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Die Klage wurde nun auch vom Takamatsu High Court abgewiesen

Abweisung der Klage von Fischern aus dem Bikini-Atoll bestätigt

Der Takamatsu High Court bestätigte am Donnerstag ein Urteil des Landgerichts Kochi, das eine Klage ehemaliger Thunfischfischer und Hinterbliebener auf staatliche Entschädigung über die 1954 durchgeführten Wasserstoffbombentests im Bikini-Atoll im Pazifik ablehnte.

In der Klage hatten die 29 Kläger insgesamt rund 42 Millionen Yen von der japanischen Regierung verlangt. Sie werfen der Regierung vor, ihnen Aufzeichnungen über die Strahlenbelastung durch die Wasserstoffbombentests verheimlicht zu haben.

Klage aufgrund von Verheimlichung durch den Staat

Die Klägerseite behauptete, dass der Staat die Aufzeichnungen bis zu ihrer Offenlegung im Jahr 2014 bewusst weiter vertuscht habe und die Fischer aus der Präfektur Kochi, die zum Zeitpunkt der Tests in der Nähe des Bikini-Atolls operierten, dadurch Möglichkeiten zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit verloren hätten.

Doch diesen Vorwurf wies das Gericht nun zurück. „Es ist nicht zu erkennen, dass die Regierung beschlossen hat, die Aufzeichnungen zu verheimlichen“, sagte der Vorsitzende Richter Takahisa Masuda am Obersten Gerichtshof in Takamatsu, der Hauptstadt der Präfektur Kagawa.

Landgericht Kochi weist Klage zurück

Das Landgericht Kochi hatte im vergangenen Jahr die Schadenersatzklage unter anderem wegen des Ablaufs einer 20-jährigen Frist abgewiesen. Nur in dieser Zeit haben die Kläger das Recht, Schadensersatz nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu verlangen. Zu diesem Thema hat das Oberste Gericht nun allerdings keine Entscheidung getroffen. Sie lehnten die Klage stattdessen ab, weil sich eine bewusste Vertuschung nicht beweisen ließ.

„Es wäre schwierig, gerichtlichen Rechtsschutz durch Schadenersatzansprüche zu gewähren, und wir haben keine andere Wahl, als Hoffnungen auf Überlegungen der Legislative und Verwaltung zu setzen“, sagte der Richter.

Die Kläger zeigten sich enttäuscht. „Das Urteil des Obersten Gerichts ist äußerst bedauerlich“, sagte einer der Hinterbliebenen auf einer Pressekonferenz. Die Klägergruppe wird sorgfältig prüfen, ob sie unter Berücksichtigung des Alters der Klägerin eine Beschwerde beim Obersten Gerichtshof einreichen kann.

JT

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