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Zeuge sollte vor Gericht lügen

Abgeordneter im Casino-Skandal wird wegen Bestechung von Zeugen festgenommen

Nach wie vor arbeitet die japanische Polizei an der Aufklärung des Casino-Skandals, der letztes Jahr die japanische Regierung erschütterte. Im Mittelpunkt steht der Abgeordnete Tsukasa Akimoto, der weiterhin im Unterhaus sitzt. Er wurde Donnerstag erneut festgenommen, diesmal jedoch wegen des Versuchs Zeugen zu manipulieren.

Die Staatsanwaltschaft von Tokyo bestätigte die Festnahme und erklärte, dass sie Akimoto verdächtigen das Gerichtsverfahren zu manipulieren. Der Politiker wird wegen der Annahme von Bestechungsgeldern von der chinesischen Firma 550.com angeklagt und ist zurzeit nur auf Kaution frei.

Festnahme von weiteren Personen

Laut der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass der Politiker einem ehemaligen Beamten des chinesischen Unternehmens Bargeld angeboten hat, damit er vor Gericht eine Falschaussage zu seinen Gunsten macht. Mit Akimoto wurden noch drei weitere Personen Anfang des Monats verhaftet, darunter Akihito Awaji, ein Unterstützer des Politikers.

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Er wird ebenfalls verdächtigt, den ehemaligen Beamten zu einer Falschaussage gedrängt zu haben. Awaji soll bereits bestätigt haben, dass er auf Anweisung von Akimoto handelte. Sie haben sich seit Februar deswegen bereits mehrmals getroffen und wohl über die Bestechung gesprochen.

Akimoto gab kurz vor seiner Festnahme zu, dass er mit Awaji gesprochen hat. Von dem Auftrag den Zeugen zu bestechen will er jedoch nichts wissen. Laut ihm habe er ihm nur gesagt, dass er alle Anklagepunkte vor Gericht anfechten wird.

Politiker streitet Vorwürfe ab

Das chinesische Unternehmen wollte an der Ausschreibung der Casino-Resorts in Japan teilnehmen, die offiziell von der Regierung geplant sind und nur dank einer Gesetzesänderung möglich sind. Nach bisherigen Untersuchungen sollte Akimoto bei der Genehmigung der Resorts helfen.

Akimoto wird vorgeworfen, Geld von dem chinesischen Unternehmen angenommen zu haben, um sich für eine Legalisierung der Casinos einzusetzen. Ebenfalls sollte er bei der anschließend geplanten Ausschreibung für die Casino-Resorts sie bevorzugt behandelt zu haben. Er gib dabei zu, dass er zwischen 2017 und 2018 Geld sowie Geschenke erhalten habe.

Allerdings wurde er nie im Gegenzug zu Gefälligkeiten aufgefordert und es handelt sich teilweise nur um herkömmliche Reisekosten sowie die Bezahlung eines Vortrags. Er ist sich deswegen keiner Schuld bewusst und beteuert seine Unschuld.

NHK

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