von Tokyo entsendet, um die Situation im Nahen Osten zu verbessern. Verteidigungsminister Taro Kono hat am Freitag den Entsendungsauftrag für ihre Operationen in Gebieten wie dem Golf von Oman und einem Teil des Arabischen Meeres erteilt.

Mehr Sicherheit für japanische Schiffe

„Die Spannungen im Nahen Osten nehmen zu und gerade deshalb ist es notwendig, dass Japan in die Aktivitäten zur Informationsbeschaffung für die Sicherheit von japanischen Schiffen intensiviert“, sagte Kono auf einer Pressekonferenz nach dem Auftrag der Entsendung.

„Um zu verhindern, dass die Energieversorgung unseres Landes zufällig abgeschnitten wird, werden wir uns voll und ganz auf die Mission vorbereiten“, sagte er. Der Zerstörer Takanami wird Japan am 2. Februar verlassen, während P3-C Patrouillenflugzeuge die Mission in der Region am 20. Januar beginnen werden. Die Missionsdauer beträgt ein Jahr, könnte aber mit Zustimmung des Kabinetts verlängert werden.

Japan ist für seine Rohölimporte stark vom Nahen Osten abhängig und die MSDF-Mission soll dazu beitragen, die Sicherheit der japanischen Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Region zu gewährleisten.

Zerstörer Takanami
Das Bild zeigt den Zerstörer der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungstruppe Takanami vor Yokosuka in der Nähe von Tokyo. Bild: Kyodo

Ängste vor neuem Konflikt

In den letzten Wochen befand sich Japan in einer immer schwierigeren Lage zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten, die sich seit Monaten in einer Pattsituation wegen eines Atomdeals im Jahr 2015 befinden. Tokyo hat gute Beziehungen zu beiden Ländern.

Die Ermordung des iranischen Oberbefehlshabers Leutnant Qassem Soleimani durch die USA in der vergangenen Woche hatte zu einem Anstieg der Spannungen im Nahen Osten geführt, was Ängste vor einem offenen Konflikt auslöste.

Der Iran schlug am Mittwoch mit dem Abschuss von Raketen auf US-Truppenstützpunkte im Irak gegen die Vereinigten Staaten zurück. In einer zurückhaltenden Reaktion sagte Trump, dass sein Land härtere Wirtschaftssanktionen gegen Teheran verhängen werde, aber nicht beabsichtige, seine militärische Macht gegen den Iran einzusetzen.

Kyodo

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