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Abes Behauptung, Japan brauche US-Mais, ist übertrieben

Jedes Mais-Feld in Japan müsste von Schädlingen befallen sein

Das Argument von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe, dass das Land Mais aus den USA kaufen müsste, weil Schädlinge die heimische Produktion auffressen, erscheint mehr als zweifelhaft zu sein.

Abe sagte zu einer Vereinbarung, dass Japan mehr US-Mais kaufen muss, damit keine Zölle auf japanische Autoexporte erhoben werden: „In Bezug auf den potenziellen Kauf von amerikanischem Mais erleben wir in Japan jetzt Schädlinge bei einigen landwirtschaftlichen Produkten.“

Japan produziert nur 1.000 Tonnen Mais im Jahr

Allerdings produziert Japan nur ca. 1.000 Tonnen Futtermais pro Jahr. Eine geringe Menge im Vergleich zu den Importen von etwa 11 Millionen Tonnen.

Daher müsste jedes Feld in Japan von Mottenlarven befallen sein und selbst dann müsste Japan nur 1.000 Tonnen importieren, um die Lücke zu füllen. Zudem bezieht Japan bereits 92 Prozent des importierten Mais aus den USA.

Trotzdem sagte Trump, dass die Menge Mais, die Japan kaufen wird, riesig sein wird. Das Problem der USA ist es, dass China US-Mais nicht gekauft hat, den es eigentlich kaufen wollte. Daher gibt es einen Überschuss an Mais in den USA und laut Trump wird Japan all diesen Mais kaufen.

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Akihiko Hirasawa, Chefökonom am Norinchukin Research Institute in Tokyo, sagte, dass der Schaden durch Schädlinge in Japan begrenzt ist. Japan müsse auch seine Maisimporte, die für Tierfutter verwendet werden, nicht erhöhen, da das Land im Rahmen Freihandelsabkommen mehr Fleisch einkaufe.

Wohin mit dem Mais?

Darüber hinaus melden Medien in Japan, dass die Menge des Mais ungefähr drei Monate des Bedarfs entsprechen. Was bedeutet, dass Japan im nächsten Jahr entweder weniger Mais aus den USA kaufen wird oder Mais an andere Länder weiterverkauft. So oder so sagen Experten, gibt es keine Gründe für Japan, die Maisimporte zu erhöhen.

Laut eines Berichts von Kyoto Animation, besagt die Vereinbarung zwischen Japan und den USA, dass das Land 2,5 Millionen Tonnen Mais zusätzlich kaufen wird.

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